1901 bis 1945 – Zwei Weltkriege

Durch die neue Feuerpolizeiverordnung, wurde die Feuerwehr Püttlingen mit dem Datum vom 19.12.1907 vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz offiziell als Freiwillige Feuerwehr anerkannt.

Vier Jahre später, erhielten die Feuerwehrmänner einheitliche Drillich-Hosen. Die übrigen Bekleidungsstücke und Ausrüstungsgegenstände wurden ergänzt. Im gleichen Jahr erfolgte außerdem die Inbetriebnahme der zentralen Wasserversorgung des Ortes. Damit ging eine erhebliche Steigerung der Einsatzfähigkeit einher. Und auch ein weiterer Schwachpunkt der Struktur wurde beseitig. Der durch die Höhenlage schwierig zu erreichende Ortsteil Ritterstraße, bekam seine eigene Löschabteilung. Sie bestand aus 25 Feuerwehrmännern.

Aufgrund des 1. Weltkrieges, zählte die Feuerwehr Püttlingen zum 01.01.1918 nur noch 64 Feuerwehrmänner.

In der Zwischenzeit wurde in der Völklingerstraße, auf dem Gelände des Bauhofs der Gemeinde Püttlingen, ein neues Gerätehaus errichtet. Das Gebäude war mit einem markanten Schlauchturm ausgestattet. Auch der Fortschritt beim feuerwehrtechnischen Gerät machte sich weiter bemerkbar. Inzwischen konnte auf motorisierte Löschfahrzeuge zurückgegriffen werden. Auch sonst verbesserte sich die Ausrüstung und Ausbildung der Feuerwehr weiter. Zum 01.01.1931 konnte die Feuerwehr Püttlingen ganze 148 Mitglieder in seinen Reihen zählen.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr allerdings erneut sehr stark gehemmt. Nach alten Akten wurde am 11.09.1943 ein LF15 in Dienst gestellt. Da der Treibstoff für Fahrzeuge und Pumpen sehr knapp war, bestand zeitweise Übungsverbot. Die Fahrzeuge und Geräte durften nur im Ernstfall zum Einsatz gebracht werden. Viele der Püttlinger Bürger waren zu dieser Zeit zum Notdienst bei der Feuerwehr verpflichtet. Bei einem Fliegeralarm mussten sich die Helfer im Rathaus sammeln. Von 1941 bis hin zum Kriegsende bestand außerdem eine Jugendgruppe in der Feuerwehr. Diese „Feuerwehr-HJ“ war ca. 20 Mann stark und rückte zusammen mit den zum Notdienst verpflichteten Helfern aus.