DLA(K) 23/12

Automatische Drehleiter mit Rettungskorb 23/12

Florian Püttlingen 1/31


Automatische Drehleiter mit Rettungskorb

Die Automatische Drehleiter mit Rettungskorb (DLA(K) 23/12) ist eines der wichtigsten Fahrzeuge im Löschbezirk Püttlingen. Es ist für die Bürger der Stadt unerlässlich, da es den zweiten Rettungsweg im Brandfall stellen muss. Um diese Aufgabe zu erleichtern, verfügt die Drehleiter über einen Rettungskorb, der mit maximal 270 kg oder 3 Personen belastet werden darf.

Der Rettungskorb verfügt gleichzeitig über Aufnahmemöglichkeiten für verschiedenste Einsatzsituationen. Über sogenannte Multifunktionssäulen kann der Rettungskorb so für verschiedene Aufgaben aufgerüstet werden.

Die Drehleiter verfügt über eine Menge Technik, die im Einsatz beherrscht werden will. Die Bediener des Fahrzeuges werden dabei durch 5 Computer unterstützt, die den Betrieb überwachen, die möglichen Bewegungen – je nach Abstützung – eingrenzen und den Leiterpark stabilisieren.
So ist es beispielsweise möglich, die aufgezeichneten Bewegungen vor und zurück zu spulen, um eine gewünschte Position mehrmals anzufahren. Der Bediener sorgt dabei nur noch für die Sicherheit, die Drehleiter fährt die Bewegungen selbstständig ab.

Brandeinsätze

Die Drehleiter verfügt über 2 Wasserwerfer für die Wasserabgabe bei Bränden. Einer von den Monitoren ist dabei elektronisch Steuerbar. Damit kann er auch vom unteren Steuerstand bedient werden und macht das Personal im Rettungskorb überflüssig. Diese Funktion kann zum Beispiel bei Großbränden zum Einsatz kommen. Über die Wasserwerfer kann eine Löschwassermenge von bis zu 2400 Litern pro Minute abgegeben werden. Optional lässt sich auch eine gewöhnliche Schlauchleitung anschließen, mit der gezielter z.B. bei Dachstuhlbränden gearbeitet werden kann.

Wie auch die Löschfahrzeuge, verfügt die Drehleiter über insgesamt 3 Atemschutzgeräte. Zwei davon sind mit 2 Pressluftflaschen ausgestattet und ermöglichen dadurch besonders lange Einsatzzeiten im Korb der Drehleiter.

Auch in den Wintermonaten ist die Drehleiter häufig bei Kaminbränden im Einsatz. Sie verfügt über einen Satz mit Kaminkehrwerkzeug und kann somit einen Kamin von oben reinigen.

Hilfeleistungseinsätze

Das größte Einsatzspektrum der Drehleiter, findet sich bei den Hilfeleistungseinsätzen wieder. Sie wird sehr häufig zur Unterstützung des Rettungsdienstes angefordert. Oftmals sind Treppenhäuser so eng gebaut, dass der Rettungsdienst einen liegepflichtigen Patienten nicht durch das Treppenhaus retten kann. Durch die Krankentragen-Lagerung der Drehleiter, die auf dem Rettungskorb montiert werden kann, können Personen aus oberen Stockwerken auch liegend über die Drehleiter gerettet werden.

Aber auch abseits der Rettung von Menschen, findet dieses Fahrzeug weitere Anwendung. Durch den mitgeführten Motor-Kettensägensatz, können auch Äste und Bäume entfernt werden, die eine Gefahr für Menschen und Sachwerte darstellen.

Weiterhin kann das Fahrzeug als Kran verwendet werden. Bis zu 4t können mit dem Fahrzeug angehoben werden.

Technische Daten

Baujahr 2007
Fahrgestell Iveco EuroFire FF 160 E 30
Gewicht 16.000 kg
Aufbau Iveco Magirus AluFire 2
Abgasnorm Euro IV
PS 300
Antrieb Hinterachse
Besondere Ausrüstung
  • Fernsteuerbarer Wasser-Monitor
  • Steigleitung im letzten Leiterteil
  • Stromerzeuger 8 kVA
  • Krankentragenlagerung
  • Schleifkorbtrage
  • Abseilgerät Rollgliss
Weitere Informationen DLA(K) 23/12 bei BOS-Fahrzeuge.info

Weiteres

Das Fahrzeug ersetzte eine Drehleiter, die von der Feuerwehr Dudweiler / Saarbrücken übernommen wurde. Diese wurde nach einem Defekt im November 2007 außer Dienst gestellt. Das Fahrzeug konnte bei Iveco Magirus in Ulm als Vorführfahrzeug erworben werden. Die Indienststellung des Fahrzeugs erfolgte, nach Ausbildung der Mannschaft, bereits im März 2008.