Gartenhausbrand beschäftigt die Feuerwehr Püttlingen

Am 06. April 2019 kurz vor Mitternacht wurden die Löschbezirke Püttlingen, Köllerbach und Herchenbach mit dem Einsatzstichwort „Brand 3“ in den Stadtteil Köllerbach alarmiert.

Im Garten eines Anwesens in der Überhoferstraße stand ein Gartenhaus in Vollbrand. Mit 2 C-Rohren wurde die Brandbekämpfung im Außenangriff durch zwei Trupps unter Atemschutz vorgenommen. Aufgrund der Dunkelheit wurden mehrere Stative mit Flutlichtstrahlern zur Ausleuchtung aufgebaut und so die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet. Die vor dem Gebäude in Stellung gebrachte Drehleiter leuchtete die Einsatzstelle ebenfalls aus und war sicherheitshalber zur Abschirmung der Wohnhäuser mit einem Wenderohr bestückt worden. Die Wasserversorgung wurde aus einem Unterflurhydranten sichergestellt und eine zentrale Atemschutzüberwachung eingerichtet. Im Einsatzverlauf wurden sieben Einsatzkräfte unter Atemschutz eingesetzt.

Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr Püttlingen mit neun Einsatzfahrzeugen, ein Kommando der Polizeiinspektion Völklingen sowie ein Rettungswagen der Rettungswache Heusweiler zur Absicherung der Einsatzkräfte vor Ort. Personen wurden bei dem Einsatz glücklicherweise nicht verletzt. Über die Schadenshöhe und die Entstehungsursache kann von Seiten der Feuerwehr keine Aussage getroffen werden. Die Polizei hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen.

Jahresrückblick des Löschbezirks Püttlingen

Löschbezirksführer Matthias Klein hatte alle aktiven Feuerwehrangehörigen und Mitglieder der Alterswehr zur Hauptdienstbesprechung eingeladen, um über das abgelaufene Jahr zu berichten. Hierzu konnte er neben dem Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher, den Leiter des Fachbereichs 1 Bernd Bläs, Wehrführer Thomas Prinz und verschiedene Gäste begrüßen.

Der Löschbezirk Püttlingen bestand zum Jahresende 2018 aus 67 aktiven Feuerwehrangehörigen, davon sieben Feuerwehrfrauen. In der Jugendfeuerwehr werden 17 Jugendliche auf den aktiven Feuerwehrdienst vorbereitet. Der Altersabteilung gehören 24 Feuerwehrkameraden an.

Insgesamt wurde der Löschbezirk Püttlingen zu 86 Einsätzen alarmiert (bei 82 Einsätzen in 2017). Hierbei konnten 16 Personen und 2 Tiere gerettet werden, für 2 Mitbürger kam jede Hilfe zu spät. Bei zwei Drittel der Einsätze musste technische Hilfe geleistet werden und nur ein Drittel waren Brandeinsätze. In seinem Bericht ging Matthias Klein auf einige Einsätze des Jahres 2018 besonders ein. Dazu gehörten beispielsweise ein Wohnungsbrand in der Köllertalstraße, der Verkehrsunfall mit einer verletzten Person auf der Ritterstraße, mehrere Einsätze aufgrund von Eichenprozessionsspinnern. Auch überörtlich wurde der Löschbezirk Püttlingen tätig, so wurde die Feuerwehr Sulzbach bei einem Gefahrstoffeinsatz unterstützt. Nicht zu vergessen sind aber auch die zahlreichen Unwettereinsätze aufgrund der Starkregenfälle. Hier unterstützten die Feuerwehrangehörigen aus Püttlingen in Kleinblittersdorf, Heusweiler und Eppelborn.

Im abgelaufenen Jahr wurden insgesamt rund 16.000 Dienststunden abgeleistet. Darin sind zahlreiche Stunden für Einsätze, Aus- und Fortbildung, Übungen, Arbeitsdienste und im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wie beispielsweise der Tag der offenen Tür oder das Maibaumstellen enthalten. Im Rahmen der zahlreichen Übungstermine wurde auch die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg geübt, so wurden gemeinsame Übungen mit den Löschbezirken Völklingen und Elm durchgeführt. Ein besonderes Ereignis im vergangenen Jahr waren die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr mit einem Aktionstag im Stadtpark und einem Festkommers im Rahmen der Tage der offenen Tür. Insgesamt wurden durch Angehörige des Löschbezirks Püttlingen 41 Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule, auf Regionalverbandsebene und wehrintern besucht.

Auch der Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher, richtete ein paar Worte an die Anwesenden. Er bedanke sich für die geleistete Arbeit, insbesondere bei den vielfältigen Einsätzen. „Feuerwehrdienst bedeutet nicht nur Feuer ausmachen. Bei den vielen unterschiedlichen Einsatzstichworten sind diverse Fähig- und Fertigkeiten gefragt.“, so Martin Speicher.

„Vielen Dank für Euer Engagement und die erbrachten Leistungen im letzten Jahr. Das Lob gebührt Euch, ihr habt Eure Fähigkeiten und Kompetenz nicht nur in Püttlingen, sondern auch überörtlich unter Beweis gestellt.“ so Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz. Zum Abschluss der Hauptdienstbesprechung dankte Matthias Klein allen für die geleistete Arbeit. Weiterhin bedankte er sich bei Bürgermeister Martin Speicher, den Mitarbeitern der Verwaltung sowie bei allen Mitgliedern des Stadtrates. Im Anschluss an die Hauptdienstbesprechung wurde Bernd Hirschmann noch für seine langjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt.

Feuerwehr Püttlingen bildet Führungskräfte fort

Der stellvertretende Wehrführer und Fachbereichsleiter Ausbildung, Ruwen Dumont, hatte alle Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen zu einer Führungskräftefortbildung in das Knappschaftsklinikum Saar, Krankenhaus Püttlingen, eingeladen. Diese Fortbildungsveranstaltung fand bereits zum zweiten Mal in dieser Form statt.

Zu Beginn begrüßte Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz alle Anwesenden und ging kurz auf die Themen ein, die an diesem Tag behandelt werden sollten. Der erste Punkt der Tagesordnung betraf das Thema „Feuerwehr im Straßenverkehr“. Hierzu referierte Bernd Weidig, Vorsitzender Richter am Landgericht Saarbrücken. Herr Weidig informierte über die aktuelle Rechtsprechung und sensibilisierte die anwesenden Feuerwehrangehörigen, umsichtig auf Einsatzfahrten vorzugehen.

Im Anschluss an den Vortrag wurde in zwei Gruppen eine Begehung des Krankenhauses durchgeführt. Da ständig Umbauarbeiten bzw. Änderungen im Krankenhaus vorgenommen werden, wurde durch Mitarbeiter der Haustechnik auf diese besonders eingegangen. Weiterhin konnten sich die Teilnehmer einen Überblick über die brandschutztechnischen Einrichtungen verschaffen. Ein besonderes Augenmerk wurde hierbei auf die Brandmeldezentrale gelegt, die im Einsatzfall die erste Anlaufstation für die Feuerwehr ist.

Nach der Vor-Ort-Besichtigung informierte der Fachbereichsleiter Vorbeugender Brandschutz, Thomas Albert, über das Thema „Brandmeldeanlagen (BMA)“. Hierbei ging er im Besonderen auf das Vorgehen bei einem BMA-Alarm ein.

Eine ständige Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte ist sehr wichtig und die Teilnehmer waren sich darüber einig, dass solche Fortbildungsveranstaltungen eine gute Basis darstellen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen machten sich alle Teilnehmer nach gut 5 Stunden wieder auf den Heimweg. Ein herzliches Dankeschön geht an das Knappschaftsklinikum Saar, das der Feuerwehr die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte und auch einen Teil der Bewirtung übernahm.

Feuerwehr und DLRG üben gemeinsam die Wasserrettung

Einen gemeinsamen Ausbildungsdienst zum Thema „Eis- und Wasserrettung“ veranstalteten die Feuerwehr und die DLRG-Ortsgruppe Püttlingen. Alle Teilnehmer trafen sich im Feuerwehrgerätehaus Püttlingen, um zuerst die theoretischen Grundlagen zum Thema „Eis- und Wasserrettung“ zu wiederholen. Bevor jedoch mit der theoretischen Ausbildung begonnen wurde, begrüßte Püttlingens Wehrführer alle Anwesenden und bedankte sich bei allen für ihr Kommen. Besonders bedankte er sich bei den Helfern der DLRG-Ortsgruppe Püttlingen für ihre Unterstützung. „Wir als Feuerwehrangehörige können viel von den Fachleuten der DLRG zum Thema Wasserrettung lernen und von deren Erfahrungsschatz profitieren.“ so Wehrführer Thomas Prinz.

Danach erfolgte die theoretische Unterweisung. Hier wurde beispielsweise auf die bei der Feuerwehr verfügbaren Rettungsmittel wie die Steckleiter oder die Schleifkorbtrage und deren Einsatzmöglichkeiten bei der Eisrettung eingegangen. Auch die Erste-Hilfe-Maßnahmen nach einer Eis- bzw. Wasserrettung wurden besprochen.

Nach der theoretischen Unterweisung besetzten die Übungsteilnehmer die Einsatzfahrzeuge und fuhren zum Absinkweiher Frommersbach auf der Ritterstraße. Da in diesem Jahr noch keine längere Kälteperiode herrschte und somit der Absinkweiher nicht zugefroren war, konnte diesmal keine Eis- sondern eine Wasserrettungsübung durchgeführt werden. Geübt wurde z. B. der Einsatz von Rettungsleinen. Diese Rettungsleinen werden der im Wasser befindlichen Person zugeworfen. Nachdem die zu rettende Person die Leine gefasst hat, kann sie damit an Land gezogen werden. Aber auch der Einsatz von Booten wurde geübt. Im Anschluss an die praktische Ausbildung ging es zur Übungsbesprechung zurück ins Feuerwehrgerätehaus.

Erste-Hilfe-Ausbildung und neue Sanitätshelfer bei der Feuerwehr

Die Angehörigen der Feuerwehr werden zu den verschiedensten Einsätzen, wie Brandeinsätzen oder Technischen Hilfeleistungen alarmiert. Je nach Einsatzstichwort wird automatisch auch der Rettungsdienst mitalarmiert, um an der Einsatzstelle die medizinische Versorgung der betroffenen Personen, aber auch der Einsatzkräfte, sicherzustellen.

Jedoch kann es vorkommen, dass die Feuerwehr vor dem Rettungsdienst an der Einsatzstelle eintrifft. Um für solche Situationen gerüstet zu sein und die Erstversorgung sicherstellen zu können, werden auch die Feuerwehrangehörigen im Bereich der Ersten Hilfe weitergebildet.

So fand jetzt auf Stadtebene ein Erste-Hilfe-Lehrgang für interessierte Feuerwehrangehörige statt, bei dem die Grundlagen der Ersten Hilfe vermittelt wurden. So wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern beispielsweise die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die stabile Seitenlage, das Abnehmen eines Motorradhelms oder auch die Handhabung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) vermittelt. Neben Feuerwehrangehörigen aus Püttlingen absolvierten auch Teilnehmer der Feuerwehren Heusweiler, Riegelsberg und der Werksfeuerwehr des Stahlwerkes Bous den Erste-Hilfe-Lehrgang.

Einen Schritt weiter ging es im Sanitätslehrgang A, bei dem neben Feuerwehrangehörigen aus Püttlingen auch Teilnehmer aus Heusweiler, Riegelsberg, Schwalbach, Bous und der Flughafenfeuerwehr Saarbrücken teilnahmen. Hierbei vertieften die angehenden Sanitätshelfer die Themen aus dem Erste-Hilfe-Kurs und erlernten den Umgang mit dem Blutdruckmessgerät, der HWS-Schiene (Halswirbelsäulenschiene), dem Beatmungsbeutel und vielem anderen. Nach erfolgreicher Prüfung konnten am Ende 22 Teilnehmer ihre Lehrgangsbescheinigung zum Sanitätshelfer entgegennehmen. Geplant ist, dass die neuen Sanitätshelfer im nächsten Jahr den Sanitätslehrgang B absolvieren und damit ihre Ausbildung als Sanitäter abschließen.

Löschbezirke Püttlingen und Völklingen proben den Ernstfall

Jedes Jahr findet eine gemeinsame Übung der Löschbezirke Püttlingen und Völklingen Stadtmitte statt. Hierbei proben die Einsatzkräfte den Ernstfall, um die Zusammenarbeit zu verbessern. In diesem Jahr fand die Übung im Gewerbegebiet Viktoria bei der Firma BSJ Maschinenbau GmbH statt.

Während der Mittagsschicht kam es in der Produktionshalle der Maschinenbaufirma zu einem Brand an einer Maschine mit einer sehr starken Rauchentwicklung. Anstatt die Fertigungshalle zu verlassen, versuchten die dort beschäftigten Mitarbeiter das Feuer zu löschen. Durch den dichten Rauch konnten sie die Halle nicht mehr verlassen und wurden eingeschlossen. Die im Bürotrakt befindlichen Personen konnten aufgrund der Verqualmung das Treppenhaus ebenfalls nicht mehr nutzen und konnten sich so nicht mehr in Sicherheit bringen. Der Geschäftsführer bemerkte den Brandausbruch und setzte den Notruf ab. Er teilte dabei mit, dass noch zirka 5 Personen vermisst werden. Dieses Übungsszenario hatten sich die Übungsverantwortlichen aus dem Löschbezirk Püttlingen für die Einsatzkräfte ausgedacht.

Durch die Haupteinsatzzentrale der Berufsfeuerwehr Saarbrücken wurden daraufhin gemäß der Übungsannahme die Löschbezirke Püttlingen und Völklingen alarmiert. Zuerst traf das Kleineinsatzfahrzeug (KEF) aus Püttlingen mit dem Einsatzleiter ein. Sofort wurde eine erste Erkundung durchgeführt, damit den nachrückenden Einsatzkräften ihre Einsatzaufträge zugewiesen werden konnten. Kurz darauf trafen der Einsatzleitwagen (ELW) aus Völklingen sowie die Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge (HLF) aus Püttlingen und Völklingen an der Einsatzörtlichkeit ein. Die Besatzung des Einsatzleitfahrzeugs begann in Zusammenarbeit mit dem Einsatzleiter, die Einsatzstelle zu koordinieren und die Einsatzdokumentation vorzunehmen. Während der Anfahrt zur Einsatzstelle hatten sich die Einsatzkräfte auf den Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugen bereits mit Atemschutzgeräten ausgerüstet, um sofort zur Menschenrettung in die Fertigungshalle vorgehen zu können. Mit jeweils einem C-Rohr ausgerüstet begaben sie sich in die Halle, um die vermissten Mitarbeiter zu suchen.

Nach und nach trafen weitere Einsatzfahrzeuge an der Einsatzstelle ein. Die beiden Drehleiterfahrzeuge wurden in Stellung gebracht und mittels Wenderohren wurde die Brandbekämpfung von außen eingeleitet. Während in der Fertigungshalle die Vermisstensuche lief, machten sich die Mitarbeiter aus dem im ersten Obergeschoss gelegenen Bürotrakt an den Fenstern bemerkbar. Sofort wurde durch die Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs 20/16 aus Völklingen eine Steckleiter zur Menschenrettung vorgenommen.

Da bereits die Dämmerung einsetzte, wurde die Einsatzstelle großflächig mittels Flutlichtstrahlern ausgeleuchtet. Die Wasserversorgung wurde über Unterflurhydranten sichergestellt und zur Entrauchung der Halle mehrere Überdrucklüfter eingesetzt. Nachdem alle Personen aus der Fertigungshalle und dem Bürotrakt gerettet waren und das angenommene Feuer gelöscht war, konnte die Übung beendet werden. Die Fahrzeuge wurden einsatzbereit gemacht und zur Übungsbesprechung ins Feuerwehrgerätehaus nach Püttlingen eingerückt.

Als Fazit kann festgehalten werden, dass die Zusammenarbeit gut funktionierte und die gestellten Aufgaben ruhig und gekonnt gelöst wurden. Ein herzliches Dankeschön geht an die Geschäftsführung der BSJ Maschinenbau GmbH, die der Feuerwehr das Übungsobjekt zur Verfügung stellte.

Beförderungen bei der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen

Nachdem die Jahreshauptübung durch die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen, des THW Ortsverbandes Völklingen-Püttlingen und den DRK Bereitschaften Püttlingen und Köllerbach absolviert war, fand in der Barbarahalle die Übungsbesprechung und im Anschluss daran die Beförderung von Feuerwehrangehörigen statt.

Bevor es jedoch zu den Beförderungen ging, begrüßte der 1. Beigeordnete Christian Müller in Vertretung für Bürgermeister Martin Speicher alle Anwesenden. Unter den Gästen konnte der 1. Beigeordnete Christian Müller den Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Völklingen, Herbert Broy in Vertretung für den Brandinspekteur des Regionalverbandes Saarbrücken, die Abordnungen benachbarter Feuerwehren, die Wehr- und Löschbezirksführung der Feuerwehr Püttlingen, die Mitglieder des Stadtrates und zuletzt, aber genauso herzlich die Angehörigen der Basisorganisationen, die an der Übung beteiligt waren, begrüßen.

Im Anschluss daran erfolgte die Übungsbesprechung durch den Wehrführer von Völklingen, Herbert Broy, den Vertreter des THW Ortsverbandes Völklingen-Püttlingen, Sebastian Klein, und den Vertreter des DRK, Aloysius Meyer. Danach wurden die Beförderungen der Feuerwehrangehörigen vorgenommen.

Den Dienstgrad Feuerwehrfrau / Feuerwehrmann dürfen ab sofort Yasmin Baumgärtner, Julian Hochreither und Sebastian Freis tragen. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Björn Barth, Matthias Bläs, Maximilian Cönen, Jannik Eberhardt sowie Heiko Kastner und zum Hauptfeuerwehrmann Johannes Diegler und Patrick Ewen befördert. Neue Oberlöschmeister sind ab sofort Thorsten Becker, Sven Gerstner und Tobias Prediger und über die Beförderung zur Hauptlöschmeisterin / zum Hauptlöschmeister konnten sich Jenny Chouteau, Sven Meiser und Christian Serf freuen. Zum Brandmeister wurden Matthias Klein, Michael Kreutzer und Rainer Altmeyer befördert.

Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen

Die jährliche Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Püttlingen fand am 01. September 2018 in Zusammenarbeit mit dem THW Ortsverband Völklingen-Püttlingen und den DRK Bereitschaften Püttlingen und Köllerbach statt. Als Übungsobjekt diente in diesem Jahr das Pfarrhaus St. Bonifatius auf der Püttlinger Ritterstraße sowie der Einmündungsbereich der Bildchenstraße / Theodolinde-Katzenmeier-Straße.

Vor Übungsbeginn erfolgte die Meldung durch Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz an den 1. Beigeordneten Christian Müller, in Vertretung für den Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher und den Völklinger Wehrführer Herbert Broy, in Vertretung für den Brandinspekteur für den Regionalverband Saarbrücken, Tony Bender.

Die Jahreshauptübung wurde durch die Übungsverantwortlichen in zwei Übungsabschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt wurde nachfolgendes Szenario angenommen:

Ein LKW befuhr die Bildchenstraße in Richtung Ritterstraße. Aus Unachtsamkeit des Fahrzeugführers geriet das Fahrzeug in Höhe Einmündung Hengstwaldstraße auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit einem entgegenkommenden PKW. Der Fahrer des PKW wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Der LKW-Fahrer konnte aufgrund eines Schocks das Führerhaus nicht selbständig verlassen. Während der Erkundung der Einsatzstelle wurde festgestellt, dass sich auf der Ladefläche des LKW zwei IBC-Container mit einer unbekannten Flüssigkeit befanden. Diese waren glücklicherweise aber nicht leckgeschlagen. Der Unfall zog das Interesse vieler Anwohner auf sich, die umgehend einen Notruf über die 112 absetzten.

Als erstes Fahrzeug traf das Kleineinsatzfahrzeug (KEF) des Löschbezirks Püttlingen mit dem Löschbezirksführer Matthias Klein an der Einsatzstelle ein. Sofort führte er eine erste Lageerkundung durch und wies die nachrückenden Einsatzkräfte in die Lage ein.

Die Einsatzkräfte des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) leiteten die Rettung des eingeklemmten PKW-Fahrers ein. Hier wurde der hydraulische Rettungssatz, dieser besteht aus der Rettungsschere, dem Rettungsspreizer und mehreren Rettungszylindern, eingesetzt, um die eingeklemmte Person patientengerecht aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs sicherte in der Zwischenzeit die Einsatzstelle gegen den fließenden Verkehr, stellte den 3-fachen Brandschutz sicher und unterstützte die Kräfte des Gerätewagen-Logistik bei der Rettung des LKW-Fahrers. Dieser wurde über eine Rettungsplattform aus dem Führerhaus gerettet. Die Sicherung des LKWs wurde durch die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks durchgeführt. Mittels des beim THW vorgehaltenen Bergungsräumgerätes wurden die IBC-Container von der Ladefläche des LKWs geborgen.

Im zweiten Übungsteil mussten die Übungsteilnehmer einen simulierten Brand löschen. Ein Anwohner lief aus Neugier auf die Straße, um sich das Geschehen beim Verkehrsunfall anzusehen. Dabei vergaß der Anwohner eine Pfanne auf dem eingeschalteten Herd in einem benachbarten Wohnhaus. Das Fett entzündete sich und setzte die Küche in Brand. Der Brandausbruch blieb zuerst unbemerkt, so dass sich das Feuer auf weitere Räume des Gebäudes ausbreiten konnte. Zum Zeitpunkt der Brandentstehung befanden sich zwei Personen im Obergeschoss, die das Feuer nicht bemerkten. Eine weitere, pflegebedürftige Bewohnerin befand sich im Erdgeschoss und konnte die Wohnung nicht selbständig verlassen. Ein Feuerwehrangehöriger, der mit der Absicherung des Verkehrsunfalls beschäftigt war, bemerkte die starke Rauchentwicklung aus dem Treppenhaus des Gebäudes. Daraufhin ließ der Einsatzleiter umgehend die Löschbezirke Köllerbach und Herchenbach sowie die Drehleiter des Löschbezirks Püttlingen zur Einsatzstelle nachalarmieren.

Die Einsatzkräfte des Tanklöschfahrzeugs aus Köllerbach gingen unter Atemschutz sowie mit einem C-Rohr ausgerüstet zur Rettung der pflegebedürftigen Bewohnerin und Brandbekämpfung ins Erdgeschoss vor. Durch die Besatzung der Drehleiter wurde die Menschenrettung aus dem Dachfenster eingeleitet und danach die Anleiterbereitschaft hergestellt. Die weitere Person aus dem Obergeschoss wurde durch den Angriffstrupp des Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) vom Löschbezirk Herchenbach gerettet. Währenddessen stellten die Einsatzkräfte des Löschgruppenfahrzeugs (LF 8) die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten her und unterstützen die weiteren Einsatzkräfte. Weiterhin wurde am rückwärtigen Gebäudeteil ein Sprungretter zur Menschenrettung eingesetzt.

Die geretteten Personen wurden an das Deutsche Rote Kreuz übergeben. Die Rotkreuzhelfer richteten eine Verletzten-Sammelstelle ein, führten Erste-Hilfe-Maßnahmen durch und betreuten die geretteten Personen.

Nach der Übung erfolgten die Übungsbesprechung sowie Beförderungen in der Barbarahalle auf der Ritterstraße. In Vertretung für den Brandinspekteur des Regionalverbandes Saarbrücken, Toni Bender, bescheinigte der Völklinger Wehrführer Herbert Broy allen Übungsbeteiligten eine hervorragende Leistung „Allen an der Übung Beteiligten kann ich einen hohen Ausbildungsstand attestieren. Die Zusammenarbeit aller Übungsbeteiligten funktionierte hervorragend. Dies wurde der Bevölkerung und dem Stadtrat eindrucksvoll bewiesen.“, so Herbert Broy. Ebenfalls verfügt die Feuerwehr Püttlingen über einen guten technischen Stand. „Wenn man Jugendliche für den Feuerwehrdienst begeistern will, ist dies nur mit moderner Technik und gut ausgestatteten Unterkünften möglich.“ so Herbert Broy weiter in seiner Ansprache. Auch Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz richtete noch ein paar Worte an die Übungsteilnehmer. „Alle Beteiligten haben gezeigt, dass sie für die anstehenden Einsatzanforderungen, die an die Hilfsorganisationen gestellt werden, gewappnet sind.“ so Thomas Prinz. Weiterhin richtete er einen Dank an die Mitglieder des Stadtrates, die immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr haben.

Führungswechsel im Löschbezirk Püttlingen

Im Rahmen der „Tage der offenen Tür“ des Löschbezirks Püttlingen fand die offizielle Amtsübergabe der Löschbezirksführung statt. Bereits im März dieses Jahres wurde in der Hauptversammlung des Löschbezirks Püttlingen Matthias Klein mit großer Mehrheit zum neuen Löschbezirksführer gewählt. Nach 12 Jahren an der Spitze des Löschbezirks Püttlingen kandidierte Oberbrandmeister Thomas Albert aus familiären Gründen nicht mehr für dieses Amt.

Als letzte Amtshandlung ließ Thomas Albert die Mitglieder des Löschbezirks Püttlingen zur Meldung an den Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher, antreten. Bürgermeister Martin Speicher würdigte in seiner Ansprache die Arbeit von Thomas Albert. „Ein besonderes Augenmerk in seiner Zeit als Löschbezirksführer legte Thomas Albert auf eine zeitgemäße Ausbildung der Feuerwehrangehörigen. Darüber hinaus wurden in seiner Amtszeit zahlreiche Umbauarbeiten am Feuerwehrgerätehaus durch ihn geplant und mit seiner Mannschaft auch umgesetzt. Dafür und für seinen Einsatz für die Püttlinger Bürgerinnen und Bürger gebührt ihm ein herzliches Dankeschön.“ so Bürgermeister Martin Speicher.

Im Anschluss daran überreichte Martin Speicher, in seiner Funktion als Chef der Wehr, dem 30-jährigen Oberlöschmeister Matthias Klein die Ernennungsurkunde zum neuen Löschbezirksführer. Ihm zur Seite steht weiterhin Brandmeister Michael Serf, der seine zweite Amtszeit als stellvertretender Löschbezirksführer antrat. Matthias Klein und Michael Serf bedankten sich bei den Feuerwehrangehörigen für das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung. Beiden wünschte Bürgermeister Martin Speicher eine glückliche Hand bei der Ausübung der nicht immer einfachen Aufgaben. Auch Wehrführer Thomas Prinz bedankte sich bei dem scheidenden Löschbezirksführer Thomas Albert für die gute Zusammenarbeit in all den Jahren. Der neuen Löschbezirksführung wünschte er viel Glück in der neuen Funktion und hofft auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Auch Thomas Albert ließ es sich nicht nehmen, zum Abschluss noch ein paar Worte an alle zu richten. Er bedankte sich beim Bürgermeister, der Verwaltung, den Mitgliedern des Stadtrates und natürlich bei „seiner“ Mannschaft für die schöne, aber auch arbeitsintensive Zeit als Löschbezirksführer.

Thomas Albert bleibt der Feuerwehr Püttlingen weiterhin als aktives Mitglied erhalten. Zwar nicht mehr in der ersten Reihe als Löschbezirksführer, aber als Fachbereichsleiter für den Bereich „Vorbeugender Brandschutz und Gefahrenabwehr“.

Gemeindeübergreifende Feuerwehrausbildung

Dass nicht nur die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit bei der Jugendfeuerwehr funktioniert, was bei der Köllertal-Übung der Jugendfeuerwehren anschaulich unter Beweis gestellt wurde, sondern auch bei den Aktiven Feuerwehrangehörigen, zeigte der gemeinsam durchgeführte Truppmann-Lehrgang Teil 1. Da solch ein Lehrgang nur mit einer gewissen Teilnehmerzahl durchgeführt werden kann und in allen 3 Köllertalkommunen alleine nicht genügend Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen kamen, entschloss man sich, den Lehrgang, wie bereits in den Vorjahren, im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit durchzuführen. Bereits im März begann für die 27 Feuerwehangehörigen der erste Teil ihrer Feuerwehr-Grundausbildung, der Truppmann-Lehrgang Teil 1. In diesem Lehrgang werden die Grundlagen für das Feuerwehrhandwerk gelegt.

In 70 Ausbildungsstunden wurde den Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmern neben dem theoretischen auch das praktische Rüstzeug für die Feuerwehrarbeit vermittelt. Dabei wurden Themen wie Fahrzeug- und Gerätekunde, Verhalten bei Gefahr, Brennen und Löschen, Rechtsgrundlagen, Technische Hilfeleistung und Löscheinsatz behandelt. Daneben absolvierten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch einen Erste-Hilfe-Kurs. Abwechselnd fanden die Ausbildungsveranstaltungen bei den beteiligten Feuerwehren statt. Um zu überprüfen, ob alle Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer die im Lehrgang vermittelten Inhalte verstanden haben, stand am Ende der Ausbildung noch eine Lernerfolgskontrolle auf dem Ausbildungsplan. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlossen den Lehrgang erfolgreich ab und konnten daher aus den Händen von Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz ihre Lehrgangsbescheinigungen entgegennehmen.

Um die Feuerwehrgrundausbildung abzuschließen, steht als nächstes der zweite Teil des Truppmann-Lehrgangs auf dem Plan, der Ende des Jahres durchgeführt wird. Ein besonderer Dank an alle Ausbilder, die sich um die Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses kümmern.

Fahrsimulatortraining für Feuerwehrangehörige

Bei Einsatz- und Alarmfahrten mit Blaulicht und Martinshorn besteht für die Fahrer der Einsatzfahrzeuge ein erhöhtes Risiko, in Verkehrsunfälle verwickelt zu werden. Immer wieder liest man in der Zeitung von Unfällen, an denen Einsatzfahrzeuge von Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr beteiligt sind. Um solche Einsatzfahrten ohne Gefährdung der Einsatzfahrer und der übrigen Verkehrsteilnehmer zu trainieren, hatten Feuerwehrangehörige aus den drei Püttlinger Löschbezirken an 3 Terminen die Möglichkeit, dies an einem Fahrsimulator zu üben.

In Zusammenarbeit des Landesfeuerwehrverbandes und der Unfallkasse des Saarlandes (UKS) konnten so insgesamt 18 Feuerwehrangehörige ein Fahrsimulatortraining in Sankt Wendel besuchen.

Zuerst wurden den Teilnehmern in einem theoretischen Teil die rechtlichen Grundlagen zum Thema Sonder- und Wegerechte nähergebracht und auf die Unfallstatistik bei Sonderrechtsfahrten eingegangen. Danach ging es in die Praxis und die Fahrzeugführer hatten die Möglichkeit, gefahrlos Alarmfahrten am Simulator zu üben. Um das Ganze realitätsnah zu simulieren und die hierbei auftretenden Stress- und Gefahrensituationen bei Einsatzfahrten nachzustellen wurde neben dem Einsatzhorn auch der Einsatzfunk eingespielt. Neben verschiedenen Verkehrssituationen, wie Fahrten im Stadtgebiet, auf Land- und Autobahnen wurden in der Simulation auch verschiedene Wetterbedingungen oder aber auch Nachtfahrten nachgestellt. Im Nachgang wurden die Einsatzfahrten in der Gruppe besprochen und analysiert. Ziel des Simulatortrainings ist es, bei den Einsatzfahrern das Bewusstsein für unübersichtliche Verkehrssituationen zu schärfen, aber auch auf das unberechenbare Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer reagieren zu können. Nach jeweils gut 4 Stunden konnten sich die Teilnehmer mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen auf den Nachhauseweg machen.

Gemeinsame Übung der Löschbezirke Püttlingen und Elm

In einer kreisübergreifenden Übung trainierten die Löschbezirke Püttlingen und Elm die Zusammenarbeit. In der Übungsplanung wurde ein Brand im Bereich der Halle 2 der Firma Dürr auf dem Breitfeld in Püttlingen angenommen. Um das Einsatzgeschehen möglichst realistisch darzustellen, wurde das Übungsobjekt mit Nebelmaschinen vernebelt.

Als erstes Fahrzeug traf das Kleineinsatzfahrzeug des Löschbezirks Püttlingen an der Einsatzstelle ein. Durch die Fahrzeugbesatzung wurde das Haupttor geöffnet und damit die Zufahrt für die nachrückenden Einsatzkräfte auf das Firmengelände geschaffen. Die in der betroffenen Produktionshalle beschäftigten Mitarbeiter hatten die Halle bereits verlassen und sich am Evakuierungspunkt eingefunden. Dort wurde festgestellt, dass noch mehrere Mitarbeiter in der Halle 2 vermisst wurden. Aufgrund der Nähe zum Brandobjekt wurde durch den Einsatzleiter der Löschbezirk Elm zur nachbarlichen Löschhilfe angefordert.

Aufgrund der vorgefundenen Lage wurde die Einsatzstelle in 2 Einsatzabschnitte aufgeteilt. Im Einsatzabschnitt 1 kümmerten sich die eingesetzten Kräfte um die Menschenrettung und Brandbekämpfung in der betroffenen Halle. Die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs hatte sich bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle mit Atemschutzgeräten ausgerüstet und verschaffte sich sofort Zugang zur Produktionshalle. Ausgerüstet mit einem C-Rohr und der Wärmebildkamera machte sich der Angriffstrupp auf die Suche nach den vermissten Mitarbeitern in der verqualmten Halle. Unterstützung erhielten sie hierbei durch die Einsatzkräfte des Löschbezirks Elm, die weitere Atemschutztrupps stellten. Schnell wurden die vermissten Personen im Gebäude gefunden, gerettet und zur weiteren Versorgung ins Freie verbracht. Um die Halle rauchfrei zu bekommen, wurde eine Abluftöffnung geschaffen und ein Überdrucklüfter eingesetzt. In diesem Einsatzabschnitt wurde auch die zentrale Atemschutzüberwachung der unter Atemschutz eingesetzten Trupps eingerichtet sowie die Lagekarte geführt und die Einsatzdokumentation vorgenommen.

Im zweiten Einsatzabschnitt wurde die Wasserversorgung von einem außerhalb des Firmengeländes gelegenen Überflurhydranten hergestellt und so die wasserführenden Fahrzeuge versorgt. Daneben musste eine Riegelstellung zu den benachbarten Hallen aufgebaut werden, um ein Übergreifen der Flammen auf die nicht betroffenen Bereiche zu verhindern. Schnell war die Wasserversorgung aufgebaut und mehrere Rohre zur Abschirmung der angrenzenden Hallen vorgenommen.

Nachdem alle vermissten Personen gerettet waren und der angenommene Brand gelöscht war, konnte „Wasser halt“ befohlen und die Übung beendet werden. Nachdem die eingesetzten Gerätschaften wieder auf den Fahrzeugen verladen waren, erfolgte eine kurze Übungsbesprechung vor Ort, bevor die 45 an der Übung beteiligten Einsatzkräfte ins Feuerwehrgerätehaus Püttlingen einrückten. Ein Dank geht an die Firma Dürr, die der Feuerwehr ihr Firmengelände für die Übung zur Verfügung stellte.

Brandeinsatz beschäftigt Feuerwehr über mehrere Stunden

Am 13. März wurden die Löschbezirke Köllerbach, Püttlingen und Herchenbach gegen 10:05 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Brand in Filteranlage“ zur Firma Saar-Hartmetall und Werkzeuge GmbH ins Gewerbegebiet Etzenhofen alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle war eine starke Rauchentwicklung im Bereich der Abluftanlage sichtbar. Im Rahmen einer ersten Erkundung konnte ein Brand der Filteranlage festgestellt werden, die sich über 3 Etagen erstreckt. In diesem Bereich konnten auch eine starke Verqualmung sowie eine erhöhte Temperatur wahrgenommen werden. Während des Einsatzes wurden insgesamt 18 Einsatzkräfte unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in der Werkshalle eingesetzt. Die Brandbekämpfung gestaltete sich recht schwierig, da in der Abluftanlage diverse Filter eingebaut waren. Diese wurden unter Rücksprache mit den Mitarbeitern der Haustechnik durch die Feuerwehr ausgebaut, um so an die Glutnester zu gelangen. Hierzu wurden auch alle Revisionsschächte der Absauganlage geöffnet. Der umliegende Bereich wurde mittels Wärmebildkamera kontrolliert, um eine Brandausbreitung durch Wärmestrahlung auszuschließen. Um die Sichtverhältnisse für die eingesetzten Einsatzkräfte zu verbessern, wurde ein Überdrucklüfter eingesetzt. Im Außenbereich stand die Drehleiter mit dem Wenderohr in Bereitstellung, um im Falle eines Übergriffs sofort mit der Brandbekämpfung beginnen zu können. Die Wasserversorgung wurde aus einem Unterflurhydranten, der außerhalb des Werksgeländes liegt, sichergestellt. Um die unter Atemschutz eingesetzten Einsatzkräfte zu überwachen, wurde eine zentrale Atemschutzüberwachung eingerichtet.

Da ein mit Metallstaub gefüllter Zyklonabscheider geöffnet werden musste, wurde das Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Pulver der Berufsfeuerwehr Saarbrücken zur Einsatzstelle angefordert. Insgesamt war die Feuerwehr mit 40 Einsatzkräften vor Ort. Daneben waren noch der B-Dienst (Führungsdienst) der Berufsfeuerwehr Saarbrücken, der Brandinspekteur des Regionalverbandes Saarbrücken, Tony Bender, und ein Kommando der Polizeiinspektion Köllertal an der Einsatzstelle. Auch Bürgermeister Martin Speicher machte sich vor Ort ein Bild von den Einsatzmaßnahmen.

Nach gut 5 Stunden konnte an die Haupteinsatzzentrale „Feuer aus“ gemeldet und die eingesetzten Geräte zurückgebaut werden. Nachdem alles wieder auf den Einsatzfahrzeugen verladen war, konnten die Einsatzkräfte wieder in die Feuerwehrgerätehäuser einrücken. Doch damit war der Einsatz noch lange nicht beendet. Die benutzten Atemschutzgeräte mussten gereinigt und befüllt werden, was sich bis in die Abendstunden hinzog. Weiterhin wurde das benutzte Schlauchmaterial zur Reinigung und Prüfung zur Feuerwehr Völklingen gebracht.

Weitere Bilder siehe: Nr. 12 – Brand Industriebetrieb

Führungskräftefortbildung bei der Feuerwehr Püttlingen

Homepage FührungskräftefortbildungErstmalig in dieser Form hatte der stellvertretende Wehrführer und Fachbereichsleiter Ausbildung, Ruwen Dumont, alle Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen zu einer Führungskräftefortbildung ins Feuerwehrgerätehaus Köllerbach eingeladen. Zum Beginn der Veranstaltung begrüßte Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz alle Anwesenden und gab einen kurzen Überblick über die Themen, die den Feuerwehrangehörigen nähergebracht werden. Das erste Thema der Tagesordnung betraf das Thema „Einsatzabläufe bei der Feuerwehr Püttlingen“. Zuerst informierte Thomas Prinz die Teilnehmer über die bestehende Alarm- und Ausrückeordnung (AAO). Er stellte dar, welche Einheiten bei welchen Einsatzstichworten alarmiert werden und erläuterte die Hintergründe der Kräfteansätze. Denn nicht bei jedem Einsatz sind alle Fahrzeuge und Einsatzkräfte der Feuerwehr erforderlich.

Danach gab Ruwen Dumont einen kurzen Überblick über das Fernmeldekonzept insbesondere wurde auf die Einsatzstellenkommunikation beim Zusammenwirken der drei Püttlinger Löschbezirke eingegangen.

Den größten Teil der Fortbildungsveranstaltung nahm der Punkt „Energieversorgung“ ein. Hier brachte Matthias Klein allen Anwesenden das Thema „elektrischer Strom“ näher. Hierbei ging er auf die Themen Aufbau des elektrischen Energieversorgungsnetzes, Sicherheitsmaßnamen wie z. B. Sicherheitsabstände oder auch das Verhalten an Einsatzstellen ein. Auch der Umgang mit Photovoltaik-Anlagen im Einsatzfall wurde den Feuerwehrangehörigen nähergebracht.

Alle Teilnehmer waren sich darüber einig, dass eine solche Veranstaltung eine gute Plattform zur Information aller Führungskräfte darstellt. Nach gut 4 Stunden und einem gemeinsamen Mittagessen machten sich alle Teilnehmer wieder auf den Nachhauseweg. Auch zukünftig sind weitere Fortbildungsveranstaltungen für Führungskräfte auf Stadtebene geplant.

Einsätze halten Feuerwehr auf Trab

1 (8)Zu insgesamt 4 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Püttlingen innerhalb von 24 Stunden alarmiert. Zum ersten Einsatz wurden die Einsatzkräfte am 29. Januar 2018 gegen 16:26 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Brand einer Garage“ in die Köllertalstraße alarmiert. Aufgrund des Alarmierungsstichworts wurden alle 3 Löschbezirke der Feuerwehr Püttlingen zur Einsatzstelle entsandt. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar.

Vor Ort konnte der Einsatzleiter den Vollbrand einer Doppelgarage feststellen, der bereits auf die Kellerräume des Gebäudes übergegriffen hatte. Die Brandbekämpfung erfolgte durch mehrere Atemschutztrupps im Innen- sowie im Außenangriff mit insgesamt 5 C-Rohren. Das gesamte Gebäude war stark verraucht und wurde nach Personen durchsucht. In den Kellerräumen wurden mehrere Gasflaschen entdeckt, die ins Freie verbracht und dort entsprechend gekühlt wurden. Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht, um ein Übergreifen des Feuers auf den Dachstuhl zu verhindern. Im weiteren Einsatzverlauf wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt und Belüftungsmaßnahmen mit mehreren Überdrucklüftern vorgenommen, um das Gebäude rauchfrei zu bekommen. Während der Löschmaßnahmen wurden das Technische Hilfswerk Völklingen-Püttlingen zur Sicherung und Ausleuchtung der Einsatzstelle sowie der Baufachberater des Ortsverbands St. Ingbert zur Begutachtung der Statik an die Einsatzstelle alarmiert. Neben der Polizei, dem Rettungsdienst und Bürgermeister Martin Speicher war auch der Kreisbrandmeister des Regionalverbandes Saarbrücken, Christian Ziegler, an der Einsatzörtlichkeit. Nach gut 2 ½ Stunden konnten die Einsatzkräfte in die Feuerwehrgerätehäuser einrücken und die Fahrzeuge und Geräte wieder einsatzbereit machen.

Die Ruhepause währte jedoch nicht lange, denn um 19:53 Uhr wurden die Einsatzkräfte aller 3 Löschbezirke erneut über Meldeempfänger alarmiert. Diesmal wurden die Feuerwehrangehörigen mit dem Einsatzstichwort „Kellerbrand“ in die Rittenhofer Straße in den Stadtteil Köllerbach alarmiert. Vor der Eingangstür zum Kellerbereich brannte eine Mülltonne; der dabei entstandene Rauch drang durch die geöffnete Tür ins Gebäudeinnere. Beim Eintreffen der Feuerwehr war das Feuer bereits durch Anwohner gelöscht, so dass noch eine Nachschau erfolgte und das Gebäude mittels Überdrucklüfter vom eingedrungenen Brandrauch befreit wurde. Nach gut 45 Minuten war auch dieser Einsatz abgearbeitet.

Gegen 23:57 Uhr wurde dann der Löschbezirk Püttlingen mit dem Alarmstichwort „Person in Notlage (Stromausfall)“ zur Bundesknappschaftsklinik alarmiert. Kurz vor Mitternacht kam es in Teilen Püttlingens zu einem kurzen Stromausfall, von dem auch das Krankenhaus betroffen war. Für solche Notfälle verfügt die Knappschaftsklinik über ein Notstromaggregat, welches auch direkt ansprang. Um für einen eventuellen Ausfall der Notstromversorgung gewappnet zu sein, wurde die Feuerwehr alarmiert. Neben dem Löschbezirk Püttlingen wurde auch der Löschbezirk Malstatt-Burbach der Feuerwehr Saarbrücken alarmiert. Die Einsatzkräfte aus Saarbrücken verfügen über ein 60-kVA-Aggregat. Auch das Technische Hilfswerk des Ortsverbands Völklingen-Püttlingen wurde alarmiert und brachte eine 150-kVA-Netzersatzanlage zur Einsatzstelle, um für den Fall der Fälle Strom einspeisen zu können, dazu wurden auch mehrere Stromleitungen zur Intensivstation verlegt. Neben mehreren Rettungswagen war auch Bürgermeister Martin Speicher sowie der Brandinspekteur des Regionalverbandes Saarbrücken, Tony Bender, vor Ort. Nachdem die reguläre Stromversorgung wieder funktionierte, konnten die bereitgestellten Notstromaggregate wieder zurückgebaut werden und die Einsatzkräfte konnten nach gut 1 ¾ Stunden wieder zurück in ihre Standorte einrücken.

Zum Abschluss der einsatzintensiven Zeit mussten die Feuerwehrangehörigen des Löschbezirks Püttlingen dann noch am 30. Januar 2018 gegen 14:43 Uhr zu einem Papiercontainerbrand in die Behringstraße ausrücken. Hier wurden zwei nebeneinander stehende brennende Papiercontainer von einem Trupp unter Atemschutz geöffnet und das Brandgut mit einem C-Rohr abgelöscht.

Bilder zu den Einsätzen: Nr. 4 – Wohnhausbrand, Köllertalstraße sowie Nr. 6 – Person in Notlage (Stromausfall) – Klinik Püttlingen

Arbeitsreicher Jahreswechsel für die Feuerwehr Püttlingen

Einen arbeitsreichen Jahreswechsel hatten die Feuerwehrangehörigen der Feuerwehr Püttlingen. Am Nachmittag des 31. Dezember 2017 wurden die Löschbezirke Püttlingen, Köllerbach und Herchenbach gegen 16:56 Uhr mit dem Alarmstichwort „ausgelöster Rauchwarnmelder“ in die Riegelsberger Straße in den Stadtteil Köllerbach alarmiert. Vor dem Gebäude war deutlich der Alarmton eines Rauchwarnmelders zu hören; jedoch war weder Feuer, noch Rauch erkennbar. Da niemand die Tür öffnete, verschafften sich die Feuerwehrangehörigen einen gewaltfreien Zugang zum Wohnhaus und erkundeten das Objekt. Im Bereich des ausgelösten Rauchwarnmelders konnte weder Feuer, noch Rauch festgestellt werden, so dass von Seiten der Feuerwehr keine Maßnahmen getroffen werden mussten und die Feuerwehr-angehörigen wieder zurück in ihre Feuerwehrgerätehäuser einrücken konnten.

Das neue Jahr war noch keine ½ Stunde alt, da wurden die drei Löschbezirke der Feuerwehr Püttlingen über Meldeempfänger in die Hauptstraße nach Köllerbach alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass eine Hecke Feuer gefangen hatte, die aber vor Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht war. Nach einer kurzen Kontrolle konnten alle Einsatzkräfte wieder zurück in ihre Standorte, so dass der erste Einsatz des neuen Jahres nach gut 20 Minuten beendet war.

Am 01. Januar gegen 20:20 Uhr wurde der Löschbezirk Püttlingen mit dem Einsatzstichwort „Brand eines Reisebusses“ in die Viktoriastraße alarmiert. An der Einsatzstelle brannte das obere Deck eines Doppeldecker-Busses in voller Ausdehnung und drohte auf ein Busdepot überzugreifen. Die Brandbekämpfung erfolgte durch mehrere Trupps unter Atemschutz mit mehreren C-Rohren und einem Schaumrohr im Innen- und Außenangriff. Nach gut zwei Stunden war das Feuer gelöscht und die Feuerwehrangehörigen konnten zurück ins Feuerwehrgerätehaus. Neben dem Löschbezirk Püttlingen, einem Kommando der Polizeiinspektion Köllertal und einer Rettungswagenbesatzung war auch Bürgermeister Martin Speicher vor Ort, um sich ein Bild von den Einsatzmaßnahmen zu machen.

Feuerwehren proben den Ernstfall

Im Rahmen der überörtlichen Zusammenarbeit probten die Löschbezirke Püttlingen und Völklingen Stadtmitte den Ernstfall bei einer gemeinsamen Übung, die durch die Feuerwehr Völklingen geplant und ausgerichtet wurde.

Folgendes Übungsszenario hatten sich die Übungsverantwortlichen für die Einsatzkräfte überlegt: Im Rahmen von Baumaßnahmen in den Katakomben unter der Haupttribüne des Hermann-Neuberger-Stadions kommt es zu einem Brandausbruch. Nicht alle mit den Arbeiten beauftragten Arbeiter können sich ins Freie retten. Der Vorarbeiter stellt im Freien fest, dass 2 Mitarbeiter fehlen und sich noch im Gebäudeinnern befinden. Daraufhin setzt er den Notruf über die Notrufnummer 112 ab und teilt dabei mit, dass noch Personen im Gebäude sind.

Aufgrund dieser Meldung werden der Löschbezirk Völklingen Stadtmitte und der Löschbezirk Püttlingen alarmiert, so die Übungsannahme. Als erste Fahrzeuge treffen die Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge aus Völklingen und Püttlingen an der Einsatzstelle ein. Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle haben sich in beiden Fahrzeugen Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten ausgerüstet, um sofort nach der Ankunft zur Menschenrettung in die Katakomben vorgehen zu können. 2 Atemschutztrupps rüsten sich mit einem C-Rohr aus und begeben sich direkt ins Gebäudeinnere, um die vermissten Personen zu suchen. Im Außenbereich wird eine zentrale Atemschutzüberwachung eingerichtet und durch den Einsatzleitwagen aus Völklingen die Einsatzdokumentation vorgenommen. Zwischenzeitlich wird durch das Tragkraftspritzenfahrzeug aus Püttlingen und dem Schlauchwagen-Katastrophenschutz aus Völklingen eine Wasserversorgung über längere Wegstrecke vom Köllerbach aufgebaut, um die Löschwasserversorgung zu sichern.

Während der Löschmaßnahmen kommt es, durch Unachtsamkeit eines Mitarbeiters in einem Essensverkaufsstand oberhalb der Haupttribüne, zu einer Verpuffung mit anschließendem Brand. In diesem Bereich werden das Löschgruppenfahrzeug 20/16 aus Völklingen und das Tanklöschfahrzeug aus Püttlingen eingesetzt. Auch hier werden zwei Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingesetzt. Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit werden die beiden Einsatzabschnitte und die Wasserentnahmestelle am Köllerbach mittels Flutlichtstrahlern großflächig ausgeleuchtet, damit die eingesetzten Einsatzkräfte sicher arbeiten können. Nachdem die vermissten Personen gerettet sind und das angenommene Feuer gelöscht ist, kann die Übung beendet werden. Nachdem alle eingesetzten Geräte wieder auf den Fahrzeugen verladen waren, erfolgte noch eine kurze Übungsnachbesprechung. Die Einsatzabläufe zwischen den Übungsteilnehmern sowie die Kommunikation untereinander waren gut aufeinander abgestimmt. Auch zukünftig werden weitere Übungen der Löschbezirke Völklingen Stadtmitte und Püttlingen stattfinden, um die Zusammenarbeit weiter zu verbessern.

Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit probten die Löschbezirke Püttlingen und Völklingen Stadtmitte den Ernstfall bei einer gemeinsamen Übung, die durch die Feuerwehr Völklingen geplant und ausgerichtet wurde.

Folgendes Übungsszenario hatten sich die Übungsverantwortlichen für die Einsatzkräfte überlegt: Im Rahmen von Baumaßnahmen in den Katakomben unter der Haupttribüne des Hermann-Neuberger-Stadions kommt es zu einem Brandausbruch. Nicht alle mit den Arbeiten beauftragten Arbeiter können sich ins Freie retten. Der Vorarbeiter stellt im Freien fest, dass 2 Mitarbeiter fehlen und sich noch im Gebäudeinnern befinden. Daraufhin setzt er den Notruf über die Notrufnummer 112 ab und teilt dabei mit, dass noch Personen im Gebäude sind.

Aufgrund dieser Meldung werden der Löschbezirk Völklingen Stadtmitte und der Löschbezirk Püttlingen alarmiert, so die Übungsannahme. Als erste Fahrzeuge treffen die Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge aus Völklingen und Püttlingen an der Einsatzstelle ein. Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle haben sich in beiden Fahrzeugen Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten ausgerüstet, um sofort nach der Ankunft zur Menschenrettung in die Katakomben vorgehen zu können. 2 Atemschutztrupps rüsten sich mit einem C-Rohr aus und begeben sich direkt ins Gebäudeinnere, um die vermissten Personen zu suchen. Im Außenbereich wird eine zentrale Atemschutzüberwachung eingerichtet und durch den Einsatzleitwagen aus Völklingen die Einsatzdokumentation vorgenommen. Zwischenzeitlich wird durch das Tragkraftspritzenfahrzeug aus Püttlingen und dem Schlauchwagen-Katastrophenschutz aus Völklingen eine Wasserversorgung über längere Wegstrecke vom Köllerbach aufgebaut, um die Löschwasserversorgung zu sichern.

Während der Löschmaßnahmen kommt es, durch Unachtsamkeit eines Mitarbeiters in einem Essensverkaufsstand oberhalb der Haupttribüne, zu einer Verpuffung mit anschließendem Brand. In diesem Bereich werden das Löschgruppenfahrzeug 20/16 aus Völklingen und das Tanklöschfahrzeug aus Püttlingen eingesetzt. Auch hier werden zwei Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingesetzt. Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit werden die beiden Einsatzabschnitte und die Wasserentnahmestelle am Köllerbach mittels Flutlichtstrahlern großflächig ausgeleuchtet, damit die eingesetzten Einsatzkräfte sicher arbeiten können. Nachdem die vermissten Personen gerettet sind und das angenommene Feuer gelöscht ist, kann die Übung beendet werden. Nachdem alle eingesetzten Geräte wieder auf den Fahrzeugen verladen waren, erfolgte noch eine kurze Übungsnachbesprechung. Die Einsatzabläufe zwischen den Übungsteilnehmern sowie die Kommunikation untereinander waren gut aufeinander abgestimmt. Auch zukünftig werden weitere Übungen der Löschbezirke Völklingen Stadtmitte und Püttlingen stattfinden, um die Zusammenarbeit weiter zu verbessern.

Rettungswache Völklingen und Feuerwehr Püttlingen üben gemeinsam

1 (1)Jedes Quartal führt der Löschbezirk Püttlingen eine größere Übung durch; diesmal wurde diese gemeinsam mit der DRK Rettungswache Völklingen in der Straße „Am Grubenbahnhof“ durchgeführt. Dort hatte ein LKW-Fahrer einen PKW übersehen und fuhr diesem in die Beifahrerseite. Der PKW-Fahrer wurde in seinem Fahrzeug so eingeklemmt, dass er sich nicht mehr selbst aus seinem Fahrzeug befreien konnte. Der LKW-Fahrer stand unter Schock und klagte über Schmerzen in den Beinen, sodass auch er nicht selbständig aus dem Fahrzeug aussteigen konnte. So die Übungsannahme, der sich die Rettungskräfte stellen mussten.

Aufgrund des eingegangenen Notrufs wurden der Löschbezirk Püttlingen, zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug mit dem Einsatzstichwort „Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen – LKW gegen PKW“ zur Einsatzstelle alarmiert. Zuerst traf das Kleineinsatzfahrzeug mit dem Einsatzleiter ein, der sofort eine Erkundung durchführte. Kurz darauf trafen das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, eine Notärztin mit dem Notarzteinsatzfahrzeug sowie ein Rettungswagen ein. Während die Unfallstelle gegen den fließenden Verkehr abgesichert wurde, wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Notarzt die Rettung der eingeklemmten Person aus dem PKW vorbereitet, das Fahrzeug durch Unterbauen stabilisiert und gesichert. Aufgrund der Verletzungen wurde eine schonende Rettung vorbereitet. Damit sich die Notärztin besser um den Verunglückten kümmern konnte, wurden die Scheiben und die Fahrertür entfernt und das Dach seitlich weggeklappt. Da sich während der Einsatzmaßnahmen der Zustand des Eingeklemmten drastisch verschlechterte, wurde durch die Notärztin eine Sofortrettung angeordnet. Zwischenzeitlich trafen ein weiterer Rettungswagen und das Tanklöschfahrzeug an der Einsatzstelle ein. Die nachgerückten Einsatzkräfte kümmerten sich direkt um den eingeschlossenen LKW-Fahrer. Hier kam eine sogenannte Rettungsplattform zum Einsatz. Diese dient dazu, dass sich die Einsatzkräfte auf gleicher Höhe zur verletzten Person befinden, um besser und sicherer arbeiten zu können. Nachdem die Person durch den Rettungsdienst versorgt war, erfolgte eine achsengerechte Rettung mittels eines Spineboards (Rettungsbretts). Weiterhin wurde durch die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs der 3-fache Brandschutz mittels C-Rohr, Pulverlöscher und Schaumrohr sichergestellt. Aufgrund der einsetzenden Dunkelheit wurde die Einsatzstelle mittels Flutlichtstrahlern großflächig ausgeleuchtet.

Nachdem alle Personen aus den Fahrzeugen befreit waren, wurden diese zur weiteren Versorgung in die Rettungswagen gebracht und der Abtransport ins Krankenhaus vorbereitet. Die Einsatzgeräte wurden danach wieder auf die Fahrzeuge verladen und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt. Vor Ort erfolgte eine kurze Übungsbesprechung, in der die gute Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und Feuerwehr gelobt wurde. Auch in Zukunft sind weitere Übungen geplant.

Fortbildung zum Thema „Zusammenarbeit von Feuerwehr und Notarzt“ bei der Feuerwehr Püttlingen

In Titelbild NAFBden vergangenen Jahren kann man feststellen, dass die Zahl der gemeinsamen Einsätze, bei denen Feuerwehr und Rettungsdienst zusammenarbeiten, stark ansteigen. Waren es in der Vergangenheit hauptsächlich klassische Brandeinsätze oder Verkehrsunfälle mit verletzten Personen, so nehmen aktuell Einsätze mit dem Einsatzstichwort Wohnungsöffnung – Person in Wohnung, Tragehilfe oder Unterstützung Rettungsdienst mit Hubrettungsfahrzeugen stetig zu. Oft ist bei diesen Einsätzen neben den Feuerwehrangehörigen und der Besatzung des Rettungswagens auch ein Notarzt oder eine Notärztin vor Ort.

Bei all diesen Einsätzen ist es für den Notarzt an der Einsatzstelle enorm wichtig, bereits im Vorfeld Kenntnisse über die Ausrüstung, Arbeitsweise, Einsatzmöglichkeiten und -grenzen der Feuerwehr zu haben. Aus diesem Grund hat die Feuerwehr Püttlingen eine Fortbildung für Notärzte angeboten, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diese Kenntnisse näher zu bringen. Hierzu konnte der Initiator der Veranstaltung Michael Bossmann, selbst Notarzt, Feuerwehrarzt und Mitglied der Feuerwehr Püttlingen, 10 Teilnehmer begrüßen. Der Brandinspekteur für den Regionalverband Saarbrücken, Tony Bender, sowie Wehrführer Thomas Prinz richteten danach ebenfalls noch ein paar Grußworte an die Anwesenden.

In einem Theorieblock wurden Informationen zu den organisatorischen Grundlagen der Feuerwehr gegeben. Hierbei wurde auch erwähnt, dass beispielsweise nicht jede Feuerwehr über ein Hubrettungsfahrzeug verfügt. Am Beispiel eines Verkehrsunfalls wurde die Zusammenarbeit sowie die Organisation an der Einsatzstelle erläutert. Hier muss eine enge Abstimmung zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst stattfinden, so entscheidet der Notarzt über den Rettungsmodus, d. h. je nach Zustand des Patienten erfolgt eine Sofort-, eine Schnelle oder eine sogenannte Schonende Rettung. Weiterhin wurde auch das Erkennen und die zu treffenden Erstmaßnahmen bei CBRN-Gefahren nähergebracht. Unter CBRN-Gefahren versteht man den Schutz vor den Auswirkungen von chemischen (C), biologischen (B) sowie radiologischen (R) und nuklearen (N) Gefahren.

Nach dem theoretischen Teil bestand für  alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, in der Praxis an einem Schrottfahrzeug zu üben. Neben der Entfernung der Fahrzeugscheiben mittels Federkörner bzw. der Frontscheibe mittels Blechaufreißer wurde auch das Arbeiten mit hydraulischen Rettungsgeräten nähergebracht. Hier hatte jeder die Möglichkeit, selbst mit einem Spreizer oder der Rettungsschere an dem PKW zu arbeiten. Einhellige Meinung der Teilnehmer war, dass der Einsatz der hydraulischen Rettungsgeräte gar nicht so einfach ist und die Geräte ein ordentliches Eigengewicht haben. In einem weiteren Teil wurde den Anwesenden die einfache Rettung aus Höhen und Tiefen mittels Hubrettungsfahrzeug demonstriert und erläutert. So konnte jeder einmal in den Drehleiterkorb einsteigen und in die Höhe fahren, um sich Püttlingen aus der Vogelperspektive anzusehen. Im Anschluss erfolgte noch eine Aussprache und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich mit vielen neuen Eindrücken auf den Nachhauseweg.

Feuerwehr Püttlingen für „stürmischen“ Herbst gut gerüstet

Sollte das Saarland und insbesondere die Stadt Püttlingen von Herbst- oder Winterstürmen heimgesucht werden, ist die Feuerwehr gut darauf vorbereitet. Wenn Straßen oder Wege durch umgestürzte Bäume blockiert sind, wird die Feuerwehr im Rahmen der Gefahrenabwehr tätig und entfernt diese mittels Motorsägen. Hierzu dürfen aber nur speziell ausgebildete Feuerwehrangehörige eingesetzt werden, da Arbeiten mit der Motorsäge mit einem erhöhten Gefahrenpotential verbunden sind.

Um den theoretischen und insbesondere den praktischen Umgang mit der Motorkettensäge zu erlernen, wurde durch den Landesfeuerwehrverband Saarland
e. V. für Angehörige der Feuerwehr Püttlingen ein Lehrgang „Motorsägenführer“ angeboten, der an einem Wochenende durchgeführt wurde. Themen der theoretischen Unterweisung waren unter anderem Unfallverhütungsvorschriften, aber auch Aufbau, Funktion sowie Wartung und Pflege der Motorsäge. Ein besonderer Schwerpunkt im theoretischen Lehrgangsteil wurde auf das Thema persönliche Schutzausrüstung gelegt, um entsprechende Unfälle und Gesundheitsschäden zu vermeiden. Hierbei wurden Hinweise und Tipps zur richtigen Anwendung der persönlichen Schutzausrüstung gegeben.

Im praktischen Lehrgangsteil wurden Sägearbeiten am liegenden Holz durchgeführt und den Teilnehmern verschiedene Schnitttechniken beigebracht. An einem Baumbiegesimulator wurde den Feuerwehrangehörigen erklärt, wie sie gefährliche Spannungen im Holz beurteilen und durch richtiges Vorgehen den umgestürzten Baum gefahrlos zerkleinern können.

Nachdem alle Teilnehmer das Erlernte in einer praktischen Übung demonstriert hatten, mussten sie sich danach noch einer schriftlichen Lernerfolgskontrolle stellen. Alle Lehrgangsteilnehmer hatten hierbei die erforderliche Punktzahl erreicht und haben somit den Lehrgang „Führer von Motorsägen in der Feuerwehr“ erfolgreich abgeschlossen. Aus den Händen der Ausbilder konnten alle die Lehrgangsbescheinigungen entgegennehmen.