DSC_0268Zur feierlichen Einweihung des neuen Gerätewagen Logistik Größe 2 (GW-L2) hatte Bürgermeister Martin Speicher offiziell am 02. August ins Feuerwehrgerätehaus Püttlingen eingeladen. Neben zahlreichen Mitgliedern der aktiven Wehr, der Jugendwehr und der Altersabteilung konnte Bürgermeister Martin Speicher eine Vielzahl an Ehrengästen, aber auch viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt Püttlingen begrüßen. Neben dem Dezernenten für die Bereiche Sicherheit und Sport, Harald Schindel, dem Brandinspekteur für den Regionalverband Saarbrücken, Tony Bender, dem Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes für den Regionalverband Saarbrücken, Thomas Quint, hatte auch eine Abordnung der Partnerfeuerwehr aus Puttelange-aux-Lac, den Weg ins Feuerwehrgerätehaus Püttlingen gefunden.

„Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr“ lautet der Wahlspruch, den sich die Feuerwehr auf ihre Fahne geschrieben hat. Damit die Feuerwehr diesem Anspruch auch gerecht werden kann, muss sie technisch regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden.“ so Bürgermeister Martin Speicher in seiner Begrüßung. Er ist froh darüber, dass trotz der finanziell schlechten Lage der Stadt Püttlingen nicht an der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gespart wird. Alle Fraktionen im Stadtrat haben der Beschaffung des neuen Fahrzeugs zugestimmt. Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister richteteten auch der Dezernent Harald Schindel, Brandinspekteur Tony Bender und Wehrführer Thomas Prinz noch ein paar Worte an alle Anwesenden. Wehrführer Thomas Prinz bedankte sich bei allen, die an der Beschaffung des neuen Fahrzeugs beteiligt waren. Beispielsweise bei denjenigen, die bei der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen mitgewirkt haben, aber auch bei allen Mandatsträgern, die die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt haben. Danach erfolgte die feierliche Einsegnung des neuen Fahrzeugs durch Pfarrer Prof. Dr. Joachim Conrad und Dechant Franz-Josef Werle. Danach übergab Bürgermeister Martin Speicher offiziell die Fahrzeugschlüssel an Wehrführer Thomas Prinz, der sie an den Püttlinger Löschbezirksführer Thomas Albert weiterreichte. Thomas Albert gab danach noch Informationen zum Fahrzeug.

Das Fahrzeug wurde nach den Vorgaben des im Jahr 2010 / 2011 fortgeschriebenen Brandschutzbedarfsplans der Stadt Püttlingen mit einer Standardbeladung eines Schlauchwagens 2000 (SW 2000) beschafft. Neben der klassischen Beladung zur Brandbekämpfung für eine Staffel wurde auf dem Fahrzeug auch eine Rettungsplattform verlastet. Diese wird beispielsweise bei Verkehrsunfällen mit LKW´s oder Bussen vor Ort gebracht, um den Einsatz der schweren technischen Gerätschaften in entsprechender Höhe leichter durchführen zu können. Das Fahrzeug kann ebenfalls als Anschlagpunkt bei technischen Hilfeleistungen oder auch als Schleppfahrzeug eingesetzt werden.

Weiterhin wird das Fahrzeug bei allen Einsätzen, bei denen eine Wasserversorgung über lange Wegstrecke verlegt werden muss, aber auch bei sonstigen logistischen Aufgaben eingesetzt. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit wird das Fahrzeug aber auch im Regionalverband Saarbrücken zu Einsätzen alarmiert. Beispielsweise ist das Fahrzeug im Konzept der überörtlichen Einsatzzüge bei sogenannten Flächenlagen (z. B. Überschwemmungen nach Starkregenfällen) eingebunden. Weiterhin wurde durch den Regionalverband Saarbrücken eine Komponente „Ölschadensbekämpfung“ angeschafft, da der Gerätewagen-Logistik bei Unfällen mit Mineralölprodukten in Zusammenarbeit mit dem Gefahrstoffzug des Regionalverbandes eingesetzt wird. Da das Fahrzeug als sogenanntes Sonderfahrzeug im Regionalverband miteingebunden ist, wurden die Anschaffungskosten in Höhe von rund 290.000,00 Euro zur Hälfte aus Mitteln der Feuerschutzsteuer finanziert.

Beim Fahrgestell handelt es sich um einen Scania P360 mit einer CrewCab, die insgesamt 6 Feuerwehrangehörige (Staffelbesatzung) aufnehmen kann. Das maximale Gesamtgewicht beträgt 18 Tonnen. Angetrieben wird das Allradfahrgestell von einem Motor mit 265 kW (360 PS) Leistung und einem Hubraum von 13.000 cm³. Das Fahrzeug hat eine Länge von 9,20 Metern, ist 2,50 Metern breit und hat eine Höhe von 3,45 Metern.

Der Geräteraum- und Kofferaufbau erfolgte bei der Firma Meinicke Fahrzeugservice GmbH in Lutherstadt Eisleben. Der Aufbau besteht aus Aluminium ist nicht rostend und daher besonders langlebig. Neben zwei Geräteräumen mit Materialauszügen zur optimalen Platzausnutzung wurde noch ein Kofferaufbau angesetzt, der mit einer teilbaren Ladebordwand mit 1,5 Tonnen Nutzlast abgeschlossen wird. Seitlich am Kofferaufbau wurde eine Eingangstür mit ausziehbarer Treppe als zusätzlicher Zugang zur Ladefläche eingebaut. Wenn die verlasteten Rollcontainer von der Ladefläche abgeladen sind, kann das Fahrzeug auch als Aufenthalts- oder Besprechungsraum oder einfach nur als Aufenthaltsbereich für Atemschutzgeräteträger oder als Umkleidemöglichkeit genutzt werden. Zur sicheren Entnahme der Gerätschaften wurden an den Fahrzeugseiten stabile Sicherheitsauftritte angebracht. Zur Einsatzstellenbeleuchtung ist ein ferngesteuerter pneumatischer Lichtmast mit 4 Xenon-Scheinwerfern eingebaut. Zur Umfeldbeleuchtung des Fahrzeugs sind 8 Hochleistungs-LED-Lampen im Aufbau integriert. In der Mannschaftskabine sind 4 Atemschutzgeräte in Fahrtrichtung untergebracht.

Eine weitere sichtbare Besonderheit des Fahrzeuges ist die Beklebung, die an die Beklebung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) angepasst wurde. Auf den Seiten des Aufbaus wurde das Püttlinger Stadtlogo angebracht. Neben diesem Logo verfügt das Fahrzeug über eine umlaufende retroreflektierende Konturmarkierung, die bei Dunkelheit das Licht anderer Fahrzeuge zurückwirft und somit die Sichtbarkeit des Fahrzeugs erhöht und der Verkehrssicherheit dient.

Als weitere Ausrüstungsgegenstände sind eine Multifunktions- und eine Teleskopleiter, sowie eine komplette Beladung zum Vortragen eines Löschangriffs in den Geräteräumen verladen. Weiterhin gehören Geräte zur einfachen technischen Hilfeleistung zur Beladung. Im Kofferaufbau steht außerdem eine umfangreiche Beladung in Rollcontainern zur Verfügung. So sind 2.000 Meter B-Schlauchmaterial verladen, die im Fahrbetrieb verlegt werden können. Zur Zwischenspeicherung von Löschwasser stehen 2 Faltbehälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils 5.000 Litern bereit. Ein 13-kVA-Stromerzeuger mit Stativ und Lichtbrücke sowie ein Powermoon können zur Ausleuchtung der Einsatzstelle in den Einsatz gebracht werden. Um eine Wasserförderung über lange Wegstrecke aufbauen zu können, sind zwei tragbare Feuerlöschkreiselpumpen (PFPN 10-1000) inklusive Zubehör verladen.

Sofern das Fahrzeug im Rahmen seiner Sonderaufgabe „Ölschadensbekämpfung“ für den Gefahrstoffzug des Regionalverbandes tätig wird, werden die „Standard“ Rollcontainer durch spezielle Rollcontainer mit Material für die Ölschadens-bekämpfung ersetzt. So stehen ein Rollcontainer mit einer tragbaren Umfüllpumpe (TUP), Erdungssatz und entsprechendem Zubehör zur Verfügung. Weiterhin ist eine Fass- und Notfallpumpe sowie ein Abdichtsatz (Leckbandagen, Gullykissen usw.) verladen. Außerdem gibt es einen Container mit Öl- und Chemikalienbindemittel, Ölbindemittel für Gewässer sowie diverse Ölschlängel und –vliese. Außerdem steht entsprechende Ölschutzkleidung für die Einsatzkräfte zur Verfügung. Die Beladung wird durch ein Gasmessgerät mit 5 Sensoren, einem Öl / Nass-Trockensauger sowie IBC-Auffangbehälter abgerundet. Die Ausrüstungsgegenstände für die Sonderaufgabe „Ölschadensbekämpfung“ wurden zu 100% durch den Regionalverband Saarbrücken finanziert.

Der neue GW-L2 ersetzt ein 1984 in Dienst gestelltes Tragkraftspritzen-Fahrzeug, das aufgrund seines Alters und des Aufbaukonzeptes den neuen Anforderungen an die Ausstattung einer Feuerwehr nicht mehr gerecht wird.

DSC_0198Bei der Feuerwehr Püttlingen wurde eine Sonderausbildung zum Thema „Ladungssicherung bei Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr“ durchgeführt. Als Referent hierfür konnte Dirk Flesch, Mitarbeiter der Unfallkasse des Saarlandes (UKS), gewonnen werden.

Gerade zur Beförderung von Material und Gerätschaften, setzt die Feuerwehr Transport- und Logistikfahrzeuge ein, wobei auch die Fahrer (Maschinisten) der Feuerwehrfahrzeuge das Thema Ladungssicherung beachten müssen. Neben dem Gerätewagen-Mannschaft (GW-M) des Löschbezirks Köllerbach nutzt die Feuerwehr Püttlingen den neu beschafften Gerätewagen-Logistik 2 (GW-L 2) des Löschbezirks Püttlingen für solche Transportaufgaben. Um die Feuerwehrangehörigen für das Thema Ladungssicherung zu sensibilisieren und über die Gefahren einer fehlenden bzw. nicht fachgerechten Sicherung zu informieren, wurde die Sonderausbildungsveranstaltung durchgeführt. Neben den Feuerwehrangehörigen der Löschbezirke Püttlingen und Köllerbach nahmen auch Mitglieder der Feuerwehr Völklingen, Löschbezirk Stadtmitte, an dem Termin teil.

Im theoretischen Teil ging Dozent Dirk Flesch auf verschiedene Arten der Ladungssicherung wie die formschlüssige bzw. kraftschlüssige Ladungssicherung ein. Aber auch die dazu notwendigen Hilfsmittel wie Zurrmittel / Zurrgurte, Kantenschoner und Antirutschmatten sowie deren Einsatz wurden behandelt. „Nicht richtig gesicherte Gegenstände werden zu Geschossen und können so zu schweren Unfällen führen.“ so Dirk Flesch in seinen Ausführungen. Nach dem theoretischen Teil ging es in die Praxis. Hierbei wurden die Möglichkeiten der Ladungssicherung bei den vorhandenen Fahrzeugen besprochen. Dafür stand neben dem Gerätewagen-Logistik 2 der Feuerwehr Püttlingen auch der neue Schlauchwagen-Katastrophenschutz der Feuerwehr Völklingen zur Verfügung.

01_IMG_0099Im Juli trafen sich die Alterskameraden der Löschbezirke Püttlingen und Herchenbach mit ihren Ehepartnern, um gemeinsam das Schaubergwerk „Musée Les Mineurs“ in Petite-Rosselle zu besichtigen. Das Bergwerk „La Mine Wendel“ ist das einzige französische Bergbaugelände, auf dem man die verschiedenen Kohle-Fördertechniken, die bis zur Schließung der letzten französischen Zeche im Jahre 2004 verwendet wurden, entdecken kann.

In der modern und attraktiv gestalteten Ausstellung auf 1.800 m² kann man in das Alltagsleben des Bergarbeiters und seiner Familie, sowie in die Sozialpolitik der Bergbaugesellschaften eintauchen und dabei verschiedene Bergbauberufe im Detail beleuchten. Durch mehr als 160 Objekte und Modelle, mehrere Audio- und Video-Dokumente sowie zahllose Fotos und Zeitdokumente wurde den Besuchern die Kohlegeschichte Lothringens und der grenzübergreifenden Region näher gebracht. Durch authentische Zeitzeugenberichte in Form einer multimedialen Erlebniswelt nimmt man lebensnah am Alltag der Bergleute teil, beispielsweise in der ehemaligen Lohnhalle, der Umkleide, den Waschkauen usw.

Großformatige Schautafeln im Außenbereich des Museums erklären die Geschichte, Nutzung und Funktion der Gebäude auf dem Zechengelände. Sogar die Einfahrt im Förderkorb unter Tage wird mittels eines Fahrsimulators authentisch nachgestellt. Leider hatten die Teilnehmer Pech, dass dieser am Morgen aufgrund eines technischen Defekts nicht benutzt werden konnte.

02_IMG_0086Trotzdem machten sich die Alterswehrmitglieder auf den Weg in die Grube, um verschiedene Förderstollen zu durchqueren. Bevor es jedoch in die Förderstollen ging, wurde bei der Schutzheilgen der Bergmänner, der Heiligen Barbara, die als bronzene Statue im Museum zu besichtigen ist, noch um eine gesunde Rückkehr gebeten. In den Förderstollen konnte man riesige Maschinen wie Vortriebs-, Abbau- und Schrämmaschinen sowie verschiedene weitere Geräte in ihrer jeweiligen Verwendungssituation bestaunen. Der Besuch wurde durch Horst Schmadel, der früher selbst als Bergmann gearbeitet hat, begleitet. Auf dem Rundgang erklärte er den Teilnehmern sehr viel über den Bergbau und die Arbeit als Bergmann. Am Ende des Rundgangs wurde noch ein Film gezeigt, der den typischen Arbeitstag eines Bergmanns darstellte.

Nach der tollen Besichtigung ging es nicht direkt nach Hause, sondern alle Mitfahrer kehrten in die Kantine Velsen ein, um, wie könnte es auch anders sein, sich mit einem verspäteten Bergmannsfrühstück zu stärken.

IMG_3848Großalarm auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks (THW) am Wasserwerk Simschelt in Völklingen! Die Fahrzeughalle der THW-Unterkunft steht in Flammen und es werden noch drei Personen vermisst. Mitglieder des THW werden auf das Feuer aufmerksam, welches vermutlich durch einen technischen Defekt ausgelöst wurde. Direkt setzen sie einen Notruf ab, um die Kollegen der Feuerwehr zu alarmieren. Da die Feuerwehr Völklingen bereits in einem größeren Paralleleinsatz gebunden ist, werden im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe die Löschbezirke Püttlingen und Köllerbach alarmiert.

Glücklicherweise handelte es sich bei dem beschriebenen Szenario bloß um eine Übung der Jugendfeuerwehr. Dennoch fahren innerhalb kürzester Zeit vier Feuerwehrfahrzeuge mit Blaulicht auf das THW-Gelände. Die Mädchen und Jungen der Püttlinger Wehr nehmen ihre Einsatzkommandos entgegen und beginnen umgehend mit der Menschenrettung und der Brandbekämpfung. Die Mannschaft des Tanklöschfahrzeugs aus Püttlingen rüstete sich bereits auf der Anfahrt mit Atemschutzgeräten für den Innenangriff aus. Ein Trupp ging unter schwerem Atemschutz in die Fahrzeughalle vor, um die vermissten Personen zu suchen und zu retten. Hierbei wurden sie kurze Zeit später durch einen weiteren Trupp unterstützt. In der Zwischenzeit wurde durch das Löschgruppenfahrzeug aus Köllerbach mit der Brandbekämpfung im Außenangriff begonnen.
Schnell wurde die erste Person gefunden und aus dem Gebäude gerettet. Auch alle weiteren vermissten Personen konnten durch die Feuerwehr ins Freie verbracht werden. Die Brandbekämpfung erfolgte zwischenzeitlich mit vier C-Strahlrohren. Durch das Püttlinger Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug wurde die Wasserversorgung zum Tanklöschfahrzeug aus einem Hydranten hergestellt. Durch die Jugendlichen vom Löschbezirk Köllerbach wurde ein Überdrucklüfter in Stellung gebracht, um die Halle vom dichten Rauch zu befreien.
Nach erfolgreicher Menschenrettung und umfassender Brandbekämpfung hieß es dann „Feuer aus!“. Einsatzleiter Harald Ströhle beendete die Übung für alle Teilnehmer. Nachdem die Gerätschaften abgebaut und auf den Fahrzeugen verlastet waren, wurde die Übung besprochen. Neben zahlreichen Betreuern aus beiden Löschbezirken waren Wehrführer Thomas Prinz und sein Stellvertreter Ruwen Dumont anwesend. Stadtjugendwart Harald Ströhle lobte den Einsatz der Jugendlichen. „Mir hat es sehr gut gefallen. Zwar sind Kleinigkeiten aufgefallen, aber aus diesem Grund üben wir schließlich“ so Harald Ströhle bei der Übungsbesprechung. Nachdem sich die Jugendfeuerwehrangehörigen bei kühlen Getränken und einem kleinen Imbiß von der anstrengenden Übung gestärkt hatten, ging es wieder zurück in die Gerätehäuser.

DSC_0870Um gemeinsam auf den Ernstfall vorbereitet zu sein, steht jedes Jahr eine gemeinsame Übung der Löschbezirke Püttlingen und Riegelsberg auf dem Ausbildungsprogramm. In diesem Jahr wurde die Übung durch den Löschbezirk Püttlingen ausgerichtet.

Durch die Übungsplaner wurde für die Einsatzkräfte folgendes Übungsszenario vorbereitet: Bei der Firma Bormann im Gewerbegebiet Viktoria sind noch mehrere Angestellte auf dem Firmengelände mit Wartungs- und Reparaturarbeiten beschäftigt. In einer Halle haben zwei Mitarbeiter die Arbeiten an einem LKW beendet und sind dabei, im Kellergeschoss die benutzen Werkzeuge zu reinigen. Hierzu nutzen sie unter anderem Bremsenreiniger. Beim Entzünden einer Zigarette kommt es zu einer Verpuffung mit einem Folgebrand und starker Rauchentwicklung. Weitere Angestellte sind im Außengelände mit Wartungsarbeiten an einer Siebanlage beschäftigt. Durch die Verpuffung abgelenkt und aufgeschreckt stürzt ein Mitarbeiter in die Siebanlage. Durch den lauten Knall wird der Firmeninhaber ebenfalls auf das Ereignis aufmerksam und alarmiert über Notruf 112 die Einsatzkräfte.

Zuerst traf das Kleineinsatzfahrzeug (KEF) des Löschbezirks Püttlingen an der Einsatzstelle ein. Der Firmeninhaber informierte den Einsatzleiter Thomas Albert darüber, dass sich noch zwei Personen in der Halle befinden und dass eine Person in die Siebanlage gestürzt ist.

Nach und nach rückten weitere Einsatzkräfte zur Einsatzstelle an und die Einheitenführer meldeten sich beim Einsatzleiter, um dort ihre Einsatzaufträge zu erhalten. Die Einsatzstelle wurde in 2 Einsatzabschnitte aufgeteilt. In Einsatzabschnitt 1 kümmerten sich die Einsatzkräfte um die Menschenrettung und Brandbekämpfung in der Halle. Die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs aus Püttlingen hatte sich bereits auf der Anfahrt mit Atemschutzgeräten ausgestattet und verschaffte sich sofort Zugang zur Halle. Mit einem C-Rohr ausgerüstet begann der Angriffstrupp direkt mit der Personensuche in der stark verqualmten Halle. Unterstützt wurde er dabei durch Einsatzkräfte des Löschbezirks Riegelsberg, die weitere Atemschutztrupps durch die Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs 16/12 stellten. Schnell wurde eine der vermissten Personen gefunden, ins Freie gebracht und der rettungsdienstlichen Versorgung zugeführt. Da eine weitere Person im Gebäude vermutet wurde, begab sich der Angriffstrupp wieder ins Gebäude zur weiteren Suche. Zwischenzeitlich wurde noch eine Abluftöffnung geschaffen und ein Überdrucklüfter in Stellung gebracht, um so das Gebäude rauchfrei zu machen. Kurz darauf wurde auch die zweite Person gefunden. Da alle Personen gerettet waren, konnte mit der Brandbekämpfung begonnen werden. Insgesamt wurden 3 Trupps unter Atemschutz in diesem Einsatzabschnitt eingesetzt. Durch das Tanklöschfahrzeug aus Püttlingen wurde die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten sichergestellt. Über die Drehleiter mit Korb aus Riegelberg wurde ein Wenderohr zur Abschirmung einer weiteren Halle vorgenommen.

Die Einsatzkräfte im zweiten Einsatzabschnitt kümmerten sich um die Rettung der in die Siebanlage gestürzten Person. Dort wurden das Hilfeleistungslöschfahrzeug aus Riegelsberg und die Drehleiter aus Püttlingen eingesetzt. Die verletzte Person wurde durch Feuerwehrangehörige versorgt und danach mittels Schleifkorbtrage über die Drehleiter gerettet.

Sämtliche durchgeführten Maßnahmen wurden durch die Besatzung des Einsatzleitwagens (ELW) aus Riegelsberg dokumentiert. Hier wurde neben einer Lagekarte auch das Einsatztagebuch geführt. Nachdem alle Personen gerettet und das fiktive Feuer gelöscht war, konnte die Übung beendet werden. Nach einer kurzen Übungsbesprechung konnten die 50 an der Übung beteiligten Einsatzkräfte wieder in ihre Feuerwehrgerätehäuser einrücken. Ein herzliches Dankeschön geht an die Firma Bormann, die der Feuerwehr das Firmengelände für die Übung zur Verfügung stellte.

DSC_0723In der Nacht auf Ostersonntag wurde der Löschbezirk Püttlingen gegen 23:19 Uhr mit dem Stichwort „Brand 2“ in die Köllertalstraße alarmiert. Aufgrund vermehrter Notrufe wurde um 23:20 Uhr durch die Haupteinsatzzentrale (HEZ) das Alarmstichwort auf „Brand 3“ erhöht. In der Köllertalstraße war es zu einem Gartenhausbrand mit starker Verqualmung gekommen.

Der Zugang zu dem Gartenhaus gestaltete sich für die Einsatzkräfte schwierig. Zwischen zwei Gebäuden gelangten die Feuerwehrkräfte in Richtung Garten. Ein direkter Zugang zu dem brennenden Gartenhaus war nicht möglich, zuerst mussten die Einsatzkräfte über eine Steckleiter eine Stützmauer hinunterklettern, um an den Brandherd zu gelangen. Da nicht sicher auszuschließen war, ob sich noch Personen in dem brennenden Gebäude befinden und die Einsatzstelle mit drei Flutlichtstrahlerstativen großflächig ausgeleuchtet werden musste, wurde zusätzlich der Löschbezirk Köllerbach alarmiert.

Zum Glück konnte hier schnell Entwarnung gegeben werden und es wurden bei dem Einsatz keine Personen verletzt. Insgesamt wurden 3 Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung mit 3 C-Rohren eingesetzt. Im Außenbereich des brennenden Gartenhauses wurden mehrere Fichtenbäume und gelagertes Brennholz abgeschirmt. Um die Brandbekämpfung effektiver zu gestalten, wurde dem Löschwasser Netzmittel zugefügt.

Im Einsatz befanden sich die Löschbezirke Püttlingen und Köllerbach mit 40 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen, der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen und die Polizei mit einem Kommando. Gegen 01:15 Uhr war der Feuerwehreinsatz beendet und die Vollsperrung der Köllertalstraße konnte wieder aufgehoben werden. Die Ermittlungen zur Brandursache werden durch den Kriminaldienst der Polizei aufgenommen.

AnzeigerNicht nur die feuerwehrtechnische Ausbildung in Theorie und Praxis steht auf dem Ausbildungsplan bei der Jugendfeuerwehr, sondern auch Basteln und Werken. So beteiligten sich die Angehörigen der Jugendfeuerwehr Püttlingen an einem Wettbewerb zum Thema Dioramenbau, der durch die Freiwillige Feuerwehr Saarbrücken Löschbezirk Brebach durchgeführt wurde. Das Motto dazu lautete „Zu Lande, zu Wasser und in der Luft“.

Es bestand die Möglichkeit, die Dioramen in 3 unterschiedlichen Kategorien zu erstellen. So konnten Einsatz- oder Übungsszenarien mit Hilfe von Modellen von Schiffen, Autos und Flugzeugen, Modelle mit Playmobilfiguren oder Legosteinen oder aber Dioramen im Maßstab 1:87 (Größe H0, wie man es aus dem Eisenbahnmodellbau kennt) dargestellt werden.

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Püttlingen erstellten ihr Modell in der Größe H0, wobei sie einen realen Einsatz aus dem vergangenen Jahr nachbauten. Bei dem Einsatzszenario handelte es sich um einen Verkehrsunfall der sich in Püttlingen ereignete. Dabei prallte ein Fahrzeug gegen eine Mauer, kippte um und blieb auf dem Dach liegen. Neben der Feuerwehr und mehreren Rettungswagen, war auch der Rettungshubschrauber Christoph 16 im Einsatz, um die verletzten Personen in Krankenhäuser zu verbringen.

11 Jugendliche setzten dieses Szenario in über 70 Stunden Arbeit, mit Hilfe von drei Betreuern auf die Holzbauplatte um. Durch eine Jury wurden alle Arbeiten begutachtet und bewertet. Besonders beeindruckte die Jury die Detailtreue, mit der die Jugendlichen das Einsatzszenario nachgestellt hatten. So wurden beispielsweise bei der Versorgung der verletzten Personen Infusionsschläuche modelliert oder auch Beschriftungen z. B. auf der Geräteablage angebracht. Mit großer Sorgfalt wurde auch ein Kinderspielplatz mit Miniaturwippe und Schaukel dargestellt. Nachdem sich alle Jurymitglieder ein Bild von den Ausstellungsstücken gemacht hatten, wurden die Preise vergeben. Alle ausgestellten Dioramen waren schön gestaltet und so entschieden letztendlich Kleinigkeiten. Das Diorama der Jugendfeuerwehr Püttlingen wurde mit dem 1. Platz ausgezeichnet und die Teilnehmer erhielten eine Urkunde sowie einen Pokal. In einem weiteren Arbeitsschritt werden die Jugendlichen weiter an dem Modell arbeiten, um z. B. noch die Häuser oder Fahrzeuge zu beleuchten.

DSC_0540Zum Jahresrückblick der Jugendfeuerwehr Püttlingen hatte Jugendwart Carsten Münch neben den Angehörigen der Jugendfeuerwehr, die Wehr- und Löschbezirksführung, den Stadtjugendwart Harald Ströhle, die Feuerwehrsachbearbeiterin Elke Schuth, alle aktiven Feuerwehrangehörigen, die bei der Jugendarbeit unterstützen, den stellvertretenden Regionalverbandsjugendbeauftragten Mathias Martini sowie die Eltern der Jugendlichen ins Feuerwehrgerätehaus Püttlingen eingeladen.

In einer Fotoschau ließ Jugendwart Carsten Münch das vergangene Jahr Revue passieren, bevor er auf einige Besonderheiten des vergangenen Jahres einging. Zum Jahresende 2016 bestand die Jugendfeuerwehr des Löschbezirks Püttlingen aus 20 Jugendlichen. Zwei Jugendliche konnten neu aufgenommen werden und zwei wechselten aus der Jugendfeuerwehr zu den Aktiven. Insgesamt standen 16 Ausbildungsdienste auf dem Dienstplan. Die Jugendlichen leisteten im abgelaufenen Jahr insgesamt 2.954 Stunden, davon 556 Übungsstunden und 2.398 sonstige Stunden. Die meisten Stunden im vergangenen Jahr, nämlich 302, leistete Lars Müller und wurde mit dem „Stundenpokal“ geehrt. Für einen 100%-igen Dienstbesuch wurden Lena Kammer und Julia Wróblewski ausgezeichnet.

 

Besonders wurde im Jahresbericht die Picobello-Aktion, an der sich die Jugendlichen beteiligten erwähnt, aber auch z.B. die Jahresfahrt der Jugendfeuerwehr, die die Teilnehmer nach Pirmasens führte, wo die gläserne Manufaktur der Firma WAWI besichtigt und im Anschluss das Spaßbad besucht wurde. Die gemeinsame Übung der Jugendfeuerwehr der Löschbezirke Püttlingen und Köllerbach fand im Gewerbegebiet Etzenhofen statt. Die jährlich durchgeführte Köllertalübung der Jugendfeuerwehren aus Püttlingen, Heusweiler und Riegelsberg wurde an einem landwirtschaftlichen Anwesen im Heusweiler Ortsteil Hirtel durchgeführt. Traditionell fand in den Sommerferien das Zeltlager an der Edelweißhütte im Jungenwald statt. Während des Zeltlagers wurde unter anderem ein Feldgottesdienst durchgeführt und das Erlebnisbergwerk Velsen besichtigt. Auch ein Berufsfeuerwehrtag wurde im Jahr 2016 für die Jugendfeuerwehrmitglieder ausgerichtet und als letzter praktischer Ausbildungsdienst fand eine Nachtübung an der staatlichen Förderschule für soziale Entwicklung auf der Ritterstraße statt.

Wehrführer Thomas Prinz bedankte sich bei allen Jugendfeuerwehrangehörigen, bei Jugendwart Carsten Münch, dem Stadtjugendwart Harald Ströhle sowie bei allen Helferinnen und Helfern, die bei der Ausbildung und Betreuung der Nachwuchsbrandschützer unterstützten für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr. „Zwar ist die Mitgliederzahl der letzten Jahre stabil, aber in früheren Zeiten gab es für die Aufnahme in die Jugendfeuerwehr eine Warteliste. Macht Werbung für die Jugendfeuerwehr, bringt einfach eure Freunde oder Klassenkameraden mit, um so weitere Jugendfeuerwehrangehörige zu gewinnen.“ so Thomas Prinz. Auch der stellvertretende Regionalverbandsjugendbeauftragte Mathias Martini, Stadtjugendwart Harald Ströhle und Löschbezirksführer Thomas Albert richteten noch ein paar Worte an alle Anwesenden und bedankten sich für das erbrachte Engagement im abgelaufenen Jahr.

DSC_0517Bereits zum 7-ten Mal wurde durch den Entsorgungsverband Saar (EVS) die Aktion „Saarland Picobello“ durchgeführt. Wie in den Vorjahren auch, beteiligten sich die Jugendfeuerwehrangehörigen der Löschbezirke Püttlingen und Köllerbach an der saarlandweit durchgeführten Aufräumaktion.

Insgesamt 25 Jugendfeuerwehrangehörige und 12 Betreuer machten sich morgens von den Feuerwehrgerätehäusern Püttlingen bzw. Köllerbach auf, um Müll einzusammeln. Ausgerüstet mit Warnwesten, Handschuhen und Müllsäcken machten sich die Jugendlichen daran, den in der Natur entsorgten Wohlstandsmüll und Unrat einzusammeln.

Neben Flaschen, leeren Dosen und alten Schuhen wurde wieder einiges an Müll eingesammelt. Darunter auch einige kuriose Dinge wie alte Autoreifen, Verkehrsleitpfosten, ein Maschendrahtzaun, die Innenverkleidung einer Autotür oder aber auch eine Mikrowelle.

Der eingesammelte Müll wurde in Säcke gepackt, auf einen Anhänger bzw. die Ladepritsche des Gerätewagen-Mannschaft geladen und zum Gerätehaus Püttlingen gefahren. Dort wurden die Fundsachen in Container umgeladen bzw. der fachmännischen Entsorgung zugeführt. Bevor sich die Jugendfeuerwehrangehörigen und ihre Betreuer wieder auf den Nachhauseweg machten, gab es im Feuerwehrgerätehaus Püttlingen für alle Teilnehmer noch eine Gulaschsuppe. Bürgermeister Martin Speicher machte sich ebenfalls ein Bild von der Sammelaktion und bedankte sich bei Allen für ihr Engagement für die Umwelt.

DSC_0476Löschbezirkführer Thomas Albert hatte am 05. März zur Hauptdienstbesprechung des Löschbezirks Püttlingen eingeladen, um das abgelaufene Jahr Revue passieren zu lassen. Neben Bürgermeister Martin Speicher und dem Leiter des Fachbereichs 1 Bernd Bläs konnte Thomas Albert die aktiven Feuerwehrangehörigen sowie die Mitglieder der Alterswehr begrüßen. Außerdem waren Wehrführer Thomas Prinz, sein Stellvertreter Ruwen Dumont, Ehrenwehrführer Reimund Folz, der Vorsitzende des Fördervereins des Löschbezirks Püttlingen Wolfgang Peter und der Bereitschaftsführer des DRK Püttlingen Aloysius Meyer anwesend.

Der Löschbezirk Püttlingen bestand zum Jahresende 2016 aus 69 aktiven Feuerwehrangehörigen, davon vier Feuerwehrfrauen. Zur Altersabteilung gehörten 22 Feuerwehrkameraden.

Insgesamt wurde der Löschbezirk Püttlingen zu 105 Einsätzen alarmiert (74 Einsätze im Jahr 2015). Bei den Einsätzen konnten 27 Personen und 4 Tiere gerettet werden, für 3 Menschen und 1 Tier kam jede Hilfe zu spät. Bei den Einsätzen handelte es sich um 39 Brandeinsätze und 66 Technische Hilfeleistungen. In seinem Bericht ging Thomas Albert auf einige Einsätze des Jahres 2016 besonders ein. Dazu gehörten beispielsweise der Brand in der Peter-Wurst-Schule, die Rettung einer Kreuzotter aus einem Kellerzugang auf der Ritterstraße, der Verkehrsunfall mit vier verletzten Personen in der Saarlouiser Straße, mehrere Einsätze aufgrund von Eichenprozessionsspinnern, der Verkehrsunfall auf dem Breitfeld, bei dem eine Person nur noch tot aus dem Fahrzeug geborgen werden konnte und die Personensuche im Jungenwald. Auch überörtlich wurde der Löschbezirk Püttlingen tätig, so wurden die Feuerwehren aus Sulzbach und Quierschied unterstützt.

Im vergangenen Jahr wurden durch die Feuerwehrangehörigen insgesamt 16.641 Dienststunden abgeleistet. Diese gliedern sich in 1.421 Einsatzstunden, 5.960 Stunden für Aus- und Fortbildung, 2.042 Übungsstunden, 3.678 Stunden für Arbeitsdienste sowie 3.540 Stunden im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wie beispielsweise der Tag der offenen Tür oder das Maibaumstellen. Neben den zahlreichen Übungs- und Ausbildungsterminen wurde auch die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg geübt, so wurde eine gemeinsame Übung mit dem Löschbezirk Riegelsberg durchgeführt. Eine Vielzahl der Arbeitsdienststunden wurde beim Umbau der Atemschutzwerkstatt abgeleistet, die im vergangenen Jahr auch offiziell in Betrieb gehen konnte. Insgesamt wurden durch Angehörige des Löschbezirks Püttlingen 61 Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule, auf Regionalverbandsebene und wehrintern besucht.

Bürgermeister Martin Speicher richtete ebenfalls ein paar Worte an die Anwesenden und bedanke sich für die geleistete Arbeit insbesondere bei den vielfältigen Einsätzen, die professionell abgearbeitet wurden. Auch Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz bedankte sich für das Engagement und den gezeigten Einsatz im Jahr 2016.

Zum Abschluss der Hauptdienstbesprechung dankte Thomas Albert allen Feuerwehrangehörigen für die geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr. Weiterhin bedankte er sich bei Bürgermeister Martin Speicher, den Mitarbeitern der Verwaltung sowie bei allen Mitgliedern des Stadtrates. In seinem Ausblick für das Jahr 2017 ging Thomas Albert auf die anstehenden Modernisierungs- und Renovierungsarbeiten der Fahrzeughalle ein. Hier ist neben der energetischen Sanierung des Daches auch ein neuer Bodenbelag und eine Abgasabsauganlage geplant.

0 (2)Mit dem Einsatzstichwort „Technische Hilfeleistung – Verkehrsunfall LKW auf Bergehalde umgestürzt“ wurde der Löschbezirk Püttlingen am Samstag, 18. Februar 2017, gegen 10:04 Uhr an die Bergehalde „Viktoria“ alarmiert. Dort war ein ca. 1,2 Tonnen schwerer Muldenkipper einen Abhang hinabgestürzt und blieb kopfüber in dem Steilhang liegen. Glücklicherweise blieb der Fahrzeugführer bei dem Unfall unverletzt.

Als erste Maßnahme wurde das Fahrzeug durch die Einsatzkräfte mittels Greifzug gegen ein weiteres Abrutschen gesichert; auslaufende Betriebsstoffe wurden mit einer Wanne aufgefangen sowie das weitere Auslaufen unterbunden. Zur weiteren Bergung des Muldenkippers mussten mehrere kleine Bäume gefällt werden. Während das Fahrzeug durch einen Greifzug gesichert war, wurde es mittels pneumatischer (druckluftbetriebener) Hebekissen angehoben und mit Hilfe eines weiteren Greifzuges wieder aufgerichtet. Nachdem der Muldenkipper wieder auf vier Rädern stand, konnte er mit Hilfe zweier Greifzüge aus dem Steilhang wieder auf den Weg gezogen werden. Nach gut 4 Stunden war der arbeits- und materialintensive Einsatz beendet und die Einsatzkräfte konnten wieder ins Feuerwehrgerätehaus einrücken.

Weitere Details und Bilder finden Sie im Einsatz Nr. 12 – Verkehrsunfall – Muldenkipper abgestürzt, In den Kalklöchern.

DSC_0222Zu einem gemeinsamen Ausbildungsdienst zum Thema „Eisrettung“ hatten sich die Feuerwehrangehörigen des Löschbezirks Püttlingen und die Mitglieder der DLRG Ortsgruppe Püttlingen getroffen. Bevor mit der praktischen Ausbildung begonnen wurde, trafen sich alle Teilnehmer im Feuerwehrgerätehaus Püttlingen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz wurden die theoretischen Grundlagen zur „Eisrettung“ wiederholt sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Unterkühlung vermittelt.

Danach besetzten die Übungsteilnehmer die Fahrzeuge und fuhren auf die Ritterstraße zum Absinkweiher Frommersbach. Aufgrund der schon länger anhaltenden Minustemperaturen war der A

bsinkweiher komplett zugefroren. Hier konnten die Teilnehmer die Rettung einer ins Eis eingebrochenen Person mittels verschiedener Hilfsmittel in der Praxis üben. Um die Ausbildungseinheit entsprechend praxisnah zu gestalten, wurde mittels Motorkettensäge ein Loch in die Eisschicht gesägt, aus dem ein Mitglied der DLRG Ortsgruppe Püttlingen „gerettet“ werden musste. Geübt wurde die Rettung der eingebrochenen Person mittels Spineboard (Rettungsbrett), Steckleiterteilen und Rettungsleinen. Im Anschluss an die praktische Ausbildung ging es zur Übungsbesprechung zurück ins Feuerwehrgerätehaus.

Ehrung FF PüttlingenTraditionell findet jedes Jahr im Januar in Uhrmachers Haus die Ehrung von langjährigen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr statt. Zu dieser Veranstaltung hatte der erste Beigeordnete Christian Müller, in Vertretung von Bürgermeister Martin Speicher, im Namen der Stadt Püttlingen alle zu Ehrenden nebst Partnern eingeladen.

Christian Müller hob das besondere Engagement der Feuerwehrangehörigen für die Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt hervor. Die Feuerwehrmitglieder werden nicht nur bei großen und spektakulären Einsätzen tätig, sondern werden in der Mehrzahl zu vielen kleineren Einsatzlagen alarmiert. Daneben sind aber auch zahlreiche Ausbildungs- und Übungsstunden zu absolvieren, um in Notsituationen entsprechend helfen zu können. „Der mit der Ehrung verbundene Dank gebührt aber nicht nur den Feuerwehrangehörigen, sondern auch deren Partnerinnen und Partnern.“ so Christian Müller. „Denn nur mit dem Rückhalt der Familie können die vielen Stunden, die bei der Feuerwehr anfallen, geleistet werden.“ so Müller weiter.

Im Anschluss daran richtete auch der Landesbrandinspekteur Timo Meyer ein paar Worte an die Anwesenden. Auch der Brandinspekteur für den Regionalverband Saarbrücken, Tony Bender, ließ es sich nicht nehmen, Grußworte an die zu Ehrenden zu richten. Bevor die Ehrungen vorgenommen wurden, bedankte sich auch Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz bei den langjährig in der Feuerwehr Tätigen und ihren Familienangehörigen.

Eine Dankesurkunde und ein Uhrgeschenk für 20-jährige Mitgliedschaft erhielten Uwe Müller und Ingo von Alten aus dem Löschbezirk Herchenbach. Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Thomas Albert vom Löschbezirk Püttlingen und Markus Simoni aus Köllerbach das bronzene Feuerwehrehrenzeichen sowie eine Dankesurkunde. Für 30-jährige Mitgliedschaft wurden Andre Cordier vom Löschbezirk Köllerbach und Torsten Folz aus Herchenbach geehrt. Das goldene Feuerwehrehrenzeichen für 35-jährige Mitgliedschaft nebst Dankesurkunde wurde an Frank Paffrath vom Löschbezirk Herchenbach sowie an Michael Serf, Stefan Siweris und Harald Ströhle vom Löschbezirk Püttlingen verliehen.

Der Vorsitzende für den Feuerwehrverband im Regionalverband Saarbrücken, Thomas Quint, zeichnete weiterhin noch im Namen des Landesfeuerwehrverbandes folgende Feuerwehrangehörigen aus: Für eine 40-jährige Mitgliedschaft wurde Joachim Frank vom Löschbezirk Püttlingen geehrt. Auf eine 50-jährige Feuerwehrzugehörigkeit können Klaus Baumann, Hans-Albert Ziegler und Ehrenwehrführer Reimund Folz zurückblicken. Sage und schreibe 60 Jahre gehört Hermann Siweris dem Löschbezirk Püttlingen an.

Für die in dieser langen Zeit geleistete Arbeit gab es nicht nur Lob und Anerkennung vom Beigeordneten Christian Müller, Landesbrandinspekteur Timo Meyer und Brandinspekteur Tony Bender, sondern auch alle anwesenden Feuerwehrangehörigen zollten den Geehrten hohen Respekt.

Im Anschluss an die Ehrungen wurde auch noch eine Verabschiedung in die Alterswehr vorgenommen. Für seinen langjährigen Dienst im Löschbezirk Püttlingen wurde Jürgen Jung mit der Stadtmedaille und einer Urkunde ausgezeichnet. Auch die Angehörigen der Feuerwehr Püttlingen bedankten sich für die langjährige Arbeit und wünschen dem „frischgebackenen“ Alterswehrmitglied für die Zukunft alles Gute.

Den Partnerinnen und Partnern der Geehrten wurde als kleines Dankeschön ein Blumenstrauß überreicht. Denn ohne das Verständnis für die vielen Übungs- und Einsatzstunden, die die Feuerwehrangehörigen absolvieren, wäre das ehrenamtliche Engagement gar nicht möglich.

DSC_0855Um der Bevölkerung die Arbeit des Fördervereins des Löschbezirks Püttlingen zu präsentieren, hatte sich der Vorstand entschlossen, einen Informationsstand vor dem Wasgau-Markt in Püttlingen aufzustellen. Hierbei wurden Informationen zu Rauchmeldern und deren Installation gegeben, die seit 01. Januar im Saarland in allen Wohnungen Pflicht sind. Interessierten Bürgerinnen und Bürgern wurde dabei aber auch der Sinn und Zweck des Fördervereins erläutert. So konnten durch die Mitgliedsbeiträge bereits zahlreiche Ausrüstungsgegenstände angeschafft werden, die die Arbeit und Ausbildung der Feuerwehrangehörigen erleichtern bzw. verbessern. Beispielsweise wurden eine Brandübungsanlage und ein automatischer externer Defibrillator (AED) angeschafft.

Unterstützt wurde der Förderverein durch die Jugendfeuerwehrmitglieder, die im Einkaufsmarkt beim Einpacken der Einkäufe halfen. Ein herzliches Dankeschön geht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wasgau-Marktes, die die Aktion des Fördervereins tatkräftig unterstützten.

u%cc%88bergabe-fo%cc%88rdervereinAm Jahresanfang beschlossen die Mitglieder des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen Löschbezirk Püttlingen e. V in ihrer Jahreshauptversammlung, einen automatischen externen Defibrillator (AED) für den Löschbezirk Püttlingen zu beschaffen.

Neben dem eigentlichen Defibrillator konnte noch ein Trainingsgerät für die praktische Ausbildung der Feuerwehrangehörigen durch den Förderverein beschafft werden. Der erste Vorsitzende, Wolfgang Peter, konnte nun an Löschbezirksführer Thomas Albert sowie an Feuerwehrarzt, Michael Bossmann, die beiden Geräte übergeben.

Nicht nur im eigentlichen Einsatz- und Übungsdienst der Feuerwehrangehörigen, sondern auch bei Feuerwehrfesten oder sonstigen Veranstaltungen können Personen von einem Herz-Kreislauf-Stillstand betroffen sein. Ebenso kann es bei Feuerwehreinsätzen vorkommen, dass die Feuerwehrangehörigen vor dem Rettungsdienst an der Einsatzstelle eintreffen, beziehungsweise dass Feuerwehrangehörige bei der Versorgung der betroffenen Personen den Rettungsdienst unterstützen müssen. Hierbei kann ein automatischer externer Defibrillator wertvolle Hilfe leisten und Menschenleben retten. Aus diesem Grund wurde der „Lebensretter“ auf dem Erstangriffsfahrzeug des Löschbezirks Püttlingen verladen.

dsc_0780Zum Abschluss der praktischen Ausbildung für das Jahr 2016 führten die Jugendfeuerwehren aus den Löschbezirken Püttlingen und Köllerbach eine Nachtübung durch.

Geplante hatte die Übung an der staatlichen Förderschule für soziale Entwicklung auf der Ritterstraße der Jugendwart des Löschbezirks Püttlingen, Carsten Münch. Folgendem Übungsszenario mussten sich die Jugendfeuerwehrangehörigen stellen: Aufgrund einer Brandstiftung im Heizungskeller kam es in der Schule zu einem ausgedehnten Brand, der auch auf das darüberliegende Geschoss übergriff. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs fand eine Feier im Schulgebäude statt. Aufgrund der starken Rauchentwicklung verbreitete sich der Brandrauch im gesamten Gebäude, sodass sich nicht alle Personen ins Freie retten konnten. Über Notruf 112 informierte ein Teilnehmer der Feier die Feuerwehr.

Das Tanklöschfahrzeug des Löschbezirks Püttlingen traf als erstes an der Einsatzstelle ein und wurde durch den Einsatzleiter in die Lage eingewiesen. Schon auf der Anfahrt hatten sich die Nachwuchsbrandschützer mit Übungs-Atemschutzgeräten ausgerüstet, um direkt nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle zur Menschenrettung in das Schulgebäude vorgehen zu können.

Schnell wurde der Verteiler vor dem Eingang des Heizungskellers in Stellung gebracht und eine Schlauchleitung verlegt, damit im Innenangriff mit der Menschenrettung begonnen werden konnte. Nach und nach trafen weitere Einsatzfahrzeuge am Schulgebäude ein. Die Besatzung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs stellte die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten her, leuchtete die Einsatzstelle mit Flutlichtstrahlern aus und nahm mehrere C-Rohre im Außenangriff vor. Der im Innenangriff eingesetzte Trupp hatte schnell zwei im Kellergeschoss eingeschlossene Personen gefunden und ins Freie verbracht. Die nachrückenden Einsatzkräfte der Jugendfeuerwehr des Löschbezirks Köllerbach wurden auf der Vorderseite des Schulgebäudes eingesetzt. Auch hier wurde eine im Gebäude eingeschlossene Person gerettet und mehrere C-Rohre im Außenbereich zur Brandbekämpfung und Abschirmung vorgenommen. Außerdem wurde die Einsatzstelle mit Flutlichtstrahlern ausgeleuchtet.

Nachdem alle Personen gerettet waren und das Feuer gelöscht war, wurde „Wasser halt“ befohlen. Danach wurden die Geräte wieder in die Fahrzeuge verladen und die Jugendlichen rückten ins Gerätehaus ein, wo es eine kurze Übungsbesprechung gab. Stadtjugendwart Harald Ströhle bedankte sich bei allen Übungsteilnehmern für ihre gezeigte Leistung. Auch der stellvertretende Wehrführer Ruwen Dumont ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte an die Jugendlichen zu richten. „Es wurde ruhig und zügig gearbeitet. Besonders beeindruckt hat mich die Zusammenarbeit der Trupps, die mit den Übungs-Atemschutzgeräten in den Innenangriff vorgegangen sind.“ so der stellvertretende Wehrführer. Außerdem bedankte er sich bei den aktiven Feuerwehrangehörigen, die neben ihrem „normalen“ Feuerwehrdienst zusätzlich bei der Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses unterstützen.

x-2Am 31. Oktober 2016 gegen 20:46 Uhr wurde der Löschbezirk Püttlingen mit dem Einsatzstichwort „Technische Hilfe – Person vermisst“ in den Jungenwald an die Edelweißhütte alarmiert.

Ein aufmerksamer Wanderer meldete der Polizei, dass seit etwa 4 Tagen ein verlassenes Fahrzeug auf dem Waldparkplatz in der Nähe der Edelweißhütte steht. Die Ermittlungen ergaben, dass das Fahrzeug einer 84-jährigen Frau gehört, die in diesem Bereich öfter spazieren geht. In ihrer Wohnung konnte die Seniorin nicht angetroffen werden, so dass eine großangelegte Suchaktion nach der Vermissten gestartet wurde. Neben Einsatzkräften der Feuerwehr, der Polizei, des DRK und des THW beteiligte sich auch die BRH-Hundestaffel an der Suche.

Das um die Edelweißhütte liegende Waldgebiet wurde großflächig durch Suchhunde der DRK-Rettungshundestaffel Homburg, den THW-Suchhunden aus Nohfelden und Perl, dem Mantrailer des THW Saarbrücken, den Hunden der BRH Rettungshundestaffel Saar e. V abgesucht. Die Freiflächen um die Waldgebiete wurden durch die Feuerwehr Püttlingen mittels einer sogenannten Menschenkette abgesucht. Nach ca. 4 Stunden wertete man alle Ergebnisse der einzelnen Suchtrupps durch die vor Ort eingerichtete Einsatzleitung aus und legte einen Bereich um die Edelweißhütte zur wiederholten Durchsuchung fest. Dabei wurde eine durch alle vor Ort zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte gebildete engmaschige Menschenkette gebildet, die das Waldgebiet um die Edelweißhütte nochmals absuchte.

Gegen 02:00 Uhr konnte dann die vermisste Person abseits eines Weges mitten im Wald lebend und ansprechbar aufgefunden werden. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und des Notarztes wurde die Seniorin durch den anwesenden Feuerwehrarzt und den Helfern des DRK erstversorgt. Anschließend wurde sie zur Weiterbehandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht.

Während der Suchaktion wurden die Einsatzkräfte durch den DRK Ortsverein Gersweiler verpflegt. Insgesamt waren 80 Einsatzkräfte und 11 Spürhunde im Einsatz.

dsc_0288Immer wieder werden Feuerwehrangehörige zu Einsätzen mit umgestürzten Bäumen alarmiert. Gerade der Einsatz von Motorsägen ist mit einem hohen Gefahrenpotenzial verbunden. Daher dürfen nur Personen für Arbeiten mit der Motorsäge eingesetzt werden, die dazu persönlich und fachlich geeignet sind. Die fachlichen Voraussetzungen wurden bereits in einem Lehrgang „Motorsägenführer“ gelegt. In einem weiteren Modul wurden jetzt Feuerwehrangehörige der Feuerwehr Püttlingen und Völklingen sowie Helfer der THW-Ortsverbände Völklingen-Püttlingen und Illingen weitergebildet. In diesem Modul wurde den Teilnehmern die „Arbeit mit Motorsägen in Arbeitskörben von Hubarbeitsbühnen und Drehleitern“ vermittelt. In insgesamt 12 Stunden fand sowohl eine theoretische als auch eine praktische Unterweisung statt. In der Theorie wurden neben den Unfallverhütungsvorschriften auch die Auswahl geeigneter Motorsägen und Arbeitsmittel sowie die Auswahl und der Einsatz der persönlichen Schutzausrüstung vermittelt. Aber auch Arbeitstechniken, sichere Arbeitsposition, das Starten der Motorsäge, Schnitttechniken an Ästen und Kronenteilen sowie das Absetzen von Ästen verschiedener Stärken wurde behandelt. Im praktischen Teil wurden die Absicherung des Arbeitsortes, Schnittübungen in der Baumkrone sowie einfache Abseiltechniken abgeschnittener Äste durch die Ausbilder an die Teilnehmer weitergegeben.

Nachdem jeder die praktischen Übungen absolviert hatte, musste noch eine schriftliche Lernerfolgskontrolle erfolgreich bestanden werden. Ein besonderer Dank geht an das Team um den Organisator, Dominik Schmitt, vom THW Ortsverband Völklingen-Püttlingen sowie an die Stadt Völklingen und die Stadtwerke Völklingen, die zur Durchführung der praktischen Ausbildung des Lehrgangs Hubarbeitsbühnen zur Verfügung stellten.

dsc_0308Am Sonntag, 18.09.2016, wurde auf dem Sportplatz der Friedrich-Schiller-Schule in Heusweiler das Leistungsabzeichen der Deutschen Jugendfeuerwehr abgenommen. Ausrichter der Veranstaltung war die Freiwillige Feuerwehr Heusweiler. Los ging es um 08.00 Uhr mit dem Antreten aller Teilnehmer auf dem Sportplatz. Insgesamt stellten sich 9 Jugendfeuerwehrgruppen, davon 8 aus dem Regionalverband Saarbrücken und eine aus dem Landkreis Saarlouis, dieser Herausforderung. Auch eine Gruppe der Jugendfeuerwehr Püttlingen mit Teilnehmern aus den Löschbezirken Püttlingen und Köllerbach traten zur Abnahme des Leistungsabzeichens an.

Bevor sich die Jugendfeuerwehrangehörigen aber dieser Aufgabe stellten, wurde fleißig geübt. Stadtjugendwart Harald Ströhle und seine Helfer, Max Schneider und Lars Brunder, hatten alle Hände voll zu tun, um die Jugendlichen optimal auf die Anforderungen vorzubereiten. Die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr ist die höchste Auszeichnung, die der Feuerwehrnachwuchs erlangen kann und ist nur im Team zu erreichen. Die neun Jugendfeuerwehrangehörigen mussten sich insgesamt fünf Aufgaben stellen, die aus einem sportlichen und einem feuerwehrtechnischen Teil bestanden. Zum Sportteil gehörten ein 1.500 Meter Staffellauf und Kugelstoßen. Im feuerwehrtechnischen Teil mussten die Teilnehmer einen Löschangriff vornehmen, eine Schnelligkeitsübung, bei der schnellstmöglich eine Schlauchleitung verlegt werden musste und einen Theorieteil absolvieren.

Nach all den Mühen und Strapazen, die die Jugendfeuerwehrangehörigen und ihre Ausbilder auf sich nehmen mussten, konnten am Ende die Teilnehmer ihr Leistungsabzeichen entgegennehmen. Für all die Entbehrungen während der Trainingszeit hatte der 1. Beigeordnete Christian Müller, Wehrführer Thomas Prinz und Stadtjugendwart Harald Ströhle die Jugendlichen und ihre Eltern als Dank zu einem kleinen Empfang ins Feuerwehrgerätehaus Püttlingen eingeladen.

Wehrführer Thomas Prinz und der 1. Beigeordnete Christian Müller gratulierten allen Teilnehmern zum Bestehen der Leistungsspange. „Bei der Abnahme des Leistungsabzeichens handelt es sich um eine Gruppenleistung.“ so Wehrführer Thomas Prinz. Besonders hob er 3 Teilnehmer hervor, die sich in den Dienst der Gruppe gestellt hatten, denn ohne sie hätte die Gruppe nicht starten können. Ein Teilnehmer hatte das Leistungsabzeichen bereits erworben bzw. 2 Teilnehmer müssen das Leistungsabzeichen noch einmal ablegen, da sie am Tag der Abnahme das Mindestalter noch nicht erreicht hatten. Danach bekamen alle Teilnehmer ihr Leistungsabzeichen ausgehändigt.

Bei 6 Jugendfeuerwehrangehörigen stand auch die Übernahme in die aktive Wehr an. Hierzu müssen die Jugendfeuerwehrangehörigen 2 Voraussetzungen erfüllen, einmal die Vollendung des 16. Lebensjahres und zum zweiten die erfolgreiche Abnahme des Leistungsabzeichens der Deutschen Jugendfeuerwehr. Aus den Händen von Wehrführer Thomas Prinz erhielten sie die entsprechenden Übernahmeurkunden. „Für Euch geht es jetzt erst richtig los und ich hoffe, Ihr bleibt in der aktiven Wehr genauso engagiert, wie Ihr es bereits in der Jugendfeuerwehr gezeigt habt.“ so Wehrführer Prinz.

6Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr des Löschbezirks Püttlingen hatten einen besonderen Ausbildungsdienst auf ihrem Dienstplan stehen. Hierbei handelte es sich nicht um eine „gewöhnliche“ Gruppenstunde, bei der Feuerwehrwissen in Theorie und Praxis vermittelt wird, sondern um einen sogenannten „Berufsfeuerwehrtag“, bei dem die Jugendlichen für 24 Stunden in die Rolle einer Berufsfeuerwehrfrau bzw. eines Berufsfeuerwehrmanns schlüpfen konnten.

Geplant und vorbereitet wurde der Berufsfeuerwehrtag durch Jugendfeuerwehrbetreuer und Ausbilder Tobias Prediger. Bevor es jedoch losging, wurde der Schulungsraum der aktiven Wehr zum Schlafraum umgestaltet und dort die Feldbetten aufgebaut. Nachdem die Betten aufgestellt waren, begann direkt auch der „Alltag“ eines Berufsfeuerwehrangehörigen. Zuerst wurde die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und Gerätschaften überprüft, da man sich auf die Ausrüstung im Einsatzfall verlassen muss.

Der erste Einsatz ließ auch nicht lange auf sich warten und der Alarmgong ertönte zum ersten Mal. Gemeldet wurde eine Ölspur, die ein Fahrzeug auf einem Parkplatz verursacht hatte. Schnell hatten die Jungen und Mädchen die Einsatzkleidung angelegt, ihre Position im Fahrzeug eingenommen und schon ging es zur gemeldeten Einsatzstelle. Die Einsatzstelle wurde entsprechend abgesichert und die Jugendfeuerwehrangehörigen begannen damit, die Ölspur mit Ölbindemittel abzustreuen.

Wieder zurück im Feuerwehrgerätehaus wurde die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wiederhergestellt und das Verbrauchsmaterial aufgefüllt. Außerdem wurde das Schlauchmaterial gewartet und Fahrzeugpflege durchgeführt. Natürlich ließen weitere Einsätze nicht auf sich warten. So mussten die Jugendlichen zu einer unklaren Feuermeldung, einem Containerbrand sowie zu einem Wald- und Flächenbrand ausrücken. Der „Klassiker“, ein Fehlalarm aufgrund einer ausgelösten Brandmeldeanlage, durfte natürlich auch nicht fehlen. Neben Einsätzen im Bereich der Brandbekämpfung musste aber auch technische Hilfe geleistet werden.

So wurden die Jugendfeuerwehrangehörigen mit dem Stichwort „Person in Notlage – abgestürzter Wanderer“ alarmiert. Aufgrund einer Unachtsamkeit kam ein Wanderer vom Weg ab und stürzte einen Steilhang hinab. Im Stadtteil Ritterstraße kam es zu einem Gasaustritt, zu dem die Jugendlichen ausrücken mussten. Aufgrund der Gefahrenlage mussten hier mehrere Wohnhäuser evakuiert werden. Außerdem kam es noch zu einem umgestürzten Baum und zu einer eingeklemmten Person unter einem PKW.

Bei so viel Arbeit mussten sich die Teilnehmer natürlich auch stärken. So wurde zusammen Mittag gegessen bzw. am Abend ein gemeinsamer Grillabend durchgeführt. Viel zu schnell verging die Zeit und der Berufsfeuerwehrtag war schon wieder zu Ende, was alle Teilnehmer bedauerten. „Es war ein interessanter und lehrreicher Tag.“ so die einhellige Meinung der Jugendlichen. Ein Dank geht an die Eltern der Jugendfeuerwehrangehörigen, die sich mit Kuchen- und Salatspenden an der Verpflegung der Kinder und Jugendlichen beteiligten, sowie an alle Helferinnen und Helfer für Ihre Unterstützung bei der Durchführung des Berufsfeuerwehrtags.