Dass nicht nur die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit bei der Jugendfeuerwehr funktioniert, was bei der Köllertal-Übung der Jugendfeuerwehren anschaulich unter Beweis gestellt wurde, sondern auch bei den Aktiven Feuerwehrangehörigen, zeigte der gemeinsam durchgeführte Truppmann-Lehrgang Teil 1. Da solch ein Lehrgang nur mit einer gewissen Teilnehmerzahl durchgeführt werden kann und in allen 3 Köllertalkommunen alleine nicht genügend Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen kamen, entschloss man sich, den Lehrgang, wie bereits in den Vorjahren, im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit durchzuführen. Bereits im März begann für die 27 Feuerwehangehörigen der erste Teil ihrer Feuerwehr-Grundausbildung, der Truppmann-Lehrgang Teil 1. In diesem Lehrgang werden die Grundlagen für das Feuerwehrhandwerk gelegt.

In 70 Ausbildungsstunden wurde den Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmern neben dem theoretischen auch das praktische Rüstzeug für die Feuerwehrarbeit vermittelt. Dabei wurden Themen wie Fahrzeug- und Gerätekunde, Verhalten bei Gefahr, Brennen und Löschen, Rechtsgrundlagen, Technische Hilfeleistung und Löscheinsatz behandelt.

Piepsende Rauchmelder sind zu hören und aus dem Püttlinger Rathaus dringt aus Türen und Fenstern dichter Rauch. Was sich auf den ersten Blick dramatisch anhört, ist aber zum Glück nur das Übungsszenario für die Köllertal-Übung der Jugendfeuerwehren. Im Wechsel üben die Jugendfeuerwehrangehörigen der drei Köllertalgemeinden Püttlingen, Heusweiler und Riegelsberg die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit, in diesem Jahr wurde diese Übung bereits zum 9. Mal durchgeführt. Die diesjährige Übung wurde durch den Püttlinger Stadtjugendwart Harald Ströhle geplant und wurde am Püttlinger Rathaus durchgeführt.

Folgendes Szenario hatte sich Stadtjugendwart Harald Ströhle für die Jugendlichen ausgedacht: Im Kellergeschoß des Rathauses befindet sich eine Ladestation für die Elektrofahrzeuge der Stadtverwaltung. Beim Ladevorgang eines Elektrofahrzeugs kam es aufgrund eines technischen Defekts zu einem Brand. Da die Brandschutztüren verkeilt waren, konnte sich das Feuer im gesamten Kellergeschoss ausbreiten.

Bei Einsatz- und Alarmfahrten mit Blaulicht und Martinshorn besteht für die Fahrer der Einsatzfahrzeuge ein erhöhtes Risiko, in Verkehrsunfälle verwickelt zu werden. Immer wieder liest man in der Zeitung von Unfällen, an denen Einsatzfahrzeuge von Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr beteiligt sind. Um solche Einsatzfahrten ohne Gefährdung der Einsatzfahrer und der übrigen Verkehrsteilnehmer zu trainieren, hatten Feuerwehrangehörige aus den drei Püttlinger Löschbezirken an 3 Terminen die Möglichkeit, dies an einem Fahrsimulator zu üben.

In Zusammenarbeit des Landesfeuerwehrverbandes und der Unfallkasse des Saarlandes (UKS) konnten so insgesamt 18 Feuerwehrangehörige ein Fahrsimulatortraining in Sankt Wendel besuchen.

Zuerst wurden den Teilnehmern in einem theoretischen Teil die rechtlichen Grundlagen zum Thema Sonder- und Wegerechte nähergebracht und auf die Unfallstatistik bei Sonderrechtsfahrten eingegangen. Danach ging es in die Praxis und die Fahrzeugführer hatten die Möglichkeit, gefahrlos Alarmfahrten am Simulator zu üben.

Bei sonnigem Frühlingswetter machten sich die Jugendfeuerwehrangehörigen und ihre Betreuer auf ihre diesjährige Lehrfahrt in den Holiday Park ins rheinlandpfälzische Haßloch. Solche Gemeinschaftsaktionen stehen neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung auch auf dem Ausbildungsplan der Jugendlichen. Neben dem Erlernen des Feuerwehrhandwerks in Theorie und Praxis soll bei den Jugendfeuerwehrangehörigen auch der Spaß nicht zu kurz kommen.

Frühmorgens trafen sich alle Teilnehmer an den Feuerwehrgerätehäusern Püttlingen bzw. Köllerbach und machten sich mit dem Bus auf den Weg nach Haßloch. Dort angekommen konnte sich jeder die Zeit nach eigenem Belieben vertreiben. Für jeden war etwas dabei, ob die Fahrten auf dem „Donnerfluß“, diversen Achterbahnen oder dem Freefall-Tower. Wer es etwas ruhiger angehen lassen wollte, konnte sich die Wasserski-Stuntshow ansehen. Wie immer bei solchen Aktionen verging die Zeit viel zu schnell und schon stand die Rückfahrt an.

In einer kreisübergreifenden Übung trainierten die Löschbezirke Püttlingen und Elm die Zusammenarbeit. In der Übungsplanung wurde ein Brand im Bereich der Halle 2 der Firma Dürr auf dem Breitfeld in Püttlingen angenommen. Um das Einsatzgeschehen möglichst realistisch darzustellen, wurde das Übungsobjekt mit Nebelmaschinen vernebelt.

Als erstes Fahrzeug traf das Kleineinsatzfahrzeug des Löschbezirks Püttlingen an der Einsatzstelle ein. Durch die Fahrzeugbesatzung wurde das Haupttor geöffnet und damit die Zufahrt für die nachrückenden Einsatzkräfte auf das Firmengelände geschaffen. Die in der betroffenen Produktionshalle beschäftigten Mitarbeiter hatten die Halle bereits verlassen und sich am Evakuierungspunkt eingefunden. Dort wurde festgestellt, dass noch mehrere Mitarbeiter in der Halle 2 vermisst wurden. Aufgrund der Nähe zum Brandobjekt wurde durch den Einsatzleiter der Löschbezirk Elm zur nachbarlichen Löschhilfe angefordert.

Aufgrund der vorgefundenen Lage wurde die Einsatzstelle in 2 Einsatzabschnitte aufgeteilt.

Am 13. März wurden die Löschbezirke Köllerbach, Püttlingen und Herchenbach gegen 10:05 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Brand in Filteranlage“ zur Firma Saar-Hartmetall und Werkzeuge GmbH ins Gewerbegebiet Etzenhofen alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle war eine starke Rauchentwicklung im Bereich der Abluftanlage sichtbar. Im Rahmen einer ersten Erkundung konnte ein Brand der Filteranlage festgestellt werden, die sich über 3 Etagen erstreckt. In diesem Bereich konnten auch eine starke Verqualmung sowie eine erhöhte Temperatur wahrgenommen werden. Während des Einsatzes wurden insgesamt 18 Einsatzkräfte unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in der Werkshalle eingesetzt. Die Brandbekämpfung gestaltete sich recht schwierig, da in der Abluftanlage diverse Filter eingebaut waren. Diese wurden unter Rücksprache mit den Mitarbeitern der Haustechnik durch die Feuerwehr ausgebaut, um so an die Glutnester zu gelangen. Hierzu wurden auch alle Revisionsschächte der Absauganlage geöffnet.

Auch in diesem Jahr fand wieder unter Federführung des Entsorgungsverbands Saar (EVS) die Aktion „Saarland Picobello“ statt. Wie auch in den vergangenen Jahren beteiligte sich die Jugendfeuerwehr der Stadt Püttlingen an der Säuberungsaktion.

Jeweils von den Gerätehäusern Püttlingen bzw. Köllerbach machten sich die Jugendfeuerwehrangehörigen und ihre Betreuer auf den Weg zu den zugeteilten Bereichen, um dort mit dem Aufräumen zu beginnen. Bevor es jedoch losging, rüsteten sich alle Teilnehmer mit Warnwesten, Handschuhen und Müllsäcken aus, um den in der Natur entsorgten Müll und Unrat einzusammeln.

Wie in den Vorjahren auch, wurde wieder allerlei Wohlstandsmüll eingesammelt. Neben dem „üblichen“ Müll wie leeren Flaschen, Dosen und Zigarettenpäckchen wurden aber auch alte Autoreifen, eine Dunstabzugshaube und verschiedene Fußleisten, die wohl im Rahmen von Renovierungsmaßnahmen im Wald entsorgt wurden, eingesammelt.

Homepage FührungskräftefortbildungErstmalig in dieser Form hatte der stellvertretende Wehrführer und Fachbereichsleiter Ausbildung, Ruwen Dumont, alle Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen zu einer Führungskräftefortbildung ins Feuerwehrgerätehaus Köllerbach eingeladen. Zum Beginn der Veranstaltung begrüßte Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz alle Anwesenden und gab einen kurzen Überblick über die Themen, die den Feuerwehrangehörigen nähergebracht werden. Das erste Thema der Tagesordnung betraf das Thema „Einsatzabläufe bei der Feuerwehr Püttlingen“. Zuerst informierte Thomas Prinz die Teilnehmer über die bestehende Alarm- und Ausrückeordnung (AAO). Er stellte dar, welche Einheiten bei welchen Einsatzstichworten alarmiert werden und erläuterte die Hintergründe der Kräfteansätze. Denn nicht bei jedem Einsatz sind alle Fahrzeuge und Einsatzkräfte der Feuerwehr erforderlich.

Danach gab Ruwen Dumont einen kurzen Überblick über das Fernmeldekonzept insbesondere wurde auf die Einsatzstellenkommunikation beim Zusammenwirken der drei Püttlinger Löschbezirke eingegangen.

1 (8)Zu insgesamt 4 Einsätzen wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Püttlingen innerhalb von 24 Stunden alarmiert. Zum ersten Einsatz wurden die Einsatzkräfte am 29. Januar 2018 gegen 16:26 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Brand einer Garage“ in die Köllertalstraße alarmiert. Aufgrund des Alarmierungsstichworts wurden alle 3 Löschbezirke der Feuerwehr Püttlingen zur Einsatzstelle entsandt. Bereits auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung sichtbar.

Vor Ort konnte der Einsatzleiter den Vollbrand einer Doppelgarage feststellen, der bereits auf die Kellerräume des Gebäudes übergegriffen hatte. Die Brandbekämpfung erfolgte durch mehrere Atemschutztrupps im Innen- sowie im Außenangriff mit insgesamt 5 C-Rohren. Das gesamte Gebäude war stark verraucht und wurde nach Personen durchsucht. In den Kellerräumen wurden mehrere Gasflaschen entdeckt, die ins Freie verbracht und dort entsprechend gekühlt wurden. Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht, um ein Übergreifen des Feuers auf den Dachstuhl zu verhindern.

Gruppenbild Ehrung Püttlingen 2018Im Rahmen eines Empfangs in Uhrmachers Haus honorierte die Stadt Püttlingen und der Landesfeuerwehrverband die erbrachten Leistungen und das ehrenamtliche Engagement verdienter Feuerwehrangehöriger. Hierzu hatte die Stadt Püttlingen neben den zu Ehrenden auch deren Partner eingeladen.

Der Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher, begrüßte alle Anwesende recht herzlich. „Es freut mich, die Mitglieder unserer Basisorganisationen, sei es die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr, des DRK oder des THW in besonderer Weise zu ehren und mich persönlich für ihren Dienst und ihr Engagement für die Allgemeinheit zu bedanken.“ so Bürgermeister Martin Speicher. Jährlich leisten die Feuerwehrangehörigen unzählige Stunden, sei es für Übungen, Fortbildungen oder aber auch bei Einsätzen. Für die hier geleistete Arbeit, die neben dem Beruf und der Familie geleistet wird, gebührt allen der Dank und die Anerkennung aller Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Seit der Beschaffung des GW-L 2 im vergangenen Jahr wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Püttlingen sowohl an dem Fahrzeug selbst wie auch an der Beladung und den neuen Gerätschaften ausgebildet. Neben der Ausbildung zum Fahrzeugmaschinisten, Themen wie die Ladungssicherung oder das Be- und Entladen der Rollcontainer über die Ladebordwand wurde insbesondere der Aufgabenschwerpunkt „Wasserversorgung über lange Wegestrecke“ (SW 2000 Komponente) behandelt. Eine praktische Übung zu diesem Thema rundet die Ausbildung ab. Die Erste dieser Übungen fand vergangenen Samstag am Mathildenschacht statt. Nach einem kurzen theoretischen Ausbildungsteil wurden mehrere  hundert Meter B-Schlauch als Doppelleitung verlegt. Insbesondere das sichere Verlegen einer Schlauchleitung von einem fahrenden Fahrzeug aus setzt eine fundierte Ausbildung voraus. In den nächsten Wochen werden weitere Übungen zu diesem Thema stattfinden um alle Einsatzkräfte abschließend Schulen zu können.

Einen arbeitsreichen Jahreswechsel hatten die Feuerwehrangehörigen der Feuerwehr Püttlingen. Am Nachmittag des 31. Dezember 2017 wurden die Löschbezirke Püttlingen, Köllerbach und Herchenbach gegen 16:56 Uhr mit dem Alarmstichwort „ausgelöster Rauchwarnmelder“ in die Riegelsberger Straße in den Stadtteil Köllerbach alarmiert. Vor dem Gebäude war deutlich der Alarmton eines Rauchwarnmelders zu hören; jedoch war weder Feuer, noch Rauch erkennbar. Da niemand die Tür öffnete, verschafften sich die Feuerwehrangehörigen einen gewaltfreien Zugang zum Wohnhaus und erkundeten das Objekt. Im Bereich des ausgelösten Rauchwarnmelders konnte weder Feuer, noch Rauch festgestellt werden, so dass von Seiten der Feuerwehr keine Maßnahmen getroffen werden mussten und die Feuerwehr-angehörigen wieder zurück in ihre Feuerwehrgerätehäuser einrücken konnten.

Das neue Jahr war noch keine ½ Stunde alt, da wurden die drei Löschbezirke der Feuerwehr Püttlingen über Meldeempfänger in die Hauptstraße nach Köllerbach alarmiert.

Um zu überprüfen, ob die Jugendfeuerwehrangehörigen die erlernten Handgriffe auch bei Dunkelheit beherrschen, war eine Nachtübung der Jugendfeuerwehren aus Püttlingen und Köllerbach angesetzt.

Durch starken Funkenflug bei Flexarbeiten kam es im Werkstattbereich des metallverarbeitenden Betriebs Stefan Schiel GmbH in der Köllerbacher Oberwies zu einem Feuer mit starker Rauchentwicklung. Das Feuer griff im Werkstattbereich auf dort gelagertes Material über und drohte auch auf das Nachbargebäude überzugreifen. Der Firmeninhaber entdeckte das Feuer und setzte daraufhin sofort den Notruf über die 112 ab. Diese Aufgabe hatte sich der Jugendwart des Löschbezirks Köllerbach, Christian Kuhlmann, für die Jugendlichen ausgedacht.

 

Durch den Einsatzleiter wurde das zuerst eintreffende Tanklöschfahrzeug aus Köllerbach in die Lage eingewiesen. Da die Einsatzmeldung „Brand in einem Gebäude“ lautete, hatten sich die Jugendlichen bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle mit Übungs-Atemschutzgeräten ausgerüstet, um direkt nach dem Eintreffen zu einer Menschenrettung in den Werkstattbereich vorgehen zu können.

Im Rahmen der überörtlichen Zusammenarbeit probten die Löschbezirke Püttlingen und Völklingen Stadtmitte den Ernstfall bei einer gemeinsamen Übung, die durch die Feuerwehr Völklingen geplant und ausgerichtet wurde.

Folgendes Übungsszenario hatten sich die Übungsverantwortlichen für die Einsatzkräfte überlegt: Im Rahmen von Baumaßnahmen in den Katakomben unter der Haupttribüne des Hermann-Neuberger-Stadions kommt es zu einem Brandausbruch. Nicht alle mit den Arbeiten beauftragten Arbeiter können sich ins Freie retten. Der Vorarbeiter stellt im Freien fest, dass 2 Mitarbeiter fehlen und sich noch im Gebäudeinnern befinden. Daraufhin setzt er den Notruf über die Notrufnummer 112 ab und teilt dabei mit, dass noch Personen im Gebäude sind.

Aufgrund dieser Meldung werden der Löschbezirk Völklingen Stadtmitte und der Löschbezirk Püttlingen alarmiert, so die Übungsannahme. Als erste Fahrzeuge treffen die Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge aus Völklingen und Püttlingen an der Einsatzstelle ein.

1 (1)Jedes Quartal führt der Löschbezirk Püttlingen eine größere Übung durch; diesmal wurde diese gemeinsam mit der DRK Rettungswache Völklingen in der Straße „Am Grubenbahnhof“ durchgeführt. Dort hatte ein LKW-Fahrer einen PKW übersehen und fuhr diesem in die Beifahrerseite. Der PKW-Fahrer wurde in seinem Fahrzeug so eingeklemmt, dass er sich nicht mehr selbst aus seinem Fahrzeug befreien konnte. Der LKW-Fahrer stand unter Schock und klagte über Schmerzen in den Beinen, sodass auch er nicht selbständig aus dem Fahrzeug aussteigen konnte. So die Übungsannahme, der sich die Rettungskräfte stellen mussten.

Aufgrund des eingegangenen Notrufs wurden der Löschbezirk Püttlingen, zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug mit dem Einsatzstichwort „Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen – LKW gegen PKW“ zur Einsatzstelle alarmiert. Zuerst traf das Kleineinsatzfahrzeug mit dem Einsatzleiter ein, der sofort eine Erkundung durchführte.

In Titelbild NAFBden vergangenen Jahren kann man feststellen, dass die Zahl der gemeinsamen Einsätze, bei denen Feuerwehr und Rettungsdienst zusammenarbeiten, stark ansteigen. Waren es in der Vergangenheit hauptsächlich klassische Brandeinsätze oder Verkehrsunfälle mit verletzten Personen, so nehmen aktuell Einsätze mit dem Einsatzstichwort Wohnungsöffnung – Person in Wohnung, Tragehilfe oder Unterstützung Rettungsdienst mit Hubrettungsfahrzeugen stetig zu. Oft ist bei diesen Einsätzen neben den Feuerwehrangehörigen und der Besatzung des Rettungswagens auch ein Notarzt oder eine Notärztin vor Ort.

Bei all diesen Einsätzen ist es für den Notarzt an der Einsatzstelle enorm wichtig, bereits im Vorfeld Kenntnisse über die Ausrüstung, Arbeitsweise, Einsatzmöglichkeiten und -grenzen der Feuerwehr zu haben. Aus diesem Grund hat die Feuerwehr Püttlingen eine Fortbildung für Notärzte angeboten, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diese Kenntnisse näher zu bringen.

Sollte das Saarland und insbesondere die Stadt Püttlingen von Herbst- oder Winterstürmen heimgesucht werden, ist die Feuerwehr gut darauf vorbereitet. Wenn Straßen oder Wege durch umgestürzte Bäume blockiert sind, wird die Feuerwehr im Rahmen der Gefahrenabwehr tätig und entfernt diese mittels Motorsägen. Hierzu dürfen aber nur speziell ausgebildete Feuerwehrangehörige eingesetzt werden, da Arbeiten mit der Motorsäge mit einem erhöhten Gefahrenpotential verbunden sind.

Um den theoretischen und insbesondere den praktischen Umgang mit der Motorkettensäge zu erlernen, wurde durch den Landesfeuerwehrverband Saarland
e. V. für Angehörige der Feuerwehr Püttlingen ein Lehrgang „Motorsägenführer“ angeboten, der an einem Wochenende durchgeführt wurde. Themen der theoretischen Unterweisung waren unter anderem Unfallverhütungsvorschriften, aber auch Aufbau, Funktion sowie Wartung und Pflege der Motorsäge. Ein besonderer Schwerpunkt im theoretischen Lehrgangsteil wurde auf das Thema persönliche Schutzausrüstung gelegt, um entsprechende Unfälle und Gesundheitsschäden zu vermeiden.

BeförderungenIm Anschluss an die Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen in Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk Völklingen-Püttlingen und den DRK Bereitschaften Püttlingen und Köllerbach wurden in der Barbarahalle nach der Übungsbesprechung noch Beförderungen von Feuerwehrangehörigen durchgeführt.

Zu Beginn begrüßte der Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher, alle Anwesenden, darunter die Beigeordneten der Stadt Püttlingen, den Kreisbrandmeister für den Regionalverband Saarbrücken, Christian Ziegler (in Vertretung des Brandinspekteurs), die Wehr- und Löschbezirksführung der Feuerwehr Püttlingen, Abordnungen benachbarter Feuerwehren, die Ehrenwehr- und Ehrenlöschbezirksführer der Feuerwehr Püttlingen, die Mitglieder des Stadtrates sowie alle an der Übung beteiligten Angehörigen der Hilfsorganisationen.

Nach der Begrüßung erfolgte die Übungsbesprechung durch den ersten Kreisbrandmeister Christian Ziegler, den Vertreter des THW Ortsverbandes Völklingen-Püttlingen, Sebastian Klein, und der Vertreterin des DRK, Evi Mülder. Danach wurden die Beförderungen vorgenommen.

Die diesjährige Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Püttlingen in Zusammenarbeit mit dem THW Ortsverband Völklingen-Püttlingen und den DRK Bereitschaften Püttlingen und Köllerbach fand am Samstag, 02. September 2017, im Gewerbegebiet Viktoria an den Anwesen der Schreinerei Dincher und der Firma Paul Gemenig statt.

Bevor alle Übungsteilnehmer ihr Können unter Beweis stellen konnten, erfolgte durch den Püttlinger Wehrführer Thomas Prinz die Meldung an den 1. Beigeordneten Christian Müller  sowie an den Kreisbrandmeister für den Regionalverband Saarbrücken, Christian Ziegler, der in Vertretung für den Brandinspekteur Tony Bender anwesend war.

Die Planer der Übung hatten das Übungsszenario in zwei Abschnitte unterteilt. Im ersten Übungsabschnitt wurde folgende Lage angenommen:

Aufgrund von Reparaturarbeiten an der Späneabsauganlage kam es im Werkstattbereich der Schreinerei Dincher zu einem Schadensfeuer. Ein Spaziergänger wurde aufgrund der starken Rauchentwicklung auf das Brandereignis aufmerksam und alarmierte über den Notruf 112 die Feuerwehr.

Jedes Jahr findet im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit eine gemeinsame Übung der Jugendfeuerwehrangehörigen der Köllertalgemeinden Heusweiler, Riegelsberg und Püttlingen statt. Ausgerichtet wurde die Übung in diesem Jahr durch die Feuerwehr Riegelsberg.

Als Szenario hatten sich die Übungsverantwortlichen Folgendes ausgedacht: In der Betonsteinfabrik Dr. Arnold Schäfer GmbH am Riegelsberger Russenweg kam es nach einer Explosion zu einem Brand. Im Produktionsgebäude wurden noch mehrere Mitarbeiter vermisst. Zeitgleich ereignete sich auf dem Firmengelände ein Verkehrsunfall, bei dem eine Person unter dem Fahrzeug eingeklemmt wurde. Über Notruf 112 wurde die Integrierte Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg über den Notfall informiert. Daraufhin wurde die Feuerwehr Riegelsberg über die Haupteinsatzzentrale der Berufsfeuerwehr Saarbrücken zur Einsatzstelle alarmiert. Die Einsatzkräfte des zuerst eintreffenden Einsatzleitwagens (ELW) der Feuerwehr Riegelsberg verschafften sich zuerst einen Überblick über die Lage, bildeten sofort eine Einsatzleitung und leiteten erste Maßnahmen ein.