Alle 2 Jahre findet im Regionalverband Saarbrücken die Abnahme des Leistungsabzeichens der Deutschen Jugendfeuerwehr statt. In diesem Jahr stellten sich 9 Jugendfeuerwehrgruppen aus dem Regionalverband dieser Herausforderung. Ausgerichtet wurde die Abnahme des Leistungsabzeichens durch die Feuerwehr Saarbrücken. Wie schon bei gemeinsamen Übungen arbeiteten auch die Jugendfeuerwehren aus dem Köllertal beim Training zur Leistungsspange gemeindeübergreifend zusammen. So stellten sich zwei Gruppen, bestehend aus Jugendfeuerwehrangehörigen der Feuerwehren Püttlingen, Heusweiler und Riegelsberg den gestellten Anforderungen.

Bevor sich die Nachwuchsbrandschützer den bei der Leistungsspange geforderten Aufgaben stellten, standen natürlich im Vorfeld erst einmal schweißtreibende Übungen auf dem Ausbildungsplan. Um die Jugendlichen optimal auf die gestellten Anforderungen vorzubereiten, trainierten die Jungen und Mädchen wöchentlich unter der Federführung der Feuerwehr Heusweiler. Die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr ist nach der Jugendflamme (hier gibt es 3 verschiedene Stufen) die höchste Auszeichnung, die bei der Jugendfeuerwehr erreicht werden kann. Die Erlangung des Leistungsabzeichens ist nur im Team möglich. Hierzu müssen sich 9 Jugendfeuerwehrangehörige insgesamt 5 Aufgaben stellen. Neben einem feuerwehrtechnischen Teil muss auch ein sportlicher Teil absolviert werden. Im Sportteil steht neben dem Kugelstoßen auch ein 1.500 Meter Staffellauf auf dem Prüfungsplan. Im Bereich des feuerwehrtechnischen Teils mussten die Jugendlichen einen Löschangriff , eine Schnelligkeitsübung, bei der eine Schlauchleitung schnellstmöglich verlegt werden muss und einen Theorieteil durchführen.

Am Ende konnten die Jugendfeuerwehrangehörigen aus Püttlingen das ersehnte Leistungsabzeichen der Deutschen Jugendfeuerwehr entgegennehmen. Als kleines Dankeschön für die während der Vorbereitung auf sich genommenen Strapazen hatten Bürgermeister Martin Speicher und Wehrführer Thomas Prinz alle Teilnehmer, deren Eltern sowie die Betreuer zu einer kleinen Feier ins Feuerwehrgerätehaus Püttlingen eingeladen.

Bürgermeister Martin Speicher und Wehrführer Thomas Prinz gratulierten allen Teilnehmern zur erfolgreichen Teilnahme an der Leistungsspange. Bevor alle Teilnehmer ihr Leistungsabzeichen ausgehändigt bekamen, bedankte sich Wehrführer Thomas Prinz bei allen Teilnehmern und Ausbildern für ihr Engagement. „Das Leistungsabzeichen könnt ihr nur als Team erreichen. Ihr habt bewiesen, dass ihr die an euch gestellten Anforderungen, auch gemeindeübergreifend, hervorragend als Gruppe gemeistert habt.“ so Wehrführer Thomas Prinz.

Für 2 Jugendfeuerwehrangehörige stand an diesem Tag auch die Übernahme aus der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr an. Um aus der Jugendfeuerwehr zur Einsatzabteilung zu wechseln, müssen die Jugendlichen 2 Voraussetzungen erfüllen. Zum einen, die Vollendung des 16. Lebensjahres und zum zweiten die erfolgreiche Teilnahme an der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr. Aus den Händen von Bürgermeister Martin Speicher und Wehrführer Thomas Prinz konnten Lena Kammer und Lars Müller die Übernahmeurkunden in Empfang nehmen. „Ich hoffe, ihr engagiert euch in der aktiven Feuerwehr weiterhin so, wie ihr es bereits in der Jugendfeuerwehr getan habt. Ihr seid unsere Zukunft und wir zählen auf Euch.“ so Thomas Prinz.

Nachdem die Jahreshauptübung durch die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen, des THW Ortsverbandes Völklingen-Püttlingen und den DRK Bereitschaften Püttlingen und Köllerbach absolviert war, fand in der Barbarahalle die Übungsbesprechung und im Anschluss daran die Beförderung von Feuerwehrangehörigen statt.

Bevor es jedoch zu den Beförderungen ging, begrüßte der 1. Beigeordnete Christian Müller in Vertretung für Bürgermeister Martin Speicher alle Anwesenden. Unter den Gästen konnte der 1. Beigeordnete Christian Müller den Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Völklingen, Herbert Broy in Vertretung für den Brandinspekteur des Regionalverbandes Saarbrücken, die Abordnungen benachbarter Feuerwehren, die Wehr- und Löschbezirksführung der Feuerwehr Püttlingen, die Mitglieder des Stadtrates und zuletzt, aber genauso herzlich die Angehörigen der Basisorganisationen, die an der Übung beteiligt waren, begrüßen.

Im Anschluss daran erfolgte die Übungsbesprechung durch den Wehrführer von Völklingen, Herbert Broy, den Vertreter des THW Ortsverbandes Völklingen-Püttlingen, Sebastian Klein, und den Vertreter des DRK, Aloysius Meyer. Danach wurden die Beförderungen der Feuerwehrangehörigen vorgenommen.

Den Dienstgrad Feuerwehrfrau / Feuerwehrmann dürfen ab sofort Yasmin Baumgärtner, Julian Hochreither und Sebastian Freis tragen. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Björn Barth, Matthias Bläs, Maximilian Cönen, Jannik Eberhardt sowie Heiko Kastner und zum Hauptfeuerwehrmann Johannes Diegler und Patrick Ewen befördert. Neue Oberlöschmeister sind ab sofort Thorsten Becker, Sven Gerstner und Tobias Prediger und über die Beförderung zur Hauptlöschmeisterin / zum Hauptlöschmeister konnten sich Jenny Chouteau, Sven Meiser und Christian Serf freuen. Zum Brandmeister wurden Matthias Klein, Michael Kreutzer und Rainer Altmeyer befördert.

Die jährliche Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Püttlingen fand am 01. September 2018 in Zusammenarbeit mit dem THW Ortsverband Völklingen-Püttlingen und den DRK Bereitschaften Püttlingen und Köllerbach statt. Als Übungsobjekt diente in diesem Jahr das Pfarrhaus St. Bonifatius auf der Püttlinger Ritterstraße sowie der Einmündungsbereich der Bildchenstraße / Theodolinde-Katzenmeier-Straße.

Vor Übungsbeginn erfolgte die Meldung durch Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz an den 1. Beigeordneten Christian Müller, in Vertretung für den Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher und den Völklinger Wehrführer Herbert Broy, in Vertretung für den Brandinspekteur für den Regionalverband Saarbrücken, Tony Bender.

Die Jahreshauptübung wurde durch die Übungsverantwortlichen in zwei Übungsabschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt wurde nachfolgendes Szenario angenommen:

Ein LKW befuhr die Bildchenstraße in Richtung Ritterstraße. Aus Unachtsamkeit des Fahrzeugführers geriet das Fahrzeug in Höhe Einmündung Hengstwaldstraße auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit einem entgegenkommenden PKW. Der Fahrer des PKW wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Der LKW-Fahrer konnte aufgrund eines Schocks das Führerhaus nicht selbständig verlassen. Während der Erkundung der Einsatzstelle wurde festgestellt, dass sich auf der Ladefläche des LKW zwei IBC-Container mit einer unbekannten Flüssigkeit befanden. Diese waren glücklicherweise aber nicht leckgeschlagen. Der Unfall zog das Interesse vieler Anwohner auf sich, die umgehend einen Notruf über die 112 absetzten.

Als erstes Fahrzeug traf das Kleineinsatzfahrzeug (KEF) des Löschbezirks Püttlingen mit dem Löschbezirksführer Matthias Klein an der Einsatzstelle ein. Sofort führte er eine erste Lageerkundung durch und wies die nachrückenden Einsatzkräfte in die Lage ein.

Die Einsatzkräfte des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) leiteten die Rettung des eingeklemmten PKW-Fahrers ein. Hier wurde der hydraulische Rettungssatz, dieser besteht aus der Rettungsschere, dem Rettungsspreizer und mehreren Rettungszylindern, eingesetzt, um die eingeklemmte Person patientengerecht aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs sicherte in der Zwischenzeit die Einsatzstelle gegen den fließenden Verkehr, stellte den 3-fachen Brandschutz sicher und unterstützte die Kräfte des Gerätewagen-Logistik bei der Rettung des LKW-Fahrers. Dieser wurde über eine Rettungsplattform aus dem Führerhaus gerettet. Die Sicherung des LKWs wurde durch die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks durchgeführt. Mittels des beim THW vorgehaltenen Bergungsräumgerätes wurden die IBC-Container von der Ladefläche des LKWs geborgen.

Im zweiten Übungsteil mussten die Übungsteilnehmer einen simulierten Brand löschen. Ein Anwohner lief aus Neugier auf die Straße, um sich das Geschehen beim Verkehrsunfall anzusehen. Dabei vergaß der Anwohner eine Pfanne auf dem eingeschalteten Herd in einem benachbarten Wohnhaus. Das Fett entzündete sich und setzte die Küche in Brand. Der Brandausbruch blieb zuerst unbemerkt, so dass sich das Feuer auf weitere Räume des Gebäudes ausbreiten konnte. Zum Zeitpunkt der Brandentstehung befanden sich zwei Personen im Obergeschoss, die das Feuer nicht bemerkten. Eine weitere, pflegebedürftige Bewohnerin befand sich im Erdgeschoss und konnte die Wohnung nicht selbständig verlassen. Ein Feuerwehrangehöriger, der mit der Absicherung des Verkehrsunfalls beschäftigt war, bemerkte die starke Rauchentwicklung aus dem Treppenhaus des Gebäudes. Daraufhin ließ der Einsatzleiter umgehend die Löschbezirke Köllerbach und Herchenbach sowie die Drehleiter des Löschbezirks Püttlingen zur Einsatzstelle nachalarmieren.

Die Einsatzkräfte des Tanklöschfahrzeugs aus Köllerbach gingen unter Atemschutz sowie mit einem C-Rohr ausgerüstet zur Rettung der pflegebedürftigen Bewohnerin und Brandbekämpfung ins Erdgeschoss vor. Durch die Besatzung der Drehleiter wurde die Menschenrettung aus dem Dachfenster eingeleitet und danach die Anleiterbereitschaft hergestellt. Die weitere Person aus dem Obergeschoss wurde durch den Angriffstrupp des Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) vom Löschbezirk Herchenbach gerettet. Währenddessen stellten die Einsatzkräfte des Löschgruppenfahrzeugs (LF 8) die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten her und unterstützen die weiteren Einsatzkräfte. Weiterhin wurde am rückwärtigen Gebäudeteil ein Sprungretter zur Menschenrettung eingesetzt.

Die geretteten Personen wurden an das Deutsche Rote Kreuz übergeben. Die Rotkreuzhelfer richteten eine Verletzten-Sammelstelle ein, führten Erste-Hilfe-Maßnahmen durch und betreuten die geretteten Personen.

Nach der Übung erfolgten die Übungsbesprechung sowie Beförderungen in der Barbarahalle auf der Ritterstraße. In Vertretung für den Brandinspekteur des Regionalverbandes Saarbrücken, Toni Bender, bescheinigte der Völklinger Wehrführer Herbert Broy allen Übungsbeteiligten eine hervorragende Leistung „Allen an der Übung Beteiligten kann ich einen hohen Ausbildungsstand attestieren. Die Zusammenarbeit aller Übungsbeteiligten funktionierte hervorragend. Dies wurde der Bevölkerung und dem Stadtrat eindrucksvoll bewiesen.“, so Herbert Broy. Ebenfalls verfügt die Feuerwehr Püttlingen über einen guten technischen Stand. „Wenn man Jugendliche für den Feuerwehrdienst begeistern will, ist dies nur mit moderner Technik und gut ausgestatteten Unterkünften möglich.“ so Herbert Broy weiter in seiner Ansprache. Auch Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz richtete noch ein paar Worte an die Übungsteilnehmer. „Alle Beteiligten haben gezeigt, dass sie für die anstehenden Einsatzanforderungen, die an die Hilfsorganisationen gestellt werden, gewappnet sind.“ so Thomas Prinz. Weiterhin richtete er einen Dank an die Mitglieder des Stadtrates, die immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr haben.

Im Rahmen der „Tage der offenen Tür“ des Löschbezirks Püttlingen fand die offizielle Amtsübergabe der Löschbezirksführung statt. Bereits im März dieses Jahres wurde in der Hauptversammlung des Löschbezirks Püttlingen Matthias Klein mit großer Mehrheit zum neuen Löschbezirksführer gewählt. Nach 12 Jahren an der Spitze des Löschbezirks Püttlingen kandidierte Oberbrandmeister Thomas Albert aus familiären Gründen nicht mehr für dieses Amt.

Als letzte Amtshandlung ließ Thomas Albert die Mitglieder des Löschbezirks Püttlingen zur Meldung an den Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher, antreten. Bürgermeister Martin Speicher würdigte in seiner Ansprache die Arbeit von Thomas Albert. „Ein besonderes Augenmerk in seiner Zeit als Löschbezirksführer legte Thomas Albert auf eine zeitgemäße Ausbildung der Feuerwehrangehörigen. Darüber hinaus wurden in seiner Amtszeit zahlreiche Umbauarbeiten am Feuerwehrgerätehaus durch ihn geplant und mit seiner Mannschaft auch umgesetzt. Dafür und für seinen Einsatz für die Püttlinger Bürgerinnen und Bürger gebührt ihm ein herzliches Dankeschön.“ so Bürgermeister Martin Speicher.

Im Anschluss daran überreichte Martin Speicher, in seiner Funktion als Chef der Wehr, dem 30-jährigen Oberlöschmeister Matthias Klein die Ernennungsurkunde zum neuen Löschbezirksführer. Ihm zur Seite steht weiterhin Brandmeister Michael Serf, der seine zweite Amtszeit als stellvertretender Löschbezirksführer antrat. Matthias Klein und Michael Serf bedankten sich bei den Feuerwehrangehörigen für das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung. Beiden wünschte Bürgermeister Martin Speicher eine glückliche Hand bei der Ausübung der nicht immer einfachen Aufgaben. Auch Wehrführer Thomas Prinz bedankte sich bei dem scheidenden Löschbezirksführer Thomas Albert für die gute Zusammenarbeit in all den Jahren. Der neuen Löschbezirksführung wünschte er viel Glück in der neuen Funktion und hofft auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Auch Thomas Albert ließ es sich nicht nehmen, zum Abschluss noch ein paar Worte an alle zu richten. Er bedankte sich beim Bürgermeister, der Verwaltung, den Mitgliedern des Stadtrates und natürlich bei „seiner“ Mannschaft für die schöne, aber auch arbeitsintensive Zeit als Löschbezirksführer.

Thomas Albert bleibt der Feuerwehr Püttlingen weiterhin als aktives Mitglied erhalten. Zwar nicht mehr in der ersten Reihe als Löschbezirksführer, aber als Fachbereichsleiter für den Bereich „Vorbeugender Brandschutz und Gefahrenabwehr“.

Die Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag der Jugendfeuerwehr Püttlingen starteten bereits am 10. Juni mit einem Aktionstag im Püttlinger Stadtpark. Hier präsentierte die Jugendfeuerwehr bei tollem Sommerwetter nicht nur ihre vielfältigen Aktionen und Arbeiten, sondern auch die Feuerwehrfahrzeuge wurden vorgestellt. Daneben konnten auch viele Mitmach-Aktionen wie Bullriding, Hüpfburgen oder auch der „American Gladiator“ ausprobiert werden. Bei den Vorstellungen des Zauberers Maxim Maurice konnte sich Jung und Alt in die Welt der Magie begeben und sich verzaubern lassen. Sehr viele Kinder und Jugendliche, aber auch ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger besuchten den Aktionstag und machten diesen zu einem tollen Event.

Die eigentlichen Jubiläumsfeierlichkeiten waren in den Tag der offenen Tür des Löschbezirks Püttlingen eingebunden. Auch für den Festkommers hatte sich Jugendwart Carsten Münch und sein Team ein buntes Programm ausgedacht. Der gesamte Abend stand im Zeichen „50 Jahre Jugendfeuerwehr“. Eröffnet wurde der Abend mit einer Musikdarbietung der „Köllervalley Singers“. Danach kamen die Ehrengäste zu Wort, um zu diesem Jubiläum zu gratulieren.

Bürgermeister Martin Speicher begrüßte, als Chef der Wehr, alle Anwesenden und bedankte sich für ihr kommen. „Wir haben bei der Feuerwehr Püttlingen eine gut funktionierende Jugendarbeit, die Jugendlichen werden sehr gut auf den aktiven Feuerwehrdienst vorbereitet.“ so Bürgermeister Martin Speicher. Einen besonderen Dank richtete er auch an alle Ausbilder und Betreuer, denn ohne deren Engagement wäre dies so nicht möglich.

Der Schirmherr der Veranstaltung, Ministerpräsident Tobias Hans, lobte ebenfalls das Engagement der Jugendlichen. Bei der Jugendfeuerwehr werden Werte wie Nächstenliebe, das Eintreten für Andere und sozialer Zusammenhalt gelebt, so Ministerpräsident Tobias Hans. Ohne die Arbeit in der Jugendfeuerwehr wird es schwierig, zukünftig das Sicherheitsniveau aufrechtzuerhalten. Ein herzliches Dankeschön richtete Tobias Hans auch an alle Betreuer, die die Jugendarbeit durchführen, aber auch an alle, die in der Feuerwehr mitarbeiten. „Trotz dieser vielfältigen Aufgaben darf der Spaß in der Jugendfeuerwehr nicht zu kurz kommen.“ so der Ministerpräsident.

In seinen Grußworten erwähnte Wehrführer Thomas Prinz, dass er selbst aus den Reihen der Jugendfeuerwehr stammt und als Jugendwart im Löschbezirk Köllerbach selbst die Jugendarbeit mitgestaltet hat. Thomas Prinz bedankte sich bei denjenigen, die die Jugendfeuerwehr 1968 ins Leben gerufen haben und bei allen, die sich in den letzten 50 Jahren dort engagiert haben. „Vor ein paar Jahren gab es noch einen Aufnahmestopp, da sehr viele Jugendliche in die Jugendfeuerwehr eintreten wollten. Diese Zeiten sind leider vorbei und wir müssen, wie andere Vereine auch, um jedes neue Mitglied kämpfen.“ so Thomas Prinz. In seiner Ansprache appellierte er an alle Besucher, ihre Kinder zur Jugendfeuerwehr zu schicken bzw. sich selbst in der Feuerwehr zu engagieren.

Auch Püttlingens Löschbezirksführer Thomas Albert, der selbst 10 Jahre Jugendwart im Löschbezirk Püttlingen war, hofft darauf, viele neue Mitglieder gewinnen zu können. „Die aktiven Feuerwehrangehörigen aus dem Löschbezirk Püttlingen stammen zu fast 88% aus den Reihen der Jugendfeuerwehr.“ so Thomas Albert. Um die Jugendfeuerwehrarbeit entsprechend durchführen zu können, werden natürlich auch entsprechende finanzielle Mittel benötigt. Daher unterstützt der Löschbezirk Püttlingen die Jugendarbeit mit 500,00 Euro sowie zusätzlich mit einem ¼ der Einnahmen aus dem Feuerwehrfest.

Auch der stellvertretende Jugendbeauftrage im Regionalverband Saarbrücken, Matthias Martini, gratulierte recht herzlich zur 50-jährigen Erfolgsgeschichte Jugendfeuerwehr Püttlingen. „In der Jugendfeuerwehr wird bürgerliches Engagement und soziales Verhalten vermittelt. Die Feuerwehrarbeit ist bei der freiwilligen Feuerwehr nicht Beruf, sondern Berufung.“ so Matthias Martini.

Eine besondere Überraschung hatte Jugendwart Carsten Münch noch für seine Vorgänger im Amt des Jugendwartes vorbereitet. Die bisherigen Jugendwarte Jürgen Eckle, Sebastian Schmidt senior, Peter Müller, Thomas Albert und Harald Ströhle konnten aus den Händen von Carsten Münch für ihr Engagement und ihre Unterstützung die Floriansmedaille mit der Aufschrift „50 Jahre Jugendfeuerwehr, für Engagement und Treue“ entgegennehmen.

Weiterhin konnten Ehrungen durch den stellvertretenden Bundesjugendleiter, Dirk Müller, und den Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes im Regionalverband Saarbrücken, Thomas Quint vorgenommen werden. So wurde Stadtjugendwart Harald Ströhle mit der Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber und Peter Müller mit der Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Gold für ihr Engagement in der Jugendfeuerwehr ausgezeichnet.

Nach den Grußworten gratulierten benachbarte Feuerwehren, befreundete Organisationen und Vereine der Jugendfeuerwehr Püttlingen zu ihrem 50-jährigen Jubiläum. „Was wäre ein Geburtstag ohne einen Geburtstagskuchen“ so Jugendwart Carsten Münch. Bevor der offizielle Teil beendet wurde, wurde der Geburtstagskuchen hereingefahren, angeschnitten und an alle, die ein Stück wollten, verteilt. In seinen Schlussworten bedankte sich Carsten Münch bei allen, die ihn bei der Jugendarbeit unterstützen und für den gelungenen Abend gesorgt haben.

Im Anschluss an die Grußworte startete die musikalische Unterhaltung mit der Band „Caracas“ und der Licht- und Feuershow „Baila Fuego“. Zum Abschluss des Abends gab es noch ein Jubiläumsfeuerwerk.

Grundsätzlich ist die Gemeinde dazu verpflichtet, die notwendigen Geräte und Ausrüstungsgegenstände für die Feuerwehr zu beschaffen. Aufgrund der schlechten Haushaltssituation in Püttlingen werden auch die zwingend notwendigen Anschaffungen durch die Stadt durchgeführt. Beschaffungen, die den Feuerwehrangehörigen ihre Arbeit jedoch erleichtern, aber über das notwendige Maß hinausgehen, können eventuell erst später oder zum Teil gar nicht realisiert werden.

Um solche Ausrüstungsgegenstände anschaffen zu können, wurde im Löschbezirk Püttlingen ein Förderverein gegründet. Durch die finanziellen Mittel werden sowohl die aktiven Feuerwehrangehörigen, aber auch die Jugendfeuerwehr materiell und ideell unterstützt.

Der 1. Vorsitzende des Fördervereins, Wolfgang Peter, konnte nun einen Werkstattwagen mit entsprechendem Werkzeug an den Löschbezirk Püttlingen übergeben. Im Bereich der Fahrzeug- und Gerätewartung wird entsprechend hochwertiges Werkzeug benötigt. Der angeschaffte Werkstattwagen steht nun den Fahrzeug- und Gerätewarten zur Verfügung, die damit die anfallenden Arbeiten durchführen können.

Aber auch bei der Beschaffung des Gerätewagen-Logistik 2 beteiligte sich der Förderverein. Die Fahrzeugbeklebung konnte durch Mittel des Fördervereins realisiert werden. Die Beklebung wurde an die des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) angepasst. Auf beiden Seiten des Aufbaus wurde das Püttlinger Stadtlogo angebracht. Neben diesem Logo verfügt das Fahrzeug über eine umlaufende retroreflektierende Konturmarkierung, die bei Dunkelheit das Licht anderer Fahrzeuge zurückwirft und somit die Sichtbarkeit des Fahrzeugs erhöht und der Verkehrssicherheit dient.

Neben den aktiven Feuerwehrangehörigen profitiert aber auch die Jugendfeuerwehr vom Förderverein. Gerade die Unterstützung der Jugendfeuerwehr ist sehr wichtig, da in der Jugendfeuerwehr der Feuerwehrnachwuchs ausgebildet wird. Mehr als die Hälfte der aktiven Feuerwehrangehörigen stammt aus den Reihen der Jugendlichen. In diesem Jahr kann die Jugendfeuerwehr Püttlingen auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken. Dieses Jubiläum wurde mit entsprechenden Aktionen und Veranstaltungen gefeiert, die durch den Förderverein finanziell unterstützt wurden.

Die Löschbezirksführung bedankte sich im Namen aller aktiven Feuerwehrangehörigen des Löschbezirks Püttlingen für die Unterstützung beim 1. Vorsitzenden des Fördervereins, Wolfgang Peter. Auch der Jugendfeuerwehrbeauftragte Carsten Münch bedankte sich, stellvertretend für alle Jugendfeuerwehrangehörigen, beim Vorstand des Fördervereins, der immer ein offenes Ohr für die Belange der Jugendfeuerwehr hat. „Solche Anschaffungen sind nur durch Mitgliedsbeiträge und Spenden der Fördervereinsmitglieder möglich. Werden Sie Mitglied im Förderverein und unterstützen Sie somit auch die Arbeit Ihrer Feuerwehr.“ so Wolfgang Peter.

 

Im Rahmen der zum 3. Mal stattfindenden deutsch-französischen Woche „Metz est wunderbar“ präsentierte sich auch die Feuerwehr Püttlingen. Neben Konferenzen, Konzerten und einem Feinschmeckermarkt gab es auch Ausstellungen zu besichtigen.

Im Rahmen dieser Ausstellungen präsentierten sich auch Feuerwehren aus dem Regionalverband Saarbrücken gemeinsam mit den Sapeurs-Pompiers der Region Moselle in Metz. Angefragt hatte der Brandinspekteur des Regionalverbandes Saarbrücken, Tony Bender. Hierbei gab es verschiedene Themenschwerpunkte, zu denen unterschiedliche Fahrzeuge vorgestellt und präsentiert wurden. Ein Themenschwerpunkt war der Bereich der „Technischen Hilfeleistung“, bei dem beispielsweise die Einsatzgerätschaften und das taktische Vorgehen bei einem Verkehrsunfall demonstriert wurden. Die Feuerwehr Völklingen war mit ihrem Einsatzleitwagen (ELW) vor Ort und zeigte die Einsatzmöglichkeiten einer Drohne. Die Berufsfeuerwehr Saarbrücken war mit den Höhenrettern und den Tauchern präsent.

Zum Thema Brandbekämpfung war neben den Feuerwehren Großrosseln, Völklingen und Sulzbach auch die Feuerwehr Püttlingen vor Ort. Dort stellte die Feuerwehr Püttlingen den Gerätewagen-Logistik 2 (GW-L2) mit seinen unterschiedlichen Beladungskomponenten vor. Neben den Beladungskomponenten des Schlauchwagens 2000 (SW 2000) mit diversen Pumpen und dem Schlauchmaterial für die Wasserversorgung über lange Wegstrecken (2000 Meter Schlauch) wurde aber auch die Ölschadenskomponente des Regionalverbands Saarbrücken vorgestellt.

Homepage FührungskräftefortbildungErstmalig in dieser Form hatte der stellvertretende Wehrführer und Fachbereichsleiter Ausbildung, Ruwen Dumont, alle Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen zu einer Führungskräftefortbildung ins Feuerwehrgerätehaus Köllerbach eingeladen. Zum Beginn der Veranstaltung begrüßte Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz alle Anwesenden und gab einen kurzen Überblick über die Themen, die den Feuerwehrangehörigen nähergebracht werden. Das erste Thema der Tagesordnung betraf das Thema „Einsatzabläufe bei der Feuerwehr Püttlingen“. Zuerst informierte Thomas Prinz die Teilnehmer über die bestehende Alarm- und Ausrückeordnung (AAO). Er stellte dar, welche Einheiten bei welchen Einsatzstichworten alarmiert werden und erläuterte die Hintergründe der Kräfteansätze. Denn nicht bei jedem Einsatz sind alle Fahrzeuge und Einsatzkräfte der Feuerwehr erforderlich.

Danach gab Ruwen Dumont einen kurzen Überblick über das Fernmeldekonzept insbesondere wurde auf die Einsatzstellenkommunikation beim Zusammenwirken der drei Püttlinger Löschbezirke eingegangen.

Den größten Teil der Fortbildungsveranstaltung nahm der Punkt „Energieversorgung“ ein. Hier brachte Matthias Klein allen Anwesenden das Thema „elektrischer Strom“ näher. Hierbei ging er auf die Themen Aufbau des elektrischen Energieversorgungsnetzes, Sicherheitsmaßnamen wie z. B. Sicherheitsabstände oder auch das Verhalten an Einsatzstellen ein. Auch der Umgang mit Photovoltaik-Anlagen im Einsatzfall wurde den Feuerwehrangehörigen nähergebracht.

Alle Teilnehmer waren sich darüber einig, dass eine solche Veranstaltung eine gute Plattform zur Information aller Führungskräfte darstellt. Nach gut 4 Stunden und einem gemeinsamen Mittagessen machten sich alle Teilnehmer wieder auf den Nachhauseweg. Auch zukünftig sind weitere Fortbildungsveranstaltungen für Führungskräfte auf Stadtebene geplant.

1 (8)Zu insgesamt 4 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Püttlingen innerhalb von 24 Stunden alarmiert. Zum ersten Einsatz wurden die Einsatzkräfte am 29. Januar 2018 gegen 16:26 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Brand einer Garage“ in die Köllertalstraße alarmiert. Aufgrund des Alarmierungsstichworts wurden alle 3 Löschbezirke der Feuerwehr Püttlingen zur Einsatzstelle entsandt. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar.

Vor Ort konnte der Einsatzleiter den Vollbrand einer Doppelgarage feststellen, der bereits auf die Kellerräume des Gebäudes übergegriffen hatte. Die Brandbekämpfung erfolgte durch mehrere Atemschutztrupps im Innen- sowie im Außenangriff mit insgesamt 5 C-Rohren. Das gesamte Gebäude war stark verraucht und wurde nach Personen durchsucht. In den Kellerräumen wurden mehrere Gasflaschen entdeckt, die ins Freie verbracht und dort entsprechend gekühlt wurden. Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht, um ein Übergreifen des Feuers auf den Dachstuhl zu verhindern. Im weiteren Einsatzverlauf wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt und Belüftungsmaßnahmen mit mehreren Überdrucklüftern vorgenommen, um das Gebäude rauchfrei zu bekommen. Während der Löschmaßnahmen wurden das Technische Hilfswerk Völklingen-Püttlingen zur Sicherung und Ausleuchtung der Einsatzstelle sowie der Baufachberater des Ortsverbands St. Ingbert zur Begutachtung der Statik an die Einsatzstelle alarmiert. Neben der Polizei, dem Rettungsdienst und Bürgermeister Martin Speicher war auch der Kreisbrandmeister des Regionalverbandes Saarbrücken, Christian Ziegler, an der Einsatzörtlichkeit. Nach gut 2 ½ Stunden konnten die Einsatzkräfte in die Feuerwehrgerätehäuser einrücken und die Fahrzeuge und Geräte wieder einsatzbereit machen.

Die Ruhepause währte jedoch nicht lange, denn um 19:53 Uhr wurden die Einsatzkräfte aller 3 Löschbezirke erneut über Meldeempfänger alarmiert. Diesmal wurden die Feuerwehrangehörigen mit dem Einsatzstichwort „Kellerbrand“ in die Rittenhofer Straße in den Stadtteil Köllerbach alarmiert. Vor der Eingangstür zum Kellerbereich brannte eine Mülltonne; der dabei entstandene Rauch drang durch die geöffnete Tür ins Gebäudeinnere. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Feuer bereits durch Anwohner gelöscht, so dass noch eine Nachschau erfolgte und das Gebäude mittels Überdrucklüfter vom eingedrungenen Brandrauch befreit wurde. Nach gut 45 Minuten war auch dieser Einsatz abgearbeitet.

Gegen 23:57 Uhr wurde dann der Löschbezirk Püttlingen mit dem Alarmstichwort „Person in Notlage (Stromausfall)“ zur Bundesknappschaftsklinik alarmiert. Kurz vor Mitternacht kam es in Teilen Püttlingens zu einem kurzen Stromausfall, von dem auch das Krankenhaus betroffen war. Für solche Notfälle verfügt die Knappschaftsklinik über ein Notstromaggregat, welches auch direkt ansprang. Um für einen eventuellen Ausfall der Notstromversorgung gewappnet zu sein, wurde die Feuerwehr alarmiert. Neben dem Löschbezirk Püttlingen wurde auch der Löschbezirk Malstatt-Burbach der Feuerwehr Saarbrücken alarmiert. Die Einsatzkräfte aus Saarbrücken verfügen über ein 60-kVA-Aggregat. Auch das Technische Hilfswerk des Ortsverbands Völklingen-Püttlingen wurde alarmiert und brachte eine 150-kVA-Netzersatzanlage zur Einsatzstelle, um für den Fall der Fälle Strom einspeisen zu können, dazu wurden auch mehrere Stromleitungen zur Intensivstation verlegt. Neben mehreren Rettungswagen war auch Bürgermeister Martin Speicher sowie der Brandinspekteur des Regionalverbandes Saarbrücken, Tony Bender, vor Ort. Nachdem die reguläre Stromversorgung wieder funktionierte, konnten die bereitgestellten Notstromaggregate wieder zurückgebaut werden und die Einsatzkräfte konnten nach gut 1 ¾ Stunden wieder zurück in ihre Standorte einrücken.

Zum Abschluss der einsatzintensiven Zeit mussten die Feuerwehrangehörigen des Löschbezirks Püttlingen dann noch am 30. Januar 2018 gegen 14:43 Uhr zu einem Papiercontainerbrand in die Behringstraße ausrücken. Hier wurden zwei nebeneinander stehende brennende Papiercontainer von einem Trupp unter Atemschutz geöffnet und das Brandgut mit einem C-Rohr abgelöscht.

Bilder zu den Einsätzen: Nr. 4 – Wohnhausbrand, Köllertalstraße sowie Nr. 6 – Person in Notlage (Stromausfall) – Klinik Püttlingen

Gruppenbild Ehrung Püttlingen 2018Im Rahmen eines Empfangs in Uhrmachers Haus honorierte die Stadt Püttlingen und der Landesfeuerwehrverband die erbrachten Leistungen und das ehrenamtliche Engagement verdienter Feuerwehrangehöriger. Hierzu hatte die Stadt Püttlingen neben den zu Ehrenden auch deren Partner eingeladen.

Der Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher, begrüßte alle Anwesende recht herzlich. „Es freut mich, die Mitglieder unserer Basisorganisationen, sei es die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr, des DRK oder des THW in besonderer Weise zu ehren und mich persönlich für ihren Dienst und ihr Engagement für die Allgemeinheit zu bedanken.“ so Bürgermeister Martin Speicher. Jährlich leisten die Feuerwehrangehörigen unzählige Stunden, sei es für Übungen, Fortbildungen oder aber auch bei Einsätzen. Für die hier geleistete Arbeit, die neben dem Beruf und der Familie geleistet wird, gebührt allen der Dank und die Anerkennung aller Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Auch der Brandinspekteur für den Regionalverband Saarbrücken, Tony Bender, richtete ein paar Grußworte an die zu Ehrenden. Er hob besonders den Stellenwert der Feuerwehrarbeit hervor. „Die Feuerwehrarbeit ist nicht mit anderen Ehrenämtern zu vergleichen, die ohne Zweifel auch sehr wichtig sind, der Unterschied liegt jedoch darin, dass die Feuerwehrangehörigen im Einsatzfall ihr Leben zum Wohle anderer riskieren.“ so Brandinspekteur Tony Bender. Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz bedankte sich ebenfalls bei allen Feuerwehrangehörigen für ihr Engagement, insbesondere aber bei den Jubilaren für ihre langjährige Tätigkeit. „Ein besonderer Dank geht aber auch an die Familienangehörigen für ihr Verständnis, denn ohne den Rückhalt in der Familie wäre das Ehrenamt Feuerwehr so nicht leistbar.“ so Thomas Prinz.

 

Danach wurden durch Bürgermeister Martin Speicher, Brandinspekteur Tony Bender, Wehrführer Thomas Prinz und den Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes im Regionalverband Saarbrücken, Thomas Quint, die Ehrungen vorgenommen.

Für 20-jährige Mitgliedschaft wurden Ruwen Dumont (Löschbezirk Püttlingen) sowie Timo Krächan und Michael Walter (beide Löschbezirk Köllerbach) geehrt. Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Thomas Kirsch, Michael Kreutzer und Markus Zimmer aus Köllerbach sowie Alexander Birk, Christoph Kunz, Christian Müller und Carsten Münch aus Püttlingen das bronzene Feuerwehrehrenzeichen. Das Feuerwehrehrenzeichen für 35-jährige Mitgliedschaft wurde an Christian und Jürgen Bär vom Löschbezirk Püttlingen sowie an Roland von dem Broch vom Löschbezirk Köllerbach verliehen. Infolge der Vollendung einer 45-jährigen aktiven Dienstzeit wurde Klaus Prediger mit dem Feuerwehrehrenzeichen ausgezeichnet.

Der Vorsitzende für den Feuerwehrverband im Regionalverband Saarbrücken, Thomas Quint, zeichnete weiterhin noch im Namen des Landesfeuerwehrverbandes folgende Feuerwehrangehörigen aus:

Für eine 40-jährige Mitgliedschaft wurde Roland Jungmann vom Löschbezirk Herchenbach geehrt. Auf eine 50-jährige Feuerwehrzugehörigkeit kann Albrecht Altmeyer aus Herchenbach zurückblicken. Für 60 Jahre Feuerwehrarbeit wurden Alois Raber vom Löschbezirk Köllerbach sowie Jürgen Eckle, Sebastian Schmidt und Richard Sutor vom Löschbezirk Püttlingen ausgezeichnet.

Im Anschluss an die Ehrungen wurde noch eine Verabschiedung in die Alterswehr vorgenommen. Für seinen langjährigen Dienst wurde Klaus Prediger mit der Stadtmedaille und einer Urkunde ausgezeichnet. Die Partnerinnen und Partner der Geehrten sollten aber auch nicht zu kurz kommen, denn ohne deren Verständnis für die vielen Übungs- und Einsatzstunden wäre das ehrenamtliche Engagement gar nicht möglich. Sie erhielten im Anschluss an die Veranstaltung als kleines Dankeschön einen Blumenstrauß.

Seit der Beschaffung des GW-L 2 im vergangenen Jahr wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Püttlingen sowohl an dem Fahrzeug selbst wie auch an der Beladung und den neuen Gerätschaften ausgebildet. Neben der Ausbildung zum Fahrzeugmaschinisten, Themen wie die Ladungssicherung oder das Be- und Entladen der Rollcontainer über die Ladebordwand wurde insbesondere der Aufgabenschwerpunkt „Wasserversorgung über lange Wegestrecke“ (SW 2000 Komponente) behandelt. Eine praktische Übung zu diesem Thema rundet die Ausbildung ab. Die Erste dieser Übungen fand vergangenen Samstag am Mathildenschacht statt. Nach einem kurzen theoretischen Ausbildungsteil wurden mehrere  hundert Meter B-Schlauch als Doppelleitung verlegt. Insbesondere das sichere Verlegen einer Schlauchleitung von einem fahrenden Fahrzeug aus setzt eine fundierte Ausbildung voraus. In den nächsten Wochen werden weitere Übungen zu diesem Thema stattfinden um alle Einsatzkräfte abschließend Schulen zu können.

1 (1)Jedes Quartal führt der Löschbezirk Püttlingen eine größere Übung durch; diesmal wurde diese gemeinsam mit der DRK Rettungswache Völklingen in der Straße „Am Grubenbahnhof“ durchgeführt. Dort hatte ein LKW-Fahrer einen PKW übersehen und fuhr diesem in die Beifahrerseite. Der PKW-Fahrer wurde in seinem Fahrzeug so eingeklemmt, dass er sich nicht mehr selbst aus seinem Fahrzeug befreien konnte. Der LKW-Fahrer stand unter Schock und klagte über Schmerzen in den Beinen, sodass auch er nicht selbständig aus dem Fahrzeug aussteigen konnte. So die Übungsannahme, der sich die Rettungskräfte stellen mussten.

Aufgrund des eingegangenen Notrufs wurden der Löschbezirk Püttlingen, zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug mit dem Einsatzstichwort „Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen – LKW gegen PKW“ zur Einsatzstelle alarmiert. Zuerst traf das Kleineinsatzfahrzeug mit dem Einsatzleiter ein, der sofort eine Erkundung durchführte. Kurz darauf trafen das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, eine Notärztin mit dem Notarzteinsatzfahrzeug sowie ein Rettungswagen ein. Während die Unfallstelle gegen den fließenden Verkehr abgesichert wurde, wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Notarzt die Rettung der eingeklemmten Person aus dem PKW vorbereitet, das Fahrzeug durch Unterbauen stabilisiert und gesichert. Aufgrund der Verletzungen wurde eine schonende Rettung vorbereitet. Damit sich die Notärztin besser um den Verunglückten kümmern konnte, wurden die Scheiben und die Fahrertür entfernt und das Dach seitlich weggeklappt. Da sich während der Einsatzmaßnahmen der Zustand des Eingeklemmten drastisch verschlechterte, wurde durch die Notärztin eine Sofortrettung angeordnet. Zwischenzeitlich trafen ein weiterer Rettungswagen und das Tanklöschfahrzeug an der Einsatzstelle ein. Die nachgerückten Einsatzkräfte kümmerten sich direkt um den eingeschlossenen LKW-Fahrer. Hier kam eine sogenannte Rettungsplattform zum Einsatz. Diese dient dazu, dass sich die Einsatzkräfte auf gleicher Höhe zur verletzten Person befinden, um besser und sicherer arbeiten zu können. Nachdem die Person durch den Rettungsdienst versorgt war, erfolgte eine achsengerechte Rettung mittels eines Spineboards (Rettungsbretts). Weiterhin wurde durch die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs der 3-fache Brandschutz mittels C-Rohr, Pulverlöscher und Schaumrohr sichergestellt. Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit wurde die Einsatzstelle mittels Flutlichtstrahlern großflächig ausgeleuchtet.

Nachdem alle Personen aus den Fahrzeugen befreit waren, wurden diese zur weiteren Versorgung in die Rettungswagen gebracht und der Abtransport ins Krankenhaus vorbereitet. Die Einsatzgeräte wurden danach wieder auf die Fahrzeuge verladen und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt. Vor Ort erfolgte eine kurze Übungsbesprechung, in der die gute Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr gelobt wurde. Auch in Zukunft sind weitere Übungen geplant.

BeförderungenIm Anschluss an die Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen in Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk Völklingen-Püttlingen und den DRK Bereitschaften Püttlingen und Köllerbach wurden in der Barbarahalle nach der Übungsbesprechung noch Beförderungen von Feuerwehrangehörigen durchgeführt.

Zu Beginn begrüßte der Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher, alle Anwesenden, darunter die Beigeordneten der Stadt Püttlingen, den Kreisbrandmeister für den Regionalverband Saarbrücken, Christian Ziegler (in Vertretung des Brandinspekteurs), die Wehr- und Löschbezirksführung der Feuerwehr Püttlingen, Abordnungen benachbarter Feuerwehren, die Ehrenwehr- und Ehrenlöschbezirksführer der Feuerwehr Püttlingen, die Mitglieder des Stadtrates sowie alle an der Übung beteiligten Angehörigen der Hilfsorganisationen.

Nach der Begrüßung erfolgte die Übungsbesprechung durch den ersten Kreisbrandmeister Christian Ziegler, den Vertreter des THW Ortsverbandes Völklingen-Püttlingen, Sebastian Klein, und der Vertreterin des DRK, Evi Mülder. Danach wurden die Beförderungen vorgenommen.

Von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Feuerwehrdienst wurde Joshua Diehl übernommen. Den Dienstgrad Feuerwehrmann dürfen ab sofort Andreas Balzert, Luca Kammer, Philip Konrath, Maurice Kuhlmann, Tobias Weber, Jan-Niclas  und Kai-Luca Timm tragen. Die Beförderung zum Oberfeuerwehrmann konnten Yannik Altmeyer, Alexander Ernst, Robin Posth, Sören Rupp und Fabio Leidner entgegennehmen. Zum Löschmeister wurden Manuel Schröder, Thorsten von dem Broch, Lars Brunder und Julian Leipold befördert. Neue Oberlöschmeister sind ab sofort Rainer Altmeyer und Christian Weisgerber. Über die Beförderung zum Hauptlöschmeister konnte sich Roland Jungmann freuen. Zum Brandmeister wurde Daniel Hauch befördert.

Jedes Jahr findet im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit eine gemeinsame Übung der Jugendfeuerwehrangehörigen der Köllertalgemeinden Heusweiler, Riegelsberg und Püttlingen statt. Ausgerichtet wurde die Übung in diesem Jahr durch die Feuerwehr Riegelsberg.

Als Szenario hatten sich die Übungsverantwortlichen Folgendes ausgedacht: In der Betonsteinfabrik Dr. Arnold Schäfer GmbH am Riegelsberger Russenweg kam es nach einer Explosion zu einem Brand. Im Produktionsgebäude wurden noch mehrere Mitarbeiter vermisst. Zeitgleich ereignete sich auf dem Firmengelände ein Verkehrsunfall, bei dem eine Person unter dem Fahrzeug eingeklemmt wurde. Über Notruf 112 wurde die Integrierte Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg über den Notfall informiert. Daraufhin wurde die Feuerwehr Riegelsberg über die Haupteinsatzzentrale der Berufsfeuerwehr Saarbrücken zur Einsatzstelle alarmiert. Die Einsatzkräfte des zuerst eintreffenden Einsatzleitwagens (ELW) der Feuerwehr Riegelsberg verschafften sich zuerst einen Überblick über die Lage, bildeten sofort eine Einsatzleitung und leiteten erste Maßnahmen ein. Aufgrund der vorgefundenen Lage und des Schadensausmaßes wurde sofort eine Alarmstichworterhöhung vorgenommen und die Feuerwehren Heusweiler und Püttlingen zur nachbarlichen Hilfe angefordert.

Als nächstes erreichten zwei Löschgruppenfahrzeuge der Feuerwehr Riegelsberg die Einsatzstelle und kümmerten sich um die Rettung der unter dem PKW eingeklemmten Person mittels pneumatischer Hebekissen. Weiterhin wurde der zweifache Brandschutz sichergestellt, die Einsatzstelle gegen den fließenden Verkehr abgesichert und die Abschnittsleitung Technische Hilfeleistung eingerichtet.

Die Einsatzkräfte der Jugendfeuerwehr Heusweiler hatten sich bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle mit Übungsatemschutzgeräten ausgestattet und begannen mit der Menschenrettung aus dem Produktionsgebäude. Außerdem wurde mit der Brandbekämpfung mit mehreren C-Rohren im Außenangriff begonnen, die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten sichergestellt und die Abschnittsleitung Brandbekämpfung eingerichtet.

Die Einsatzkräfte der Jugendfeuerwehr Püttlingen mussten zwei Personen von einem Treppenturm der Siloanlage retten und setzten ebenfalls mehrere C-Rohre zur Brandbekämpfung im Außenangriff ein. Um ein Übergreifen des Feuers auf eine weitere Halle zu verhindern, wurde eine sogenannte „Riegelstellung“ errichtet. So konnte das Übergreifen des Feuers auf die benachbarte Halle verhindert werden.

Neben zahlreichen Eltern verfolgten auch Riegelsbergs Bürgermeister Klaus Häusle und die Wehrführer der drei Köllertalgemeinden gespannt die Übung der Jugendfeuerwehrangehörigen. Allen an der Übung beteiligten Jugendfeuerwehrangehörigen wurde in der Übungsbesprechung eine hervorragende Leistung attestiert. Bürgermeister Klaus Häusle sprach allen Jugendlichen auch im Namen seiner Amtskollegen einen herzlichen Dank aus. Er bedankte sich aber auch bei allen Feuerwehrangehörigen, die sich neben ihrem „normalen“ Feuerwehrdienst noch zusätzlich bei der Jugendfeuerwehr engagieren und somit zur Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses beitragen.

DSC_0268Zur feierlichen Einweihung des neuen Gerätewagen Logistik Größe 2 (GW-L2) hatte Bürgermeister Martin Speicher offiziell am 02. August ins Feuerwehrgerätehaus Püttlingen eingeladen. Neben zahlreichen Mitgliedern der aktiven Wehr, der Jugendwehr und der Altersabteilung konnte Bürgermeister Martin Speicher eine Vielzahl an Ehrengästen, aber auch viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt Püttlingen begrüßen. Neben dem Dezernenten für die Bereiche Sicherheit und Sport, Harald Schindel, dem Brandinspekteur für den Regionalverband Saarbrücken, Tony Bender, dem Vorsitzenden des Feuerwehrverbandes für den Regionalverband Saarbrücken, Thomas Quint, hatte auch eine Abordnung der Partnerfeuerwehr aus Puttelange-aux-Lac, den Weg ins Feuerwehrgerätehaus Püttlingen gefunden.

„Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr“ lautet der Wahlspruch, den sich die Feuerwehr auf ihre Fahne geschrieben hat. Damit die Feuerwehr diesem Anspruch auch gerecht werden kann, muss sie technisch regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden.“ so Bürgermeister Martin Speicher in seiner Begrüßung. Er ist froh darüber, dass trotz der finanziell schlechten Lage der Stadt Püttlingen nicht an der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gespart wird. Alle Fraktionen im Stadtrat haben der Beschaffung des neuen Fahrzeugs zugestimmt. Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister richteteten auch der Dezernent Harald Schindel, Brandinspekteur Tony Bender und Wehrführer Thomas Prinz noch ein paar Worte an alle Anwesenden. Wehrführer Thomas Prinz bedankte sich bei allen, die an der Beschaffung des neuen Fahrzeugs beteiligt waren. Beispielsweise bei denjenigen, die bei der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen mitgewirkt haben, aber auch bei allen Mandatsträgern, die die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt haben. Danach erfolgte die feierliche Einsegnung des neuen Fahrzeugs durch Pfarrer Prof. Dr. Joachim Conrad und Dechant Franz-Josef Werle. Danach übergab Bürgermeister Martin Speicher offiziell die Fahrzeugschlüssel an Wehrführer Thomas Prinz, der sie an den Püttlinger Löschbezirksführer Thomas Albert weiterreichte. Thomas Albert gab danach noch Informationen zum Fahrzeug.

Das Fahrzeug wurde nach den Vorgaben des im Jahr 2010 / 2011 fortgeschriebenen Brandschutzbedarfsplans der Stadt Püttlingen mit einer Standardbeladung eines Schlauchwagens 2000 (SW 2000) beschafft. Neben der klassischen Beladung zur Brandbekämpfung für eine Staffel wurde auf dem Fahrzeug auch eine Rettungsplattform verlastet. Diese wird beispielsweise bei Verkehrsunfällen mit LKW´s oder Bussen vor Ort gebracht, um den Einsatz der schweren technischen Gerätschaften in entsprechender Höhe leichter durchführen zu können. Das Fahrzeug kann ebenfalls als Anschlagpunkt bei technischen Hilfeleistungen oder auch als Schleppfahrzeug eingesetzt werden.

Weiterhin wird das Fahrzeug bei allen Einsätzen, bei denen eine Wasserversorgung über lange Wegstrecke verlegt werden muss, aber auch bei sonstigen logistischen Aufgaben eingesetzt. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit wird das Fahrzeug aber auch im Regionalverband Saarbrücken zu Einsätzen alarmiert. Beispielsweise ist das Fahrzeug im Konzept der überörtlichen Einsatzzüge bei sogenannten Flächenlagen (z. B. Überschwemmungen nach Starkregenfällen) eingebunden. Weiterhin wurde durch den Regionalverband Saarbrücken eine Komponente „Ölschadensbekämpfung“ angeschafft, da der Gerätewagen-Logistik bei Unfällen mit Mineralölprodukten in Zusammenarbeit mit dem Gefahrstoffzug des Regionalverbandes eingesetzt wird. Da das Fahrzeug als sogenanntes Sonderfahrzeug im Regionalverband miteingebunden ist, wurden die Anschaffungskosten in Höhe von rund 290.000,00 Euro zur Hälfte aus Mitteln der Feuerschutzsteuer finanziert.

Beim Fahrgestell handelt es sich um einen Scania P360 mit einer CrewCab, die insgesamt 6 Feuerwehrangehörige (Staffelbesatzung) aufnehmen kann. Das maximale Gesamtgewicht beträgt 18 Tonnen. Angetrieben wird das Allradfahrgestell von einem Motor mit 265 kW (360 PS) Leistung und einem Hubraum von 13.000 cm³. Das Fahrzeug hat eine Länge von 9,20 Metern, ist 2,50 Metern breit und hat eine Höhe von 3,45 Metern.

Der Geräteraum- und Kofferaufbau erfolgte bei der Firma Meinicke Fahrzeugservice GmbH in Lutherstadt Eisleben. Der Aufbau besteht aus Aluminium ist nicht rostend und daher besonders langlebig. Neben zwei Geräteräumen mit Materialauszügen zur optimalen Platzausnutzung wurde noch ein Kofferaufbau angesetzt, der mit einer teilbaren Ladebordwand mit 1,5 Tonnen Nutzlast abgeschlossen wird. Seitlich am Kofferaufbau wurde eine Eingangstür mit ausziehbarer Treppe als zusätzlicher Zugang zur Ladefläche eingebaut. Wenn die verlasteten Rollcontainer von der Ladefläche abgeladen sind, kann das Fahrzeug auch als Aufenthalts- oder Besprechungsraum oder einfach nur als Aufenthaltsbereich für Atemschutzgeräteträger oder als Umkleidemöglichkeit genutzt werden. Zur sicheren Entnahme der Gerätschaften wurden an den Fahrzeugseiten stabile Sicherheitsauftritte angebracht. Zur Einsatzstellenbeleuchtung ist ein ferngesteuerter pneumatischer Lichtmast mit 4 Xenon-Scheinwerfern eingebaut. Zur Umfeldbeleuchtung des Fahrzeugs sind 8 Hochleistungs-LED-Lampen im Aufbau integriert. In der Mannschaftskabine sind 4 Atemschutzgeräte in Fahrtrichtung untergebracht.

Eine weitere sichtbare Besonderheit des Fahrzeuges ist die Beklebung, die an die Beklebung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) angepasst wurde. Auf den Seiten des Aufbaus wurde das Püttlinger Stadtlogo angebracht. Neben diesem Logo verfügt das Fahrzeug über eine umlaufende retroreflektierende Konturmarkierung, die bei Dunkelheit das Licht anderer Fahrzeuge zurückwirft und somit die Sichtbarkeit des Fahrzeugs erhöht und der Verkehrssicherheit dient.

Als weitere Ausrüstungsgegenstände sind eine Multifunktions- und eine Teleskopleiter, sowie eine komplette Beladung zum Vortragen eines Löschangriffs in den Geräteräumen verladen. Weiterhin gehören Geräte zur einfachen technischen Hilfeleistung zur Beladung. Im Kofferaufbau steht außerdem eine umfangreiche Beladung in Rollcontainern zur Verfügung. So sind 2.000 Meter B-Schlauchmaterial verladen, die im Fahrbetrieb verlegt werden können. Zur Zwischenspeicherung von Löschwasser stehen 2 Faltbehälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils 5.000 Litern bereit. Ein 13-kVA-Stromerzeuger mit Stativ und Lichtbrücke sowie ein Powermoon können zur Ausleuchtung der Einsatzstelle in den Einsatz gebracht werden. Um eine Wasserförderung über lange Wegstrecke aufbauen zu können, sind zwei tragbare Feuerlöschkreiselpumpen (PFPN 10-1000) inklusive Zubehör verladen.

Sofern das Fahrzeug im Rahmen seiner Sonderaufgabe „Ölschadensbekämpfung“ für den Gefahrstoffzug des Regionalverbandes tätig wird, werden die „Standard“ Rollcontainer durch spezielle Rollcontainer mit Material für die Ölschadens-bekämpfung ersetzt. So stehen ein Rollcontainer mit einer tragbaren Umfüllpumpe (TUP), Erdungssatz und entsprechendem Zubehör zur Verfügung. Weiterhin ist eine Fass- und Notfallpumpe sowie ein Abdichtsatz (Leckbandagen, Gullykissen usw.) verladen. Außerdem gibt es einen Container mit Öl- und Chemikalienbindemittel, Ölbindemittel für Gewässer sowie diverse Ölschlängel und –vliese. Außerdem steht entsprechende Ölschutzkleidung für die Einsatzkräfte zur Verfügung. Die Beladung wird durch ein Gasmessgerät mit 5 Sensoren, einem Öl / Nass-Trockensauger sowie IBC-Auffangbehälter abgerundet. Die Ausrüstungsgegenstände für die Sonderaufgabe „Ölschadensbekämpfung“ wurden zu 100% durch den Regionalverband Saarbrücken finanziert.

Der neue GW-L2 ersetzt ein 1984 in Dienst gestelltes Tragkraftspritzen-Fahrzeug, das aufgrund seines Alters und des Aufbaukonzeptes den neuen Anforderungen an die Ausstattung einer Feuerwehr nicht mehr gerecht wird.

DSC_0198Bei der Feuerwehr Püttlingen wurde eine Sonderausbildung zum Thema „Ladungssicherung bei Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr“ durchgeführt. Als Referent hierfür konnte Dirk Flesch, Mitarbeiter der Unfallkasse des Saarlandes (UKS), gewonnen werden.

Gerade zur Beförderung von Material und Gerätschaften, setzt die Feuerwehr Transport- und Logistikfahrzeuge ein, wobei auch die Fahrer (Maschinisten) der Feuerwehrfahrzeuge das Thema Ladungssicherung beachten müssen. Neben dem Gerätewagen-Mannschaft (GW-M) des Löschbezirks Köllerbach nutzt die Feuerwehr Püttlingen den neu beschafften Gerätewagen-Logistik 2 (GW-L 2) des Löschbezirks Püttlingen für solche Transportaufgaben. Um die Feuerwehrangehörigen für das Thema Ladungssicherung zu sensibilisieren und über die Gefahren einer fehlenden bzw. nicht fachgerechten Sicherung zu informieren, wurde die Sonderausbildungsveranstaltung durchgeführt. Neben den Feuerwehrangehörigen der Löschbezirke Püttlingen und Köllerbach nahmen auch Mitglieder der Feuerwehr Völklingen, Löschbezirk Stadtmitte, an dem Termin teil.

Im theoretischen Teil ging Dozent Dirk Flesch auf verschiedene Arten der Ladungssicherung wie die formschlüssige bzw. kraftschlüssige Ladungssicherung ein. Aber auch die dazu notwendigen Hilfsmittel wie Zurrmittel / Zurrgurte, Kantenschoner und Antirutschmatten sowie deren Einsatz wurden behandelt. „Nicht richtig gesicherte Gegenstände werden zu Geschossen und können so zu schweren Unfällen führen.“ so Dirk Flesch in seinen Ausführungen. Nach dem theoretischen Teil ging es in die Praxis. Hierbei wurden die Möglichkeiten der Ladungssicherung bei den vorhandenen Fahrzeugen besprochen. Dafür stand neben dem Gerätewagen-Logistik 2 der Feuerwehr Püttlingen auch der neue Schlauchwagen-Katastrophenschutz der Feuerwehr Völklingen zur Verfügung.

01_IMG_0099Im Juli trafen sich die Alterskameraden der Löschbezirke Püttlingen und Herchenbach mit ihren Ehepartnern, um gemeinsam das Schaubergwerk „Musée Les Mineurs“ in Petite-Rosselle zu besichtigen. Das Bergwerk „La Mine Wendel“ ist das einzige französische Bergbaugelände, auf dem man die verschiedenen Kohle-Fördertechniken, die bis zur Schließung der letzten französischen Zeche im Jahre 2004 verwendet wurden, entdecken kann.

In der modern und attraktiv gestalteten Ausstellung auf 1.800 m² kann man in das Alltagsleben des Bergarbeiters und seiner Familie, sowie in die Sozialpolitik der Bergbaugesellschaften eintauchen und dabei verschiedene Bergbauberufe im Detail beleuchten. Durch mehr als 160 Objekte und Modelle, mehrere Audio- und Video-Dokumente sowie zahllose Fotos und Zeitdokumente wurde den Besuchern die Kohlegeschichte Lothringens und der grenzübergreifenden Region näher gebracht. Durch authentische Zeitzeugenberichte in Form einer multimedialen Erlebniswelt nimmt man lebensnah am Alltag der Bergleute teil, beispielsweise in der ehemaligen Lohnhalle, der Umkleide, den Waschkauen usw.

Großformatige Schautafeln im Außenbereich des Museums erklären die Geschichte, Nutzung und Funktion der Gebäude auf dem Zechengelände. Sogar die Einfahrt im Förderkorb unter Tage wird mittels eines Fahrsimulators authentisch nachgestellt. Leider hatten die Teilnehmer Pech, dass dieser am Morgen aufgrund eines technischen Defekts nicht benutzt werden konnte.

02_IMG_0086Trotzdem machten sich die Alterswehrmitglieder auf den Weg in die Grube, um verschiedene Förderstollen zu durchqueren. Bevor es jedoch in die Förderstollen ging, wurde bei der Schutzheilgen der Bergmänner, der Heiligen Barbara, die als bronzene Statue im Museum zu besichtigen ist, noch um eine gesunde Rückkehr gebeten. In den Förderstollen konnte man riesige Maschinen wie Vortriebs-, Abbau- und Schrämmaschinen sowie verschiedene weitere Geräte in ihrer jeweiligen Verwendungssituation bestaunen. Der Besuch wurde durch Horst Schmadel, der früher selbst als Bergmann gearbeitet hat, begleitet. Auf dem Rundgang erklärte er den Teilnehmern sehr viel über den Bergbau und die Arbeit als Bergmann. Am Ende des Rundgangs wurde noch ein Film gezeigt, der den typischen Arbeitstag eines Bergmanns darstellte.

Nach der tollen Besichtigung ging es nicht direkt nach Hause, sondern alle Mitfahrer kehrten in die Kantine Velsen ein, um, wie könnte es auch anders sein, sich mit einem verspäteten Bergmannsfrühstück zu stärken.

0 (2)Mit dem Einsatzstichwort „Technische Hilfeleistung – Verkehrsunfall LKW auf Bergehalde umgestürzt“ wurde der Löschbezirk Püttlingen am Samstag, 18. Februar 2017, gegen 10:04 Uhr an die Bergehalde „Viktoria“ alarmiert. Dort war ein ca. 1,2 Tonnen schwerer Muldenkipper einen Abhang hinabgestürzt und blieb kopfüber in dem Steilhang liegen. Glücklicherweise blieb der Fahrzeugführer bei dem Unfall unverletzt.

Als erste Maßnahme wurde das Fahrzeug durch die Einsatzkräfte mittels Greifzug gegen ein weiteres Abrutschen gesichert; auslaufende Betriebsstoffe wurden mit einer Wanne aufgefangen sowie das weitere Auslaufen unterbunden. Zur weiteren Bergung des Muldenkippers mussten mehrere kleine Bäume gefällt werden. Während das Fahrzeug durch einen Greifzug gesichert war, wurde es mittels pneumatischer (druckluftbetriebener) Hebekissen angehoben und mit Hilfe eines weiteren Greifzuges wieder aufgerichtet. Nachdem der Muldenkipper wieder auf vier Rädern stand, konnte er mit Hilfe zweier Greifzüge aus dem Steilhang wieder auf den Weg gezogen werden. Nach gut 4 Stunden war der arbeits- und materialintensive Einsatz beendet und die Einsatzkräfte konnten wieder ins Feuerwehrgerätehaus einrücken.

Weitere Details und Bilder finden Sie im Einsatz Nr. 12 – Verkehrsunfall – Muldenkipper abgestürzt, In den Kalklöchern.

x-2Am 31. Oktober 2016 gegen 20:46 Uhr wurde der Löschbezirk Püttlingen mit dem Einsatzstichwort „Technische Hilfe – Person vermisst“ in den Jungenwald an die Edelweißhütte alarmiert.

Ein aufmerksamer Wanderer meldete der Polizei, dass seit etwa 4 Tagen ein verlassenes Fahrzeug auf dem Waldparkplatz in der Nähe der Edelweißhütte steht. Die Ermittlungen ergaben, dass das Fahrzeug einer 84-jährigen Frau gehört, die in diesem Bereich öfter spazieren geht. In ihrer Wohnung konnte die Seniorin nicht angetroffen werden, so dass eine großangelegte Suchaktion nach der Vermissten gestartet wurde. Neben Einsatzkräften der Feuerwehr, der Polizei, des DRK und des THW beteiligte sich auch die BRH-Hundestaffel an der Suche.

Das um die Edelweißhütte liegende Waldgebiet wurde großflächig durch Suchhunde der DRK-Rettungshundestaffel Homburg, den THW-Suchhunden aus Nohfelden und Perl, dem Mantrailer des THW Saarbrücken, den Hunden der BRH Rettungshundestaffel Saar e. V abgesucht. Die Freiflächen um die Waldgebiete wurden durch die Feuerwehr Püttlingen mittels einer sogenannten Menschenkette abgesucht. Nach ca. 4 Stunden wertete man alle Ergebnisse der einzelnen Suchtrupps durch die vor Ort eingerichtete Einsatzleitung aus und legte einen Bereich um die Edelweißhütte zur wiederholten Durchsuchung fest. Dabei wurde eine durch alle vor Ort zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte gebildete engmaschige Menschenkette gebildet, die das Waldgebiet um die Edelweißhütte nochmals absuchte.

Gegen 02:00 Uhr konnte dann die vermisste Person abseits eines Weges mitten im Wald lebend und ansprechbar aufgefunden werden. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und des Notarztes wurde die Seniorin durch den anwesenden Feuerwehrarzt und den Helfern des DRK erstversorgt. Anschließend wurde sie zur Weiterbehandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht.

Während der Suchaktion wurden die Einsatzkräfte durch den DRK Ortsverein Gersweiler verpflegt. Insgesamt waren 80 Einsatzkräfte und 11 Spürhunde im Einsatz.

DSC_0204Pünktlich zum Ferienbeginn startete auch das durch die Stadt Püttlingen organisierte Sommerferienprogramm für Kinder und Jugendliche. Wie schon in den vergangenen Jahren werden beim Sommerferienprogramm viele verschiedene Veranstaltungen für die Daheimgebliebenen angeboten. Auch die Freiwillige Feuerwehr Püttlingen beteiligt sich an dem Ferienprogramm, um den Kindern und Jugendlichen die Arbeit der Feuerwehr vorzustellen. In diesem Jahr konnte das Feuerwehrgerätehaus des Löschbezirks Püttlingen mit allen dort stationierten Fahrzeugen besichtigt werden. Der stellvertretende Wehrführer Ruwen Dumont, Stadtjugendwart Harald Ströhle und weitere Feuerwehrangehörige konnten insgesamt 9 Kinder und Jugendliche bei der Feuerwehr begrüßen. Ein Grund, warum sich die Feuerwehr am Sommerferienprogramm beteiligt, ist neben der Öffentlichkeitsarbeit auch das Interesse der Besucher an der Feuerwehr zu wecken, um so Nachwuchskräfte für die Feuerwehr zu gewinnen.

Aufgeteilt in 3 Gruppen wurde mit der Besichtigung begonnen. An einer Station wurde den Teilnehmern die umfangreiche Ausrüstung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs und deren Einsatzzweck erklärt. Hier konnten alle beispielweise die Wärmebildkamera ausprobieren oder auch ein Fahrzeug mittels Hebekissen anheben. An der Drehleiter durfte jeder in den Korb steigen und den Kindern wurde eine Personenrettung mittels einer sogenannten „Rettungswindel“ über Rollglis demonstriert. An einer weiteren Station konnten die Kinder die Kübelspritze ausprobieren sowie an der Brandsimulationsanlage ein „echtes“ Feuer löschen. Außerdem wurde den Teilnehmern die Schutzkleidung der Feuerwehrangehörigen gezeigt und erläutert. Die Zeit verging wie im Flug und bevor sich die Kinder nach einem informativen Nachmittag wieder auf den Nachhausweg machten, gab es für alle noch Rostwürste und Getränke.