Wie bereits seit vielen Jahren fand auch in diesem Jahr wieder saarlandweit die Aktion „Saarland Picobello“ des Entsorgungsverbands Saar (EVS) statt. Auch in diesem Jahr engagierten sich die Jungen und Mädchen des Löschbezirks Püttlingen an der Säuberungsaktion.

Wie in den vergangenen Jahren machten die Jugendfeuerwehrangehörigen und ihre Betreuer sich vom Gerätehaus Püttlingen auf den Weg zu ihrem zugewiesenen Sammelbezirk. Ausgerüstet mit Handschuhen und Müllzangen ging es in die Straße “Zum Birkenbruch“ um den dort entsorgten Müll am Containerplatz und im Wald einzusammeln. Leider wurden die Jugendlichen auch in diesem Jahr wieder fündig und mussten allerlei einfach in der Natur entsorgten Wohlstandsmüll einsammeln. Für viele Mitmenschen ist es halt einfacher ihren Müll im Wald zu entsorgen, anstatt diesen zum Wertstoffhof zu bringen und dort gegen ein geringes Entgelt fachmännisch entsorgen zu lassen. Anschließen fuhren die Teilnehmenden noch zum Jungenwald, wo Sie die Sammelaktion vom Sportplatz bis zum Mathildeschacht fortführten. Gefunden wurde neben normalem Hausmüll auch eine Küchenuhr, Schuhe, Öl und vieles mehr.

Der so eingesammelte Müll wurde in Säcke verpackt, auf einen Hänger verladen und zum Feuerwehrgerätehaus Püttlingen gefahren. Dort wurde der Hänger in bereitgestellte Container entleert bzw. der Sondermüll der entsprechenden Entsorgung zugeführt. Nach der harten Arbeit ließen die Teilnehmer die Müllsammelaktion bei einem gemeinsamen Mittagessen ausklingen und machten sich danach wieder auf den Nachhauseweg.

Am 06. April 2019 kurz vor Mitternacht wurden die Löschbezirke Püttlingen, Köllerbach und Herchenbach mit dem Einsatzstichwort „Brand 3“ in den Stadtteil Köllerbach alarmiert.

Im Garten eines Anwesens in der Überhoferstraße stand ein Gartenhaus in Vollbrand. Mit 2 C-Rohren wurde die Brandbekämpfung im Außenangriff durch zwei Trupps unter Atemschutz vorgenommen. Aufgrund der Dunkelheit wurden mehrere Stative mit Flutlichtstrahlern zur Ausleuchtung aufgebaut und so die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet. Die vor dem Gebäude in Stellung gebrachte Drehleiter leuchtete die Einsatzstelle ebenfalls aus und war sicherheitshalber zur Abschirmung der Wohnhäuser mit einem Wenderohr bestückt worden. Die Wasserversorgung wurde aus einem Unterflurhydranten sichergestellt und eine zentrale Atemschutzüberwachung eingerichtet. Im Einsatzverlauf wurden sieben Einsatzkräfte unter Atemschutz eingesetzt.

Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr Püttlingen mit neun Einsatzfahrzeugen, ein Kommando der Polizeiinspektion Völklingen sowie ein Rettungswagen der Rettungswache Heusweiler zur Absicherung der Einsatzkräfte vor Ort. Personen wurden bei dem Einsatz glücklicherweise nicht verletzt. Über die Schadenshöhe und die Entstehungsursache kann von Seiten der Feuerwehr keine Aussage getroffen werden. Die Polizei hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen.

Löschbezirksführer Matthias Klein hatte alle aktiven Feuerwehrangehörigen und Mitglieder der Alterswehr zur Hauptdienstbesprechung eingeladen, um über das abgelaufene Jahr zu berichten. Hierzu konnte er neben dem Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher, den Leiter des Fachbereichs 1 Bernd Bläs, Wehrführer Thomas Prinz und verschiedene Gäste begrüßen.

Der Löschbezirk Püttlingen bestand zum Jahresende 2018 aus 67 aktiven Feuerwehrangehörigen, davon sieben Feuerwehrfrauen. In der Jugendfeuerwehr werden 17 Jugendliche auf den aktiven Feuerwehrdienst vorbereitet. Der Altersabteilung gehören 24 Feuerwehrkameraden an.

Insgesamt wurde der Löschbezirk Püttlingen zu 86 Einsätzen alarmiert (bei 82 Einsätzen in 2017). Hierbei konnten 16 Personen und 2 Tiere gerettet werden, für 2 Mitbürger kam jede Hilfe zu spät. Bei zwei Drittel der Einsätze musste technische Hilfe geleistet werden und nur ein Drittel waren Brandeinsätze. In seinem Bericht ging Matthias Klein auf einige Einsätze des Jahres 2018 besonders ein. Dazu gehörten beispielsweise ein Wohnungsbrand in der Köllertalstraße, der Verkehrsunfall mit einer verletzten Person auf der Ritterstraße, mehrere Einsätze aufgrund von Eichenprozessionsspinnern. Auch überörtlich wurde der Löschbezirk Püttlingen tätig, so wurde die Feuerwehr Sulzbach bei einem Gefahrstoffeinsatz unterstützt. Nicht zu vergessen sind aber auch die zahlreichen Unwettereinsätze aufgrund der Starkregenfälle. Hier unterstützten die Feuerwehrangehörigen aus Püttlingen in Kleinblittersdorf, Heusweiler und Eppelborn.

Im abgelaufenen Jahr wurden insgesamt rund 16.000 Dienststunden abgeleistet. Darin sind zahlreiche Stunden für Einsätze, Aus- und Fortbildung, Übungen, Arbeitsdienste und im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wie beispielsweise der Tag der offenen Tür oder das Maibaumstellen enthalten. Im Rahmen der zahlreichen Übungstermine wurde auch die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg geübt, so wurden gemeinsame Übungen mit den Löschbezirken Völklingen und Elm durchgeführt. Ein besonderes Ereignis im vergangenen Jahr waren die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr mit einem Aktionstag im Stadtpark und einem Festkommers im Rahmen der Tage der offenen Tür. Insgesamt wurden durch Angehörige des Löschbezirks Püttlingen 41 Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule, auf Regionalverbandsebene und wehrintern besucht.

Auch der Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher, richtete ein paar Worte an die Anwesenden. Er bedanke sich für die geleistete Arbeit, insbesondere bei den vielfältigen Einsätzen. „Feuerwehrdienst bedeutet nicht nur Feuer ausmachen. Bei den vielen unterschiedlichen Einsatzstichworten sind diverse Fähig- und Fertigkeiten gefragt.“, so Martin Speicher.

„Vielen Dank für Euer Engagement und die erbrachten Leistungen im letzten Jahr. Das Lob gebührt Euch, ihr habt Eure Fähigkeiten und Kompetenz nicht nur in Püttlingen, sondern auch überörtlich unter Beweis gestellt.“ so Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz. Zum Abschluss der Hauptdienstbesprechung dankte Matthias Klein allen für die geleistete Arbeit. Weiterhin bedankte er sich bei Bürgermeister Martin Speicher, den Mitarbeitern der Verwaltung sowie bei allen Mitgliedern des Stadtrates. Im Anschluss an die Hauptdienstbesprechung wurde Bernd Hirschmann noch für seine langjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt.

Der stellvertretende Wehrführer und Fachbereichsleiter Ausbildung, Ruwen Dumont, hatte alle Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen zu einer Führungskräftefortbildung in das Knappschaftsklinikum Saar, Krankenhaus Püttlingen, eingeladen. Diese Fortbildungsveranstaltung fand bereits zum zweiten Mal in dieser Form statt.

Zu Beginn begrüßte Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz alle Anwesenden und ging kurz auf die Themen ein, die an diesem Tag behandelt werden sollten. Der erste Punkt der Tagesordnung betraf das Thema „Feuerwehr im Straßenverkehr“. Hierzu referierte Bernd Weidig, Vorsitzender Richter am Landgericht Saarbrücken. Herr Weidig informierte über die aktuelle Rechtsprechung und sensibilisierte die anwesenden Feuerwehrangehörigen, umsichtig auf Einsatzfahrten vorzugehen.

Im Anschluss an den Vortrag wurde in zwei Gruppen eine Begehung des Krankenhauses durchgeführt. Da ständig Umbauarbeiten bzw. Änderungen im Krankenhaus vorgenommen werden, wurde durch Mitarbeiter der Haustechnik auf diese besonders eingegangen. Weiterhin konnten sich die Teilnehmer einen Überblick über die brandschutztechnischen Einrichtungen verschaffen. Ein besonderes Augenmerk wurde hierbei auf die Brandmeldezentrale gelegt, die im Einsatzfall die erste Anlaufstation für die Feuerwehr ist.

Nach der Vor-Ort-Besichtigung informierte der Fachbereichsleiter Vorbeugender Brandschutz, Thomas Albert, über das Thema „Brandmeldeanlagen (BMA)“. Hierbei ging er im Besonderen auf das Vorgehen bei einem BMA-Alarm ein.

Eine ständige Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte ist sehr wichtig und die Teilnehmer waren sich darüber einig, dass solche Fortbildungsveranstaltungen eine gute Basis darstellen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen machten sich alle Teilnehmer nach gut 5 Stunden wieder auf den Heimweg. Ein herzliches Dankeschön geht an das Knappschaftsklinikum Saar, das der Feuerwehr die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte und auch einen Teil der Bewirtung übernahm.

Seit vielen Jahren ist es zur Tradition und gutem Brauch geworden, im Januar in Uhrmachers Haus die Ehrung von langjährigen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr durchzuführen. Der Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher, hatte im Namen der Stadt Püttlingen alle zu Ehrenden nebst Partnern zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Bürgermeister Martin Speicher betonte in seiner Begrüßung, dass es ihm ein besonderes Anliegen ist, sich persönlich bei den ehrenamtlich Tätigen für ihren Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Püttlingen zu bedanken. „Aber auch den Partnerinnen und Partnern unserer Feuerwehrangehörigen möchte ich ein großes Dankeschön aussprechen.“ so Bürgermeister Martin Speicher in seiner Ansprache. „Die Familienangehörigen müssen in vielen Situationen zurückstecken, denn neben vielen Ausbildungs- und Übungsstunden müssen auch zahlreiche Einsätze bewältigt werden, die nicht planbar sind.“

Landesbrandinspekteur Timo Meyer ließ es sich auch nicht nehmen, ebenfalls ein paar Worte an alle Anwesenden zu richten. Auch der Brandinspekteur für den Regionalverband Saarbrücken, Tony Bender, begrüßte alle Anwesenden in seinen Grußworten. In Vertretung für den Püttlinger Wehrführer Thomas Prinz bedankte sich sein Stellvertreter Ruwen Dumont ebenfalls bei den zu Ehrenden für ihr langjähriges Engagement in der Feuerwehr. Aber auch die Familienangehörigen bezog Ruwen Dumont in seine Dankesworte mit ein. „Heute ist ein sehr wichtiger Termin, um allen für ihre geleistete Arbeit zu danken. Alle investieren sehr viel Zeit in die Feuerwehrarbeit, sei es bei Übungen, Einsätzen oder beispielsweise Brandsicherheitswachen.“ so Ruwen Dumont in seiner Ansprache.

Im Anschluss wurden die Ehrungen vorgenommen. Eine Armbanduhr mit Widmung konnten Johannes Diegler, Eric Eifler, Patrick Ewen und Matthias Klein, alle aus dem Löschbezirk Püttlingen, für die Vollendung einer 20-jährigen Dienstzeit in Empfang nehmen. Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Thomas Baum vom Löschbezirk Püttlingen und Oliver Himbert aus Herchenbach das bronzene Feuerwehrehrenzeichen. Aufgrund der Vollendung einer 30-jährigen Dienstzeit wurde Tobias Zenner vom Löschbezirk Püttlingen geehrt.

Mit dem goldenen Feuerwehrehrenzeichen für 35-jährige Mitgliedschaft wurden Jürgen Kockler und Peter Schröder vom Löschbezirk Herchenbach sowie Michael Speicher vom Löschbezirk Püttlingen ausgezeichnet.

Auch der Feuerwehrverband im Regionalverband Saarbrücken, vertreten durch den Vorsitzenden Thomas Quint, zeichnete im Namen des Landesfeuerwehrverbandes folgende Feuerwehrangehörigen aus: Für eine 40-jährige Mitgliedschaft wurde Josef Bschor vom Löschbezirk Püttlingen geehrt. Auf eine 50-jährige aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr Püttlingen können Jürgen Hirschmann und Wolfgang Peter, beide Löschbezirk Püttlingen, zurückblicken. Weiterhin wurden Klaus Bauer, Löschbezirk Köllerbach sowie Horst Berens und Werner Scherer aus Püttlingen für ihre 50-jährige Zugehörigkeit ausgezeichnet.

Nach den Ehrungen erfolgte noch eine Verabschiedung in die Alterswehr. Torsten Scherer aus dem Löschbezirk Püttlingen wurde in die Altersabteilung übernommen. Aber auch die Partnerinnen und Partner der Geehrten sollten nicht zu kurz kommen. Als kleines Dankeschön für das Verständnis für die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden wurde ihnen ein Blumenstrauß überreicht.

Einen gemeinsamen Ausbildungsdienst zum Thema „Eis- und Wasserrettung“ veranstalteten die Feuerwehr und die DLRG-Ortsgruppe Püttlingen. Alle Teilnehmer trafen sich im Feuerwehrgerätehaus Püttlingen, um zuerst die theoretischen Grundlagen zum Thema „Eis- und Wasserrettung“ zu wiederholen. Bevor jedoch mit der theoretischen Ausbildung begonnen wurde, begrüßte Püttlingens Wehrführer alle Anwesenden und bedankte sich bei allen für ihr Kommen. Besonders bedankte er sich bei den Helfern der DLRG-Ortsgruppe Püttlingen für ihre Unterstützung. „Wir als Feuerwehrangehörige können viel von den Fachleuten der DLRG zum Thema Wasserrettung lernen und von deren Erfahrungsschatz profitieren.“ so Wehrführer Thomas Prinz.

Danach erfolgte die theoretische Unterweisung. Hier wurde beispielsweise auf die bei der Feuerwehr verfügbaren Rettungsmittel wie die Steckleiter oder die Schleifkorbtrage und deren Einsatzmöglichkeiten bei der Eisrettung eingegangen. Auch die Erste-Hilfe-Maßnahmen nach einer Eis- bzw. Wasserrettung wurden besprochen.

Nach der theoretischen Unterweisung besetzten die Übungsteilnehmer die Einsatzfahrzeuge und fuhren zum Absinkweiher Frommersbach auf der Ritterstraße. Da in diesem Jahr noch keine längere Kälteperiode herrschte und somit der Absinkweiher nicht zugefroren war, konnte diesmal keine Eis- sondern eine Wasserrettungsübung durchgeführt werden. Geübt wurde z. B. der Einsatz von Rettungsleinen. Diese Rettungsleinen werden der im Wasser befindlichen Person zugeworfen. Nachdem die zu rettende Person die Leine gefasst hat, kann sie damit an Land gezogen werden. Aber auch der Einsatz von Booten wurde geübt. Im Anschluss an die praktische Ausbildung ging es zur Übungsbesprechung zurück ins Feuerwehrgerätehaus.

Die Angehörigen der Feuerwehr werden zu den verschiedensten Einsätzen, wie Brandeinsätzen oder Technischen Hilfeleistungen alarmiert. Je nach Einsatzstichwort wird automatisch auch der Rettungsdienst mitalarmiert, um an der Einsatzstelle die medizinische Versorgung der betroffenen Personen, aber auch der Einsatzkräfte, sicherzustellen.

Jedoch kann es vorkommen, dass die Feuerwehr vor dem Rettungsdienst an der Einsatzstelle eintrifft. Um für solche Situationen gerüstet zu sein und die Erstversorgung sicherstellen zu können, werden auch die Feuerwehrangehörigen im Bereich der Ersten Hilfe weitergebildet.

So fand jetzt auf Stadtebene ein Erste-Hilfe-Lehrgang für interessierte Feuerwehrangehörige statt, bei dem die Grundlagen der Ersten Hilfe vermittelt wurden. So wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern beispielsweise die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die stabile Seitenlage, das Abnehmen eines Motorradhelms oder auch die Handhabung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) vermittelt. Neben Feuerwehrangehörigen aus Püttlingen absolvierten auch Teilnehmer der Feuerwehren Heusweiler, Riegelsberg und der Werksfeuerwehr des Stahlwerkes Bous den Erste-Hilfe-Lehrgang.

Einen Schritt weiter ging es im Sanitätslehrgang A, bei dem neben Feuerwehrangehörigen aus Püttlingen auch Teilnehmer aus Heusweiler, Riegelsberg, Schwalbach, Bous und der Flughafenfeuerwehr Saarbrücken teilnahmen. Hierbei vertieften die angehenden Sanitätshelfer die Themen aus dem Erste-Hilfe-Kurs und erlernten den Umgang mit dem Blutdruckmessgerät, der HWS-Schiene (Halswirbelsäulenschiene), dem Beatmungsbeutel und vielem anderen. Nach erfolgreicher Prüfung konnten am Ende 22 Teilnehmer ihre Lehrgangsbescheinigung zum Sanitätshelfer entgegennehmen. Geplant ist, dass die neuen Sanitätshelfer im nächsten Jahr den Sanitätslehrgang B absolvieren und damit ihre Ausbildung als Sanitäter abschließen.

Im Rahmen des 50-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Püttlingen wurde in Zusammenarbeit mit der VVB (Vereinigte Volksbank) ein Malwettbewerb an den Püttlinger Grundschulen veranstaltet. Als Preis für die besten Bilder konnten die Teilnehmer einen Erlebnistag bei der Feuerwehr gewinnen. Die Jury, die die besten Bilder auswählen musste, hatte keine leichte Aufgabe. Es waren sehr viele schöne Bilder dabei. Trotz allem musste die Jury, bestehend aus dem Leiter der Püttlinger Filiale der VVB, Herrn Sebastian Fritz, Frau Sandra Natterer und dem Püttlinger Jugendwart Carsten Münch eine Auswahl treffen.

Insgesamt wurden 32 Teilnehmer für ihre Arbeit prämiert, 22 hatten und konnten einen tollen Tag bei der Feuerwehr erleben. Hier konnten die Jungen und Mädchen viel Neues erfahren und einen Einblick in die Feuerwehrarbeit gewinnen. In mehrere Gruppen aufgeteilt besichtigten die Gewinner das Feuerwehrgerätehaus und die Fahrzeughalle, in der die Einsatzfahrzeuge untergestellt sind. Hierbei wurden ihnen die Aufgaben der einzelnen Fahrzeuge sowie deren Beladung erklärt. Jeder hatte die Möglichkeit, sich die Gerätschaften näher anzusehen und sie zum Teil auch selbst auszuprobieren. Auch die Feuerwehrschutzkleidung wurde den Teilnehmern gezeigt und erläutert. Auch hier hatte jeder die Möglichkeit, die Schutzkleidung anzuprobieren und sich so in eine Feuerwehrfrau / -mann zu verwandeln.

Am Ende des Erlebnistages konnte noch jeder, der wollte, in den Korb der Drehleiter steigen und sich Püttlingen von oben ansehen. Bevor sich jedoch alle auf den Heimweg machten, bedankten sich Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz und Stadtjugendwart Harald Ströhle bei allen Teilnehmern für ihr reges Interesse. „Ich würde mich freuen, wenn wir bei Euch das Interesse an der Feuerwehrarbeit geweckt haben und der ein oder andere dadurch den Weg zur Feuerwehr findet.“, so Wehrführer Thomas Prinz. Zur Erinnerung an den Erlebnistag gab es noch für alle Gewinner eine Teilnahmeurkunde sowie ein Schlüsselband. Ein herzliches Dankeschön geht noch an die VVB, die die Feuerwehr bei dem Erlebnistag unterstützt hat.

Die Feuerwehr Püttlingen engagiert sich nicht nur für die Mitbürgerinnen und Mitbürger ihrer Heimatgemeinde, sondern auch für Mitmenschen über die Stadtgrenzen hinaus. So veranstaltete der Löschbezirk Püttlingen im Rathaus Püttlingen eine Registrierungsaktion.

Eine Stammzellenspende ist oftmals die einzige Überlebenschance für an Blutkrebs erkrankte Menschen. Um Patienten weltweit zu helfen, organisierte die Feuerwehr Püttlingen daher die Registrierungsaktion. Insgesamt konnten 45 neue potenzielle Stammzellenspender gewonnen werden. Neben Feuerwehrangehörigen aus Püttlingen ließen sich auch zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger in die Spenderdatei aufnehmen. Je mehr Menschen sich registrieren lassen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, einen entsprechenden Spender für die erkrankten Personen zu finden.

Ein gutes Beispiel gibt es auch bei der Feuerwehr Püttlingen. Ein bereits bei der DKMS registrierter Feuerwehrangehöriger konnte vor 5 Jahren ein Leben retten. Eine an Blutkrebs erkrankte Kanadierin hatte die nahezu gleichen Gewebemerkmale und so konnte durch die Registrierung der „genetische Zwilling“ gefunden und so das Leben der jungen Frau gerettet werden.

 

Zum Abschluss der praktischen Ausbildungsveranstaltungen in diesem Jahr führten die Jugendfeuerwehrangehörigen aus Püttlingen und Köllerbach eine gemeinsame Nachtübung durch.

In der Schlosserwerkstatt des Baubetriebshofes der Stadt Püttlingen kam es bei Schweißarbeiten zu einem Brand, der auf weitere Werkstattbereiche übergriff. Anwohner wurden durch die starke Rauchentwicklung auf das Feuer aufmerksam und alarmierten die Feuerwehr. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle wurde dem Einsatzleiter mitgeteilt, dass noch 2 Personen im Gebäude vermisst werden. Diese Übungsannahme hatte sich Stadtjugendwart Harald Ströhle für die Nachwuchsbrandschützer überlegt.

Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle hatten sich die Jugendfeuerwehrangehörigen mit Übungsatemschutzgeräten ausgerüstet. So konnten sie direkt nach der Ankunft an der angenommenen Brandstelle, mit einem C-Rohr ausgerüstet, zur Personensuche in den Werkstattbereich vorgehen. In der Zwischenzeit wurde durch weitere Jugendliche die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten hergestellt. Um die Brandausbreitung auf weitere Gebäudeteile zu verhindern, wurden weitere C-Rohre im Außenangriff vorgenommen und so wurde die Brandausbreitung verhindert. Aufgrund der hereinbrechenden Dunkelheit musste die Einsatzstelle auch mittels tragbaren Flutlichtstrahlern und den Fahrzeuglichtmasten ausgeleuchtet werden.

Nachdem alle vermissten Personen aus dem Gebäude gerettet waren und das angenommene Feuer gelöscht war, erfolgte das Kommando „Wasser halt!“. Die eingesetzten Geräte wurden zurückgebaut und wieder auf den Fahrzeugen verlastet. Neben zahlreichen Eltern überzeugte sich auch Wehrführer Thomas Prinz von den Leistungen der Jugendfeuerwehrangehörigen. Zurück im Feuerwehrgerätehaus Püttlingen richtete Stadtjugendwart Harald Ströhle noch ein paar Worte an alle Übungsbeteiligten. Zuerst bedankte er sich für das zahlreiche Erscheinen. „Die an euch gestellten Aufgaben habt ihr sehr gut gelöst.“ lobte Harald Ströhle die Jugendlichen. Nach einem kleinen Imbiss war die Nachtübung beendet und alle machten sich auf den Nachhauseweg.

Jedes Jahr findet eine gemeinsame Übung der Löschbezirke Püttlingen und Völklingen Stadtmitte statt. Hierbei proben die Einsatzkräfte den Ernstfall, um die Zusammenarbeit zu verbessern. In diesem Jahr fand die Übung im Gewerbegebiet Viktoria bei der Firma BSJ Maschinenbau GmbH statt.

Während der Mittagsschicht kam es in der Produktionshalle der Maschinenbaufirma zu einem Brand an einer Maschine mit einer sehr starken Rauchentwicklung. Anstatt die Fertigungshalle zu verlassen, versuchten die dort beschäftigten Mitarbeiter das Feuer zu löschen. Durch den dichten Rauch konnten sie die Halle nicht mehr verlassen und wurden eingeschlossen. Die im Bürotrakt befindlichen Personen konnten aufgrund der Verqualmung das Treppenhaus ebenfalls nicht mehr nutzen und konnten sich so nicht mehr in Sicherheit bringen. Der Geschäftsführer bemerkte den Brandausbruch und setzte den Notruf ab. Er teilte dabei mit, dass noch zirka 5 Personen vermisst werden. Dieses Übungsszenario hatten sich die Übungsverantwortlichen aus dem Löschbezirk Püttlingen für die Einsatzkräfte ausgedacht.

Durch die Haupteinsatzzentrale der Berufsfeuerwehr Saarbrücken wurden daraufhin gemäß der Übungsannahme die Löschbezirke Püttlingen und Völklingen alarmiert. Zuerst traf das Kleineinsatzfahrzeug (KEF) aus Püttlingen mit dem Einsatzleiter ein. Sofort wurde eine erste Erkundung durchgeführt, damit den nachrückenden Einsatzkräften ihre Einsatzaufträge zugewiesen werden konnten. Kurz darauf trafen der Einsatzleitwagen (ELW) aus Völklingen sowie die Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge (HLF) aus Püttlingen und Völklingen an der Einsatzörtlichkeit ein. Die Besatzung des Einsatzleitfahrzeugs begann in Zusammenarbeit mit dem Einsatzleiter, die Einsatzstelle zu koordinieren und die Einsatzdokumentation vorzunehmen. Während der Anfahrt zur Einsatzstelle hatten sich die Einsatzkräfte auf den Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugen bereits mit Atemschutzgeräten ausgerüstet, um sofort zur Menschenrettung in die Fertigungshalle vorgehen zu können. Mit jeweils einem C-Rohr ausgerüstet begaben sie sich in die Halle, um die vermissten Mitarbeiter zu suchen.

Nach und nach trafen weitere Einsatzfahrzeuge an der Einsatzstelle ein. Die beiden Drehleiterfahrzeuge wurden in Stellung gebracht und mittels Wenderohren wurde die Brandbekämpfung von außen eingeleitet. Während in der Fertigungshalle die Vermisstensuche lief, machten sich die Mitarbeiter aus dem im ersten Obergeschoss gelegenen Bürotrakt an den Fenstern bemerkbar. Sofort wurde durch die Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs 20/16 aus Völklingen eine Steckleiter zur Menschenrettung vorgenommen.

Da bereits die Dämmerung einsetzte, wurde die Einsatzstelle großflächig mittels Flutlichtstrahlern ausgeleuchtet. Die Wasserversorgung wurde über Unterflurhydranten sichergestellt und zur Entrauchung der Halle mehrere Überdrucklüfter eingesetzt. Nachdem alle Personen aus der Fertigungshalle und dem Bürotrakt gerettet waren und das angenommene Feuer gelöscht war, konnte die Übung beendet werden. Die Fahrzeuge wurden einsatzbereit gemacht und zur Übungsbesprechung ins Feuerwehrgerätehaus nach Püttlingen eingerückt.

Als Fazit kann festgehalten werden, dass die Zusammenarbeit gut funktionierte und die gestellten Aufgaben ruhig und gekonnt gelöst wurden. Ein herzliches Dankeschön geht an die Geschäftsführung der BSJ Maschinenbau GmbH, die der Feuerwehr das Übungsobjekt zur Verfügung stellte.

Alle 2 Jahre findet im Regionalverband Saarbrücken die Abnahme des Leistungsabzeichens der Deutschen Jugendfeuerwehr statt. In diesem Jahr stellten sich 9 Jugendfeuerwehrgruppen aus dem Regionalverband dieser Herausforderung. Ausgerichtet wurde die Abnahme des Leistungsabzeichens durch die Feuerwehr Saarbrücken. Wie schon bei gemeinsamen Übungen arbeiteten auch die Jugendfeuerwehren aus dem Köllertal beim Training zur Leistungsspange gemeindeübergreifend zusammen. So stellten sich zwei Gruppen, bestehend aus Jugendfeuerwehrangehörigen der Feuerwehren Püttlingen, Heusweiler und Riegelsberg den gestellten Anforderungen.

Bevor sich die Nachwuchsbrandschützer den bei der Leistungsspange geforderten Aufgaben stellten, standen natürlich im Vorfeld erst einmal schweißtreibende Übungen auf dem Ausbildungsplan. Um die Jugendlichen optimal auf die gestellten Anforderungen vorzubereiten, trainierten die Jungen und Mädchen wöchentlich unter der Federführung der Feuerwehr Heusweiler. Die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr ist nach der Jugendflamme (hier gibt es 3 verschiedene Stufen) die höchste Auszeichnung, die bei der Jugendfeuerwehr erreicht werden kann. Die Erlangung des Leistungsabzeichens ist nur im Team möglich. Hierzu müssen sich 9 Jugendfeuerwehrangehörige insgesamt 5 Aufgaben stellen. Neben einem feuerwehrtechnischen Teil muss auch ein sportlicher Teil absolviert werden. Im Sportteil steht neben dem Kugelstoßen auch ein 1.500 Meter Staffellauf auf dem Prüfungsplan. Im Bereich des feuerwehrtechnischen Teils mussten die Jugendlichen einen Löschangriff , eine Schnelligkeitsübung, bei der eine Schlauchleitung schnellstmöglich verlegt werden muss und einen Theorieteil durchführen.

Am Ende konnten die Jugendfeuerwehrangehörigen aus Püttlingen das ersehnte Leistungsabzeichen der Deutschen Jugendfeuerwehr entgegennehmen. Als kleines Dankeschön für die während der Vorbereitung auf sich genommenen Strapazen hatten Bürgermeister Martin Speicher und Wehrführer Thomas Prinz alle Teilnehmer, deren Eltern sowie die Betreuer zu einer kleinen Feier ins Feuerwehrgerätehaus Püttlingen eingeladen.

Bürgermeister Martin Speicher und Wehrführer Thomas Prinz gratulierten allen Teilnehmern zur erfolgreichen Teilnahme an der Leistungsspange. Bevor alle Teilnehmer ihr Leistungsabzeichen ausgehändigt bekamen, bedankte sich Wehrführer Thomas Prinz bei allen Teilnehmern und Ausbildern für ihr Engagement. „Das Leistungsabzeichen könnt ihr nur als Team erreichen. Ihr habt bewiesen, dass ihr die an euch gestellten Anforderungen, auch gemeindeübergreifend, hervorragend als Gruppe gemeistert habt.“ so Wehrführer Thomas Prinz.

Für 2 Jugendfeuerwehrangehörige stand an diesem Tag auch die Übernahme aus der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr an. Um aus der Jugendfeuerwehr zur Einsatzabteilung zu wechseln, müssen die Jugendlichen 2 Voraussetzungen erfüllen. Zum einen, die Vollendung des 16. Lebensjahres und zum zweiten die erfolgreiche Teilnahme an der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr. Aus den Händen von Bürgermeister Martin Speicher und Wehrführer Thomas Prinz konnten Lena Kammer und Lars Müller die Übernahmeurkunden in Empfang nehmen. „Ich hoffe, ihr engagiert euch in der aktiven Feuerwehr weiterhin so, wie ihr es bereits in der Jugendfeuerwehr getan habt. Ihr seid unsere Zukunft und wir zählen auf Euch.“ so Thomas Prinz.

Nachdem die Jahreshauptübung durch die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen, des THW Ortsverbandes Völklingen-Püttlingen und den DRK Bereitschaften Püttlingen und Köllerbach absolviert war, fand in der Barbarahalle die Übungsbesprechung und im Anschluss daran die Beförderung von Feuerwehrangehörigen statt.

Bevor es jedoch zu den Beförderungen ging, begrüßte der 1. Beigeordnete Christian Müller in Vertretung für Bürgermeister Martin Speicher alle Anwesenden. Unter den Gästen konnte der 1. Beigeordnete Christian Müller den Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Völklingen, Herbert Broy in Vertretung für den Brandinspekteur des Regionalverbandes Saarbrücken, die Abordnungen benachbarter Feuerwehren, die Wehr- und Löschbezirksführung der Feuerwehr Püttlingen, die Mitglieder des Stadtrates und zuletzt, aber genauso herzlich die Angehörigen der Basisorganisationen, die an der Übung beteiligt waren, begrüßen.

Im Anschluss daran erfolgte die Übungsbesprechung durch den Wehrführer von Völklingen, Herbert Broy, den Vertreter des THW Ortsverbandes Völklingen-Püttlingen, Sebastian Klein, und den Vertreter des DRK, Aloysius Meyer. Danach wurden die Beförderungen der Feuerwehrangehörigen vorgenommen.

Den Dienstgrad Feuerwehrfrau / Feuerwehrmann dürfen ab sofort Yasmin Baumgärtner, Julian Hochreither und Sebastian Freis tragen. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Björn Barth, Matthias Bläs, Maximilian Cönen, Jannik Eberhardt sowie Heiko Kastner und zum Hauptfeuerwehrmann Johannes Diegler und Patrick Ewen befördert. Neue Oberlöschmeister sind ab sofort Thorsten Becker, Sven Gerstner und Tobias Prediger und über die Beförderung zur Hauptlöschmeisterin / zum Hauptlöschmeister konnten sich Jenny Chouteau, Sven Meiser und Christian Serf freuen. Zum Brandmeister wurden Matthias Klein, Michael Kreutzer und Rainer Altmeyer befördert.

Die jährliche Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Püttlingen fand am 01. September 2018 in Zusammenarbeit mit dem THW Ortsverband Völklingen-Püttlingen und den DRK Bereitschaften Püttlingen und Köllerbach statt. Als Übungsobjekt diente in diesem Jahr das Pfarrhaus St. Bonifatius auf der Püttlinger Ritterstraße sowie der Einmündungsbereich der Bildchenstraße / Theodolinde-Katzenmeier-Straße.

Vor Übungsbeginn erfolgte die Meldung durch Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz an den 1. Beigeordneten Christian Müller, in Vertretung für den Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher und den Völklinger Wehrführer Herbert Broy, in Vertretung für den Brandinspekteur für den Regionalverband Saarbrücken, Tony Bender.

Die Jahreshauptübung wurde durch die Übungsverantwortlichen in zwei Übungsabschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt wurde nachfolgendes Szenario angenommen:

Ein LKW befuhr die Bildchenstraße in Richtung Ritterstraße. Aus Unachtsamkeit des Fahrzeugführers geriet das Fahrzeug in Höhe Einmündung Hengstwaldstraße auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit einem entgegenkommenden PKW. Der Fahrer des PKW wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Der LKW-Fahrer konnte aufgrund eines Schocks das Führerhaus nicht selbständig verlassen. Während der Erkundung der Einsatzstelle wurde festgestellt, dass sich auf der Ladefläche des LKW zwei IBC-Container mit einer unbekannten Flüssigkeit befanden. Diese waren glücklicherweise aber nicht leckgeschlagen. Der Unfall zog das Interesse vieler Anwohner auf sich, die umgehend einen Notruf über die 112 absetzten.

Als erstes Fahrzeug traf das Kleineinsatzfahrzeug (KEF) des Löschbezirks Püttlingen mit dem Löschbezirksführer Matthias Klein an der Einsatzstelle ein. Sofort führte er eine erste Lageerkundung durch und wies die nachrückenden Einsatzkräfte in die Lage ein.

Die Einsatzkräfte des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) leiteten die Rettung des eingeklemmten PKW-Fahrers ein. Hier wurde der hydraulische Rettungssatz, dieser besteht aus der Rettungsschere, dem Rettungsspreizer und mehreren Rettungszylindern, eingesetzt, um die eingeklemmte Person patientengerecht aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs sicherte in der Zwischenzeit die Einsatzstelle gegen den fließenden Verkehr, stellte den 3-fachen Brandschutz sicher und unterstützte die Kräfte des Gerätewagen-Logistik bei der Rettung des LKW-Fahrers. Dieser wurde über eine Rettungsplattform aus dem Führerhaus gerettet. Die Sicherung des LKWs wurde durch die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks durchgeführt. Mittels des beim THW vorgehaltenen Bergungsräumgerätes wurden die IBC-Container von der Ladefläche des LKWs geborgen.

Im zweiten Übungsteil mussten die Übungsteilnehmer einen simulierten Brand löschen. Ein Anwohner lief aus Neugier auf die Straße, um sich das Geschehen beim Verkehrsunfall anzusehen. Dabei vergaß der Anwohner eine Pfanne auf dem eingeschalteten Herd in einem benachbarten Wohnhaus. Das Fett entzündete sich und setzte die Küche in Brand. Der Brandausbruch blieb zuerst unbemerkt, so dass sich das Feuer auf weitere Räume des Gebäudes ausbreiten konnte. Zum Zeitpunkt der Brandentstehung befanden sich zwei Personen im Obergeschoss, die das Feuer nicht bemerkten. Eine weitere, pflegebedürftige Bewohnerin befand sich im Erdgeschoss und konnte die Wohnung nicht selbständig verlassen. Ein Feuerwehrangehöriger, der mit der Absicherung des Verkehrsunfalls beschäftigt war, bemerkte die starke Rauchentwicklung aus dem Treppenhaus des Gebäudes. Daraufhin ließ der Einsatzleiter umgehend die Löschbezirke Köllerbach und Herchenbach sowie die Drehleiter des Löschbezirks Püttlingen zur Einsatzstelle nachalarmieren.

Die Einsatzkräfte des Tanklöschfahrzeugs aus Köllerbach gingen unter Atemschutz sowie mit einem C-Rohr ausgerüstet zur Rettung der pflegebedürftigen Bewohnerin und Brandbekämpfung ins Erdgeschoss vor. Durch die Besatzung der Drehleiter wurde die Menschenrettung aus dem Dachfenster eingeleitet und danach die Anleiterbereitschaft hergestellt. Die weitere Person aus dem Obergeschoss wurde durch den Angriffstrupp des Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) vom Löschbezirk Herchenbach gerettet. Währenddessen stellten die Einsatzkräfte des Löschgruppenfahrzeugs (LF 8) die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten her und unterstützen die weiteren Einsatzkräfte. Weiterhin wurde am rückwärtigen Gebäudeteil ein Sprungretter zur Menschenrettung eingesetzt.

Die geretteten Personen wurden an das Deutsche Rote Kreuz übergeben. Die Rotkreuzhelfer richteten eine Verletzten-Sammelstelle ein, führten Erste-Hilfe-Maßnahmen durch und betreuten die geretteten Personen.

Nach der Übung erfolgten die Übungsbesprechung sowie Beförderungen in der Barbarahalle auf der Ritterstraße. In Vertretung für den Brandinspekteur des Regionalverbandes Saarbrücken, Toni Bender, bescheinigte der Völklinger Wehrführer Herbert Broy allen Übungsbeteiligten eine hervorragende Leistung „Allen an der Übung Beteiligten kann ich einen hohen Ausbildungsstand attestieren. Die Zusammenarbeit aller Übungsbeteiligten funktionierte hervorragend. Dies wurde der Bevölkerung und dem Stadtrat eindrucksvoll bewiesen.“, so Herbert Broy. Ebenfalls verfügt die Feuerwehr Püttlingen über einen guten technischen Stand. „Wenn man Jugendliche für den Feuerwehrdienst begeistern will, ist dies nur mit moderner Technik und gut ausgestatteten Unterkünften möglich.“ so Herbert Broy weiter in seiner Ansprache. Auch Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz richtete noch ein paar Worte an die Übungsteilnehmer. „Alle Beteiligten haben gezeigt, dass sie für die anstehenden Einsatzanforderungen, die an die Hilfsorganisationen gestellt werden, gewappnet sind.“ so Thomas Prinz. Weiterhin richtete er einen Dank an die Mitglieder des Stadtrates, die immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr haben.

Die Jugendfeuerwehr des Löschbezirks Püttlingen kann in diesem Jahr auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Begonnen hatten die Feierlichkeiten im Juni mit einem Aktionstag im Püttlinger Stadtpark. Hier stellte die Jugendfeuerwehr ihre vielfältigen Aufgaben vor und sehr viele Besucher machten von den angebotenen Mitmach-Aktionen gebrauch. Die offizielle Geburtstagsfeier der Jugendfeuerwehr war in den „Tag der offenen Tür“ des Löschbezirks Püttlingen eingebunden, wobei den Besuchern ein buntes Programm geboten wurde.

 

Abgerundet werden die Jubiläumsfeierlichkeiten der Jugendfeuerwehr mit einer Ausstellung in der Filiale der VVB (Vereinigte Volksbank) am Püttlinger Rathausplatz. In seiner Begrüßung erwähnte Roland Herget, Regionaldirektor für den Regionalmarkt Saarbrücken / Püttlingen, die langjährige Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und der VVB. So gab es schon mehrere Ausstellungen der Feuerwehr in den Filialen der Volksbank, eine gemeinsame Rauchmelderaktion wurde durchgeführt oder auch die Präsentation des Jugendfeuerwehrmaskottchens „Flori Flämmchen“ wurde unterstützt.

 

„Auch die Jubiläumsfeierlichkeiten der Jugendfeuerwehr Püttlingen zum 50-jährigen Bestehen wollen wir unterstützen.“ so Roland Herget. Hierzu stellt die Vereinigte Volksbank in ihrer Filiale in Püttlingen Räumlichkeiten zur Verfügung. Hier können sich Interessierte über die Aufgaben und Aktionen der Jugendfeuerwehr informieren. Daneben wird durch die Vereinigte Volksbank ein Malwettbewerb mit dem Thema „Rund um die Feuerwehr“ in den 3. und 4. Klassen der Püttlinger Grundschulen sowie in der Klassenstufe 5 der Peter-Wust-Schule durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler können ihrer Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen. Lediglich einen Bezug zum Thema Feuerwehr müssen die Bilder haben. Eine Jury, bestehend aus Mitarbeitern der Volksbank und Mitgliedern der Feuerwehr, werden die besten Bilder auswählen und prämieren. Die Gewinner des Malwettbewerbs erwartet ein vielfältiger und interessanter Aktionstag bei der Feuerwehr. Allen Teilnehmern wünschen wir viel Erfolg und wir freuen uns schon, die Gewinner beim Feuerwehraktionstag begrüßen zu können.

In der letzten Woche der Ferien veranstaltet die Jugendfeuerwehr traditionell ihr Zeltlager im Püttlinger Jungenwald. Vom 29. Juli bis zum 04. August schlugen 12 Jugendfeuerwehrangehörige und 6 Betreuer ihre Zelte an der Edelweiß-Hütte auf.

Stadtjugendwart Harald Ströhle und sein Betreuerteam hatten sich wieder einiges für die Teilnehmer ausgedacht. Zuerst wurde der Lagerplatz hergerichtet und die Zelte aufgebaut. In der Edelweiß-Hütte wurde die Lagerküche eingerichtet, damit für das leibliche Wohl aller Teilnehmer gesorgt werden konnte.

Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen stand in diesem Jahr etwas weniger feuerwehrtechnische Ausbildung auf dem Plan, dafür aber öfter ein Schwimmbadbesuch. Neben der Besichtigung des Betonwerks in Saarbrücken-Dudweiler hatten alle Lagerteilnehmer immer wieder freie Zeiten, in denen sie gemeinsame Spiele durchführen oder aber auch einfach mal die freie Zeit genießen konnten. Die Teilnehmer mussten aber auch abwechselnd bei der Zubereitung des Essens helfen und am Abend bei der Nachtwache ihren Dienst versehen.

Die Abschlussübung fand wie in den Jahren zuvor am vorletzten Tag statt. Hierzu konnte Stadtjugendwart Harald Ströhle neben zahlreichen Eltern auch viele weitere Gäste begrüßen. Neben Bürgermeister Martin Speicher, dem Brandinspekteur Tony Bender und dem Vorsitzenden für den Feuerwehrverband des Regionalverbandes Thomas Quint machten sich auch Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz und sein Vertreter Ruwen Dumont ein Bild der Leistungsfähigkeit des Feuerwehrnachwuchses.

Die Übungsverantwortlichen hatten sich folgendes für die Übung ausgedacht: Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen und der damit einhergehenden Trockenheit kam es zu einem ausgedehnten Flächenbrand, der auf den angrenzenden Wald überzugreifen drohte. Die Besatzung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs begann sofort mit der Bekämpfung des Flächenbrandes. Die Besatzung des Tragkraftspritzenfahrzeugs sicherte die Einsatzstelle ab. Weiterhin sah das Übungsszenario vor, dass es während der Löschmaßnahmen bei einem Jugendfeuerwehrangehörigen aufgrund der hohen Temperaturen zu einem Kreislaufkollaps kam. Sofort kümmerte sich die Besatzung des Tragkraftspritzenfahrzeugs um den verunfallten Feuerwehrangehörigen. Die Person wurde aus dem Gefahrenbereich in einen schattigen Bereich verbracht und Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet.

Im Anschluss an die gekonnt durchgeführte Übung richteten Bürgermeister Martin Speicher, Brandinspekteur Tony Bender und Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz noch ein paar Worte an die Teilnehmer des Zeltlagers. Für Michael Gauer hatte der Brandinspekteur noch eine kleine Überraschung dabei. Seit vielen Jahren ist Michael Gauer jedes Jahr beim Jugendwehrzeltlager dabei und kümmert sich um das Wohl der Lagerteilnehmer. Aufgrund dieser Verdienste wurde ihm die Floriansmedaille des Brandinspekteurs verliehen.

Stadtjugendwart Harald Ströhle bedankte sich bei allen Jugendlichen für ihre Disziplin und ihr Mitwirken beim Zeltlager. Ganz besonders bedankte er sich bei den aktiven Feuerwehrangehörigen Michael Gauer, Achim Ruppert, Luca Thielen, Max Schneider, Tobias Prediger und Carsten Münch, die ihn bei der Organisation und Durchführung des Zeltlagers tatkräftig unterstützt haben. Beim Auf- und Abbau unterstützten weitere Angehörige der Löschbezirke Püttlingen und Köllerbach. „Ohne euer Engagement hätte das Zeltlager so nicht durchgeführt werden können.“ so Harald Ströhle.

Im Rahmen der „Tage der offenen Tür“ des Löschbezirks Püttlingen fand die offizielle Amtsübergabe der Löschbezirksführung statt. Bereits im März dieses Jahres wurde in der Hauptversammlung des Löschbezirks Püttlingen Matthias Klein mit großer Mehrheit zum neuen Löschbezirksführer gewählt. Nach 12 Jahren an der Spitze des Löschbezirks Püttlingen kandidierte Oberbrandmeister Thomas Albert aus familiären Gründen nicht mehr für dieses Amt.

Als letzte Amtshandlung ließ Thomas Albert die Mitglieder des Löschbezirks Püttlingen zur Meldung an den Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher, antreten. Bürgermeister Martin Speicher würdigte in seiner Ansprache die Arbeit von Thomas Albert. „Ein besonderes Augenmerk in seiner Zeit als Löschbezirksführer legte Thomas Albert auf eine zeitgemäße Ausbildung der Feuerwehrangehörigen. Darüber hinaus wurden in seiner Amtszeit zahlreiche Umbauarbeiten am Feuerwehrgerätehaus durch ihn geplant und mit seiner Mannschaft auch umgesetzt. Dafür und für seinen Einsatz für die Püttlinger Bürgerinnen und Bürger gebührt ihm ein herzliches Dankeschön.“ so Bürgermeister Martin Speicher.

Im Anschluss daran überreichte Martin Speicher, in seiner Funktion als Chef der Wehr, dem 30-jährigen Oberlöschmeister Matthias Klein die Ernennungsurkunde zum neuen Löschbezirksführer. Ihm zur Seite steht weiterhin Brandmeister Michael Serf, der seine zweite Amtszeit als stellvertretender Löschbezirksführer antrat. Matthias Klein und Michael Serf bedankten sich bei den Feuerwehrangehörigen für das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung. Beiden wünschte Bürgermeister Martin Speicher eine glückliche Hand bei der Ausübung der nicht immer einfachen Aufgaben. Auch Wehrführer Thomas Prinz bedankte sich bei dem scheidenden Löschbezirksführer Thomas Albert für die gute Zusammenarbeit in all den Jahren. Der neuen Löschbezirksführung wünschte er viel Glück in der neuen Funktion und hofft auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Auch Thomas Albert ließ es sich nicht nehmen, zum Abschluss noch ein paar Worte an alle zu richten. Er bedankte sich beim Bürgermeister, der Verwaltung, den Mitgliedern des Stadtrates und natürlich bei „seiner“ Mannschaft für die schöne, aber auch arbeitsintensive Zeit als Löschbezirksführer.

Thomas Albert bleibt der Feuerwehr Püttlingen weiterhin als aktives Mitglied erhalten. Zwar nicht mehr in der ersten Reihe als Löschbezirksführer, aber als Fachbereichsleiter für den Bereich „Vorbeugender Brandschutz und Gefahrenabwehr“.

Die Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag der Jugendfeuerwehr Püttlingen starteten bereits am 10. Juni mit einem Aktionstag im Püttlinger Stadtpark. Hier präsentierte die Jugendfeuerwehr bei tollem Sommerwetter nicht nur ihre vielfältigen Aktionen und Arbeiten, sondern auch die Feuerwehrfahrzeuge wurden vorgestellt. Daneben konnten auch viele Mitmach-Aktionen wie Bullriding, Hüpfburgen oder auch der „American Gladiator“ ausprobiert werden. Bei den Vorstellungen des Zauberers Maxim Maurice konnte sich Jung und Alt in die Welt der Magie begeben und sich verzaubern lassen. Sehr viele Kinder und Jugendliche, aber auch ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger besuchten den Aktionstag und machten diesen zu einem tollen Event.

Die eigentlichen Jubiläumsfeierlichkeiten waren in den Tag der offenen Tür des Löschbezirks Püttlingen eingebunden. Auch für den Festkommers hatte sich Jugendwart Carsten Münch und sein Team ein buntes Programm ausgedacht. Der gesamte Abend stand im Zeichen „50 Jahre Jugendfeuerwehr“. Eröffnet wurde der Abend mit einer Musikdarbietung der „Köllervalley Singers“. Danach kamen die Ehrengäste zu Wort, um zu diesem Jubiläum zu gratulieren.

Bürgermeister Martin Speicher begrüßte, als Chef der Wehr, alle Anwesenden und bedankte sich für ihr kommen. „Wir haben bei der Feuerwehr Püttlingen eine gut funktionierende Jugendarbeit, die Jugendlichen werden sehr gut auf den aktiven Feuerwehrdienst vorbereitet.“ so Bürgermeister Martin Speicher. Einen besonderen Dank richtete er auch an alle Ausbilder und Betreuer, denn ohne deren Engagement wäre dies so nicht möglich.

Der Schirmherr der Veranstaltung, Ministerpräsident Tobias Hans, lobte ebenfalls das Engagement der Jugendlichen. Bei der Jugendfeuerwehr werden Werte wie Nächstenliebe, das Eintreten für Andere und sozialer Zusammenhalt gelebt, so Ministerpräsident Tobias Hans. Ohne die Arbeit in der Jugendfeuerwehr wird es schwierig, zukünftig das Sicherheitsniveau aufrechtzuerhalten. Ein herzliches Dankeschön richtete Tobias Hans auch an alle Betreuer, die die Jugendarbeit durchführen, aber auch an alle, die in der Feuerwehr mitarbeiten. „Trotz dieser vielfältigen Aufgaben darf der Spaß in der Jugendfeuerwehr nicht zu kurz kommen.“ so der Ministerpräsident.

In seinen Grußworten erwähnte Wehrführer Thomas Prinz, dass er selbst aus den Reihen der Jugendfeuerwehr stammt und als Jugendwart im Löschbezirk Köllerbach selbst die Jugendarbeit mitgestaltet hat. Thomas Prinz bedankte sich bei denjenigen, die die Jugendfeuerwehr 1968 ins Leben gerufen haben und bei allen, die sich in den letzten 50 Jahren dort engagiert haben. „Vor ein paar Jahren gab es noch einen Aufnahmestopp, da sehr viele Jugendliche in die Jugendfeuerwehr eintreten wollten. Diese Zeiten sind leider vorbei und wir müssen, wie andere Vereine auch, um jedes neue Mitglied kämpfen.“ so Thomas Prinz. In seiner Ansprache appellierte er an alle Besucher, ihre Kinder zur Jugendfeuerwehr zu schicken bzw. sich selbst in der Feuerwehr zu engagieren.

Auch Püttlingens Löschbezirksführer Thomas Albert, der selbst 10 Jahre Jugendwart im Löschbezirk Püttlingen war, hofft darauf, viele neue Mitglieder gewinnen zu können. „Die aktiven Feuerwehrangehörigen aus dem Löschbezirk Püttlingen stammen zu fast 88% aus den Reihen der Jugendfeuerwehr.“ so Thomas Albert. Um die Jugendfeuerwehrarbeit entsprechend durchführen zu können, werden natürlich auch entsprechende finanzielle Mittel benötigt. Daher unterstützt der Löschbezirk Püttlingen die Jugendarbeit mit 500,00 Euro sowie zusätzlich mit einem ¼ der Einnahmen aus dem Feuerwehrfest.

Auch der stellvertretende Jugendbeauftrage im Regionalverband Saarbrücken, Matthias Martini, gratulierte recht herzlich zur 50-jährigen Erfolgsgeschichte Jugendfeuerwehr Püttlingen. „In der Jugendfeuerwehr wird bürgerliches Engagement und soziales Verhalten vermittelt. Die Feuerwehrarbeit ist bei der freiwilligen Feuerwehr nicht Beruf, sondern Berufung.“ so Matthias Martini.

Eine besondere Überraschung hatte Jugendwart Carsten Münch noch für seine Vorgänger im Amt des Jugendwartes vorbereitet. Die bisherigen Jugendwarte Jürgen Eckle, Sebastian Schmidt senior, Peter Müller, Thomas Albert und Harald Ströhle konnten aus den Händen von Carsten Münch für ihr Engagement und ihre Unterstützung die Floriansmedaille mit der Aufschrift „50 Jahre Jugendfeuerwehr, für Engagement und Treue“ entgegennehmen.

Weiterhin konnten Ehrungen durch den stellvertretenden Bundesjugendleiter, Dirk Müller, und den Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes im Regionalverband Saarbrücken, Thomas Quint vorgenommen werden. So wurde Stadtjugendwart Harald Ströhle mit der Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber und Peter Müller mit der Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Gold für ihr Engagement in der Jugendfeuerwehr ausgezeichnet.

Nach den Grußworten gratulierten benachbarte Feuerwehren, befreundete Organisationen und Vereine der Jugendfeuerwehr Püttlingen zu ihrem 50-jährigen Jubiläum. „Was wäre ein Geburtstag ohne einen Geburtstagskuchen“ so Jugendwart Carsten Münch. Bevor der offizielle Teil beendet wurde, wurde der Geburtstagskuchen hereingefahren, angeschnitten und an alle, die ein Stück wollten, verteilt. In seinen Schlussworten bedankte sich Carsten Münch bei allen, die ihn bei der Jugendarbeit unterstützen und für den gelungenen Abend gesorgt haben.

Im Anschluss an die Grußworte startete die musikalische Unterhaltung mit der Band „Caracas“ und der Licht- und Feuershow „Baila Fuego“. Zum Abschluss des Abends gab es noch ein Jubiläumsfeuerwerk.

Grundsätzlich ist die Gemeinde dazu verpflichtet, die notwendigen Geräte und Ausrüstungsgegenstände für die Feuerwehr zu beschaffen. Aufgrund der schlechten Haushaltssituation in Püttlingen werden auch die zwingend notwendigen Anschaffungen durch die Stadt durchgeführt. Beschaffungen, die den Feuerwehrangehörigen ihre Arbeit jedoch erleichtern, aber über das notwendige Maß hinausgehen, können eventuell erst später oder zum Teil gar nicht realisiert werden.

Um solche Ausrüstungsgegenstände anschaffen zu können, wurde im Löschbezirk Püttlingen ein Förderverein gegründet. Durch die finanziellen Mittel werden sowohl die aktiven Feuerwehrangehörigen, aber auch die Jugendfeuerwehr materiell und ideell unterstützt.

Der 1. Vorsitzende des Fördervereins, Wolfgang Peter, konnte nun einen Werkstattwagen mit entsprechendem Werkzeug an den Löschbezirk Püttlingen übergeben. Im Bereich der Fahrzeug- und Gerätewartung wird entsprechend hochwertiges Werkzeug benötigt. Der angeschaffte Werkstattwagen steht nun den Fahrzeug- und Gerätewarten zur Verfügung, die damit die anfallenden Arbeiten durchführen können.

Aber auch bei der Beschaffung des Gerätewagen-Logistik 2 beteiligte sich der Förderverein. Die Fahrzeugbeklebung konnte durch Mittel des Fördervereins realisiert werden. Die Beklebung wurde an die des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) angepasst. Auf beiden Seiten des Aufbaus wurde das Püttlinger Stadtlogo angebracht. Neben diesem Logo verfügt das Fahrzeug über eine umlaufende retroreflektierende Konturmarkierung, die bei Dunkelheit das Licht anderer Fahrzeuge zurückwirft und somit die Sichtbarkeit des Fahrzeugs erhöht und der Verkehrssicherheit dient.

Neben den aktiven Feuerwehrangehörigen profitiert aber auch die Jugendfeuerwehr vom Förderverein. Gerade die Unterstützung der Jugendfeuerwehr ist sehr wichtig, da in der Jugendfeuerwehr der Feuerwehrnachwuchs ausgebildet wird. Mehr als die Hälfte der aktiven Feuerwehrangehörigen stammt aus den Reihen der Jugendlichen. In diesem Jahr kann die Jugendfeuerwehr Püttlingen auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Dieses Jubiläum wurde mit entsprechenden Aktionen und Veranstaltungen gefeiert, die durch den Förderverein finanziell unterstützt wurden.

Die Löschbezirksführung bedankte sich im Namen aller aktiven Feuerwehrangehörigen des Löschbezirks Püttlingen für die Unterstützung beim 1. Vorsitzenden des Fördervereins, Wolfgang Peter. Auch der Jugendfeuerwehrbeauftragte Carsten Münch bedankte sich, stellvertretend für alle Jugendfeuerwehrangehörigen, beim Vorstand des Fördervereins, der immer ein offenes Ohr für die Belange der Jugendfeuerwehr hat. „Solche Anschaffungen sind nur durch Mitgliedsbeiträge und Spenden der Fördervereinsmitglieder möglich. Werden Sie Mitglied im Förderverein und unterstützen Sie somit auch die Arbeit Ihrer Feuerwehr.“ so Wolfgang Peter.

 

Während eines Elternabends kommt es aufgrund eines technischen Defekts zu einem Brand in der Kyllbergschule. Die anwesenden Eltern bemerken das Feuer aufgrund der starken Rauchentwicklung. Auch der Hausmeister wird durch den dichten Qualm, der aus den Fenstern dringt, auf das Feuer aufmerksam und alarmiert über den Notruf 112 die Feuerwehr. Sofort wird mit der Räumung des Gebäudes begonnen, aber nicht alle Anwesenden können das Schulgebäude durch den dichten Rauch verlassen und werden im Gebäude eingeschlossen. Glücklicherweise handelt es sich bei dem beschriebenen Szenario nur um eine Übung der Jugendfeuerwehr, die sich der Köllerbacher Jugendwart Christian Kuhlmann ausgedacht hat.

Innerhalb weniger Minuten sind vier Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr mit Blaulicht und Martinshorn an der Kyllbergschule eingetroffen. Die Mädchen und Jungen erhalten ihre Einsatzaufträge und beginnen sofort mit der Rettung der eingeschlossenen Personen. Zeitgleich wird auch mit der Brandbekämpfung begonnen.

Die Einsatzkräfte des Tanklöschfahrzeugs aus Köllerbach haben sich bereits auf der Anfahrt mit Übungsatemschutzgeräten für den Innenangriff ausgerüstet. Ein Trupp geht unter Atemschutz in das Schulgebäude vor um die Vermissten zu suchen und diese ins Freie zu bringen. Bei dieser Aufgabe werden sie durch die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs aus Püttlingen unterstützt. Schnell werden die eingeschlossenen Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer gefunden und können durch die Jugendfeuerwehrangehörigen ins Freie gebracht werden. Durch das Löschgruppenfahrzeug aus Köllerbach wird in der Zwischenzeit die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten in der Jahnstraße sichergestellt und die Brandbekämpfung in einem Außenangriff begonnen. Die Einsatzkräfte des Tragkraftspritzenfahrzeugs aus Püttlingen schirmen die Kindertagesstätte St. Martin vor einem möglichen Übergreifen des Feuers ab.

Die Brandbekämpfung erfolgt zwischenzeitlich mit zwei Rohren im Innen- und vier Rohren im Außenangriff. Nach erfolgreicher Menschenrettung und umfassender Brandbekämpfung heißt es dann „Feuer aus!“. Nachdem die Gerätschaften abgebaut und auf den Fahrzeugen verlastet sind, wird die Übung besprochen. Neben zahlreichen Eltern und Betreuern aus beiden Löschbezirken ist auch Wehrführer Thomas Prinz anwesend. Wehrführer Thomas Prinz ist von der Übung der Jugendfeuerwehr begeistert. „Ich bin sehr stolz auf euch und hoffe, dass ihr weiterhin so engagiert bei der Jugendfeuerwehr mitarbeitet. Ihr seid die Zukunft der aktiven Wehr“, so Thomas Prinz bei der Übungsbesprechung. Nachdem sich die Jugendfeuerwehrangehörigen bei kühlen Getränken und einem kleinen Imbiss von der anstrengenden Übung gestärkt haben, geht es wieder zurück in die Gerätehäuser.