Auch in diesem Jahr veranstalteten die Jugendfeuerwehren der Löschbezirke Püttlingen und Köllerbach gemeinsam ihren Berufsfeuerwehrtag.
Insgesamt 32 Jugendliche – 18 aus Püttlingen und 14 aus Köllerbach – übernahmen für 24 Stunden den Alltag von Berufsfeuerwehrfrauen und -männern. Mit allem, was dazugehört: Einsätzen, Ausbildung und Gemeinschaft.
Der Startschuss fiel am Freitag, dem 12. September um 18 Uhr mit dem Antreten in den Gerätehäusern. Nach der Einteilung auf die Fahrzeuge und einer technischen Überprüfung der Gerätschaften ließ der erste Einsatz nicht lange auf sich warten: Der Löschbezirk Püttlingen wurde zu einer Personensuche alarmiert. Die vermisste Person konnte schnell und unverletzt aufgefunden werden. Nur kurze Zeit später rückte auch der Löschbezirk Köllerbach zu einem Flächenbrand aus, der durch den Einsatz mehrerer Strahlrohre rasch unter Kontrolle gebracht wurde.

Nach dem Motto „Ohne Mampf kein Kampf“ stärkten sich die Nachwuchskräfte anschließend beim Abendessen in Püttlingen.
Doch kaum war der letzte Bissen gegessen, folgte für den Löschbezirk Köllerbach der nächste Einsatz: eine weitere Personensuche im Rahmen der Amtshilfe, die glücklicherweise ebenfalls schnell erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Nur wenige Minuten später wurde auch in Püttlingen ein unklarer Brand in der Nähe der alten Stadtgärtnerei gemeldet. Durch die sofort eingeleitete Brandbekämpfung konnte auch dieser Einsatz erfolgreich bewältigt werden.
Am späten Abend wurden beide Löschbezirke zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person alarmiert. Gemeinsam befreiten die Jugendlichen die verletzte Person aus dem Fahrzeug. Danach begann die Nachtruhe, die erfreulicherweise ohne weitere Einsätze blieb.
Bereits am nächsten Morgen gegen 7 Uhr wartete der nächste Alarm: Eine ausgelöste Brandmeldeanlage, die sich als Fehlalarm herausstellte, riss die Jugendlichen aus dem Schlaf.
Nach einem gemeinsamen Frühstück in Köllerbach folgten weitere Einsätze sowie ein abwechslungsreiches Ausbildungsprogramm. An mehreren Stationen übten die Jugendlichen unter anderem die Reanimation von Personen und den Umgang mit Schere und Spreizer.
Auch der Dienstsport, der zum Alltag jeder Berufsfeuerwehr gehört, stand auf dem Programm. Auf dem Multifunktionsfeld an der Kyllbergschule absolvierten die Jugendlichen am Samstagvormittag eine Sporteinheit. Über den Tag verteilt meisterten sie weitere Übungseinsätze, darunter die Unterstützung des Rettungsdienstes und kleinere Brände.
Gegen 16 Uhr erfolgte die Alarmierung zu einem „Brand 5 – Lagerhallenbrand, Menschenlage unklar“. Diese Abschlussübung nutzten zahlreiche Eltern, um sich von den Fähigkeiten ihrer Kinder zu überzeugen und die Zusammenarbeit der Jugendfeuerwehr hautnah mitzuerleben.
Bei der abschließenden Ansprache lobte Wehrführer Thomas Prinz insbesondere die gute Zusammenarbeit und das große Engagement der Jugendlichen aus beiden Löschbezirken. Nach 24 Stunden intensiver Übungsdienste und zahlreicher Einsätze ging es für die Nachwuchsfeuerwehrleute schließlich in den wohlverdienten Feierabend.





